Festnahme am 66. Geburtstag: Andrew Mountbatten-Windsor geht rechtlich gegen Polizei vor
Sein diesjähriger Geburtstag wird ihm sicherlich noch lange im Gedächtnis bleiben - und positiv dürften die Erinnerungen an diesen Tag nicht gerade sein: Am 19. Februar wurde Andrew Mountbatten-Windsor, Ex-Prinz und Bruder von König Charles III. (77), auf einer Farm in Norfolk von der Polizei verhaftet und zu einer Polizeistation in Aylsham gebracht. Vor Ort wurde der 66-Jährige damals rund zwölf Stunden verhört, bevor er wieder auf freien Fuß gesetzt wurde. Dem Ex-Royal wurde unter anderem Amtsmissbrauch zur Last gelegt, doch Premierminister Sir Keir Starmer (64) ergänzte in einem Statement damals, dass weitere Ermittlungen folgen können. Der 64-Jährige betonte, dass in Großbritannien "niemand über dem Gesetz" stehen würde. Verschiedene britische Polizeibehörden wollten demnach prüfen, ob sie weitere Ermittlungen zu den Epstein-bezogenen Vorwürfen, darunter Menschenhandel und sexueller Missbrauch, gegen Andrew einleiten könnten. Tagelang wurde Andrews Anwesen damals von Ermittlern durchsucht.
Fühlt sich der Ex-Prinz ungerecht behandelt?
Doch nun soll Andrew Mountbatten-Windsor selbst in die Offensive gehen und sich wehren wollen. Wie die britische Zeitung "The Telegraph" erfahren haben will, soll der 66-Jährige juristisch gegen die Polizei vorgehen wollen. Kommenden Donnerstag (8. Oktober) soll nun eine Anhörung vor dem High Court stattfinden, bei der darüber entschieden wird, ob Gerichtsunterlagen im Zusammenhang mit der gerichtlichen Durchsuchung bei Andrew freigegeben werden sollen. Der Bruder von König Charles habe die Erlaubnis erhalten, überprüfen zu lassen, ob die Beamten bei den Hausdurchsuchungen im Februar rechtmäßig gehandelt haben. Wie die Nachrichtenagentur "PA" unter Berufung auf einen Justizsprecher weiter berichtet, soll der einstige Herzog von York außerdem die Aufhebung der damaligen Durchsuchungsbeschlüsse erreichen wollen.
Ob Andrew selbst an der Anhörung teilnehmen wird, ist bislang nicht bekannt. Und auch eine Stellungnahme des Buckingham Palasts steht noch aus. Kurz nach Andrews Festnahme hatte sich König Charles damals in einem offiziellen Statement persönlich an die Öffentlichkeit gewandt und der Polizei bei den Ermittlungen gegen seinen Bruder seine volle Unterstützung zugesagt. Der 66-Jährige selbst war in den letzten Monaten abgetaucht.
Verwendete Quellen: The Telegraph, PA




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