Richtig entgiften: Power-Detox für den Körper

Saftfasten - Fragen und Antworten

Millionen Menschen in Deutschland fasten regelmäßig, doch was bringt der Verzicht fester Nahrung überhaupt? Wir haben das sogenannte "juice fasting" für euch getestet und erklären, wie man richtig fastet und was unserem Körper das Ganze bringt.
 

Saftfasten erlebt momentan einen neuen Hype: Der Verzicht fester Nahrung durch das Ersetzen mit frisch gepressten Gemüse- und Obstsäften soll den Körper entgiften und uns neue Energie bescheren. Doch wie lange sollte man das Saftfasten machen und welche Säfte eignen sich hierfür?

Was bring Saftfasten eigentlich?

Studien zeigen, dass es uns gesund und glücklich macht, wenn wir für einige Tage auf feste Nahrung verzichten. Auch konnte belegt werden, dass beim Fasten entzündliche Vorgänge in den Zellen gestoppt werden. So kann es gegen Rheuma helfen, den Blutdruck senken und unseren Kreislauf in Schwung bringen. Zum reinen Abnehmen ist Saftfasten jedoch nicht geeignet: Die anfänglich schnell verlorenen Kilos sind meistens nach Beginn mit der normalen Ernährung wieder drauf. Es kann jedoch ein guter Einstieg in eine gesündere, bewusste Ernährung sein und so zum erfolgreichen Abnehmen beitragen.

Wie lange sollte ich Saftfasten?

Hier scheiden sich die Geister. Während manche Menschen wochenlang nur Säfte trinken und sich gesund fühlen, raten viele Ärzte eher zu einem "Powerfasten", indem man drei oder maximal fünf Tage auf feste Nahrung verzichtet und danach langsam wieder mit gesunden, leicht bekömmlichen Lebensmitteln beginnt. Diese paar Tage Saftfasten kann man dann mehrere Male pro Jahr machen und so den Körper von überschüssigen Ballaststoffen befreien.

Welche Säfte eignen sich zum Fasten?

Am besten geeignet sind Gemüse-Obst-Säfte, die ihr euch frisch presst. Falls ihr keinen Entsafter zu Hause habt, könnt ihr für die Fastenkur auch zu Säften aus dem Reformhaus greifen. Besonders gut geeignet sind Tomaten-, Orangen-, Brennessel-, Apfel-, Bananen-, Gurken- oder Möhrensäfte. Um den Darm mit Ballaststoffen zu versorgen, könnt ihr den Säften Leinsamen oder Hefeflocken beimischen. Während des Fastens sollte zu den Säften nur ungesüßter Tee und Wasser getrunken werden; Kaffee, Alkohol oder Softgetränke solltet ihr während der Fastentage vermeiden.

Muss ich mich auf das Fasten vorbereiten und wie beende ich es?

Um das Fasten am effektivsten zu beginnen, empfiehlt es sich, am Tag davor nur Obst und Gemüse zu essen, sowie eine Darmreinigung zum Beispiel mit der Einnahme von Glaubersalz zu machen. Dies mindert das anfängliche Hungergefühl und hilft euch so, das Fasten möglichst mühelos zu überstehen. Auch ist es empfehlenswert, den ersten Tag nach dem Fasten nur leichtes Gemüse oder Obst zu essen, um den Magen nicht zu überlasten. Die erste Woche nach dem Saftfasten solltet ihr generell nur vorsichtig mit dem Essen fester Nahrung beginnen und Süßigkeiten sowie Fertigprodukte vermeiden.

Kann ich während des Fastens Sport machen?

Unbedingt, es ist sogar wichtig, ausreichend Bewegung zu haben. Dies hält euren Kreislauf in Schwung und regt den Stoffwechsel weiter an. Übertreiben sollte man es jedoch nicht: Entspannender Sport wie Yoga oder Pilates sind während des Fastens sinnvoll und überfordern euren Körper während des Entgiftens nicht.

Gibt es Nebenwirkungen?

Insbesondere in den ersten zwei Tagen leiden viele Menschen unter "Entzugserscheinungen" wie Kopfschmerzen oder leichter Schwindel. Dies gibt sich jedoch meist nach zwei Tagen und man wird für sein Durchhaltevermögen mit viel mehr Energie belohnt.

Anbieter wie Frank the Juice oder detox delight bieten euch die Möglichkeit, frisch gepresste, aufeinander abgestimmte Säfte für eure gesamte Kur nach Hause geliefert zu bekommen und so den Aufwand für das Pressen der Säfte gering zu halten.