Tragödie in seiner Jugend: Nico Santos verlor seinen besten Freund

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Er gilt als der absolute Sonnenschein unter den "The Voice of Germany"-Coaches, doch hinter Nico Santos' guter Laune verbirgt sich eine tiefe Tragödie. Im TV sprach der Musiker nun offen über den Verlust seines besten Freundes, der im Jugendalter ums Leben kam, und wie dieses Drama sein Leben für immer veränderte.

Nico Santos steht mit Mikrofon in der Hand auf einer Bühne und schaut ernst zur Seite
Tragische Vergangenheit: Nico Santos verarbeitete den Verlust seines besten Freundes in Musik und Büchern.© IMAGO/nicepix.world

"Prägender Moment": Nico Santos verlor seinen besten Freund

Auch in der aktuellen Staffel "The Voice of Germany" gibt er jede Woche den dauerstrahlenden Sonnyboy. Was man Nico Santos (33) nicht ansieht, ist der traurige Hintergrund seines unerschütterlichen Optimismus. Der Sänger hat bereits in jungen Jahren einen engen Weggefährten verloren. Ein schreckliches Erlebnis, das seine Jugend überschattete, aber ihn auch wachrüttelte. Bei "Volle Kanne" (ZDF) erzählte der Musiker von dem Schicksalsschlag.

"Da wusste ich: Du musst jeden Moment genießen"

Der Berliner Musiker wuchs in einem kleinen Dorf auf Mallorca auf. Die ersten 20 Jahre seines Lebens verbrachte er dort in einer beschaulichen Finca, die er noch heute alle fünf Jahre aufsucht. Hier erlebte er den dunkelsten Tag seines Lebens:

Mit 15 ist mein bester Freund verstorben. Er wurde im Dorf nebenan überfahren. Es war ein prägender Moment,

erinnert sich Santos. 

Und weiter: "Aber da wusste ich: Du musst jeden Moment genießen, den man auf der Welt hat. Jeden Tag das tun, worauf man Lust hat. So viele schöne Momente kreieren wie möglich. Das haben mir auch damals seine Eltern gesagt."

Nico verarbeitete Trauer in einem Song

Für die Verarbeitung der Tragödie brauchte Santos viele Jahre: "Ich habe mich erst nach zwölf Jahren an das Thema getraut." 2020 verfasste er über seinen besten Freund den Song "Walk In Your Shoes". "Wir haben uns damals am gleichen Tag die gleichen Paare Schuhe geholt. Und diese Schuhe habe ich immer noch. Daher gehe ich quasi mit ihm durch mein Leben in diesen Schuhen", erklärt er. So schöpft er bis heute Kraft aus dem Verlust. Aus seiner dramatischen Geschichte sollen auch andere etwas Positives gewinnen, findet er. 

"Abschied bedeutet nicht immer nur Verlust, sondern auch irgendwie, daraus Mut zu schaffen und zu wissen, dass man trotzdem nicht alleine ist", brachte er das Erlebte zu Papier. Mit der Erzählung "Die magischen Schuhe" hat der Vater eines kleinen Sohnes seinen Teil zu der neuen Kinderbuch-Sammlung "Mutich! – Mut hat viele Gesichter" beigetragen.

Dieser Artikel von M. R. erschien zuerst in der aktuellen Ausgabe der IN - alle zwei Wochen mittwochs neu am Kiosk!

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