GZSZ-Star Anne Menden über KI-Bilder: "Es hieß, wir hätten unser Kind verloren"
Dass Prominente im Netz immer wieder Opfer von Kritik, Beleidigungen und teils krassesten Hass-Attacken und Drohungen werden, ist leider nicht neu. Wie weit solche Angriffe auf Instagram und Co. werden und wie KI-manipulierte Bilder zum Problem werden, schilderte GZSZ-Star Anne Menden (41) nun gegenüber RTL.
In der Vergangenheit kam es vor allem auf Facebook schon oftmals vor, dass Fake-Bilder von Anne Menden und ihrem Partner Gustav Masurek (37) veröffentlicht worden waren, immer wieder machten sie und der einstige "Bachelorette"-Kandidat auf das Thema aufmerksam. Nun schildert die Emily-Darstellerin: "Ich glaube, ich hatte schon die ganze Bandbreite: Von sexuellen Übergriffen im Netz bis hin zu Morddrohungen. Dazu kommen manipulierte Bilder und erfundene Geschichten über uns."
"Ich habe an dem Tag so viel geweint"
Über einen konkreten Fall offenbart sie: "Bei mir wurde ein Foto genommen und ich wurde damit im Krankenhaus dargestellt. Dazu hieß es, wir hätten unser Kind verloren." Die Falschmeldung erreichte auch schließlich auch die Familie: "Der Papa von Gustav wurde am Arbeitsplatz angesprochen, wie schlimm das wäre. Viele können gar nicht auseinanderhalten: Ist das jetzt ein Deepfake oder nicht? Und was löst du da für Ängste in Menschen aus?" Der Vorfall hätte Anne nach eigenen Angaben extrem belastet: "Ich habe an dem Tag so viel geweint und habe nächtelang nicht schlafen können, weil mich das richtig verfolgt hat."
Anne und Gustav Masurek mussten nach Drohung Polizei einschalten
Und damit noch lange nicht genug: Nach einer Drohung mussten Anne Menden und Gustav nämlich sogar die Polizei einschalten und ein Alarmsystem in ihrem Zuhause installieren:
Es gab kürzlich bei Gustav und mir einen Fall, wo wir tatsächlich auch zur Polizei gehen mussten. Wir haben dann Kameras und Alarmsysteme installiert. Gustav hat Fahrten abgesagt, damit ich nicht allein bin. Ich bin nicht allein zur Arbeit gefahren, wir hatten den Live-Standort eingeschaltet und sind morgens mit dem Hund erst rausgegangen, wenn es hell war. Das ging ungefähr drei Wochen so. Man kann den Leuten nicht in den Kopf gucken und muss einschätzen, wie ernst eine Drohung ist. Das hat unseren Alltag in der freien Bewegung eingeschränkt.
Um solche Nachrichten oder Kommentare besser verarbeiten zu können, habe die Schauspielerin, die seit über zwanzig Jahren für die erfolgreiche RTL-Daily vor der Kamera steht, einen ganz eigenen Weg gefunden, doch auch dieser würde nicht immer helfen: "Ich mache manchmal Videos aus solchen Kommentaren. Das hilft mir, aber es geht nicht immer. Und nur, weil ich in der Öffentlichkeit stehe, darf mich niemand als Punchingball für den eigenen Frust benutzen. Ich habe nirgendwo einen Vertrag unterschrieben, dass man mich beleidigen darf", stellt Anne weiterhin klar. Ihrer Meinung nach müssten die Systeme der sozialen Netzwerke zum Melden von Hasskommentaren und Co. vereinfacht werden: "Gerade bei persönlichen Bedrohungen und manipulierten Inhalten darf es nicht so schwer sein, Hilfe zu bekommen."
Anne Menden weiß aber auch, dass nicht nur Prominente Opfer von digitaler Gewalt würden. Ihr Appell: "Viele der Dinge, die Betroffenen im Netz begegnen, können Straftaten sein. Man hat das Recht, so etwas anzuzeigen und sich Hilfe zu holen. Ihr seid nicht allein und habt jedes Recht, euch zu wehren." Auch sie selbst erstattete in den letzten Jahren bereits Anzeige - unter anderem, weil ihr ein Mann ungefragt Fotos seines Intimbereichs geschickt hatte.
Auch bei GZSZ wird digitale Gewalt derzeit thematisiert: Die Daily läuft montags bis freitags um 19:40 Uhr auf RTL und eine Woche vorab auf RTL+.
Verwendete Quellen: RTL





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