König Charles III.: Bittere Tränen in aller Öffentlichkeit

König Charles III.: Bittere Tränen in aller Öffentlichkeit

König Charles III., 73, musste in letzter Zeit so einiges verkraften. Wird dem Monarchen nun alles zu viel?

König Charles III.: Schwere Zeiten

König Charles III. hat schwierige Wochen hinter sich: Nach dem Tod seiner Mutter hatte er quasi sofort seine ersten offiziellen Auftritte als König zu erledigen, Zeit für private Trauer blieb ihm da nur wenig. Dass außerdem sein jüngster Sohn Prinz Harry und dessen Ehefrau Herzogin Meghan wieder einmal kontinuierlich für Schlagzeilen sorgten, dürfte dem Monarchen den Einstieg in den neuen Job keinesfalls leichter gemacht haben. Doch Charles ertrug all das mit stoischer Ruhe - wenn man von einer kleinen Ausnahme absieht, als ausgerechnet ein Stift den König aus der Fassung brachte. Vielleicht war auch diese kleine Episode, als Charles die Nerven verlor, ein Zeichen davon, dass ihm die neue Situation doch mehr zusetzt, als alle ahnen? Nun gibt es weitere Hinweise, die genau darauf hindeuten.

Rückkehr an traurigen Ort 

Denn am vergangenen Sonntag (9. Oktober) war Charles gemeinsam mit Queen Consort Camilla zum Sonntagsgottesdienst in Balmoral unterwegs. Beim Gottesdienst in der Crathie Kirche wollten die beiden sich auch für die vielen Beileitsbekundungen nach dem Tod der Königin bedanken. Doch schon auf dem Weg dorthin zeigte sich: Dieser Gang war für Charles alles andere als einfach. Denn der König wurde hoch emotional.

Auf Bildern, die Charles im Auto auf dem Weg zum Gottesdienst zeigen (hier ansehen), ist zu sehen, wie er mit den Tränen kämpft. Kein Wunder, weiß Charles doch wahrscheinlich so gut wie niemand sonst, dass Schottland und vor allem das Balmoral-Anwesen für die Queen einer ihrer liebsten Rückzugsorte waren. Hier konnte sie häufig Ruhe und Frieden finden, wenn der nächste Skandal die Königsfamilie erschütterte - und davon gab es in den 70 Jahren, in denen sie Königin war, nun wirklich mehr als genug. Dass sie ausgerechnet in Schottland starb, wirkte da wie eine besonders schöne Symbolik. Und doch ist es verständlich, dass Charles nun genau dort so emotional wird, wie man den König seit der Beerdigung der Queen nicht mehr gesehen hat.

Sind Charles Tränen ein Zeichen?

Vielleicht sind Charles Tränen auch ein Zeichen dafür, dass nun doch langsam die Anspannung von ihm abfällt. Nachdem er in den ersten Tagen und Wochen nach dem Tod der Queen einiges zu tun hatte und vor allem unter ständiger Beobachtung der Öffentlichkeit stand, dürfte er nun endlich Zeit gehabt haben, um sich im Privaten ganz seiner Trauer zu widmen, zur Ruhe zu kommen und sich im Stillen an seine Mutter zu erinnern. Dass ihn dann in so emotionalen Momenten wie etwa bei der Rückkehr an den Ort, an dem sie starb, die Gefühle übermannen, ist vollkommen nachvollziehbar.

Dass Charles bereit ist, so öffentlich um seine Mutter zu trauern, zeigt vor allem eines: In der britischen Königsfamilie finden unter Charles schon jetzt große Veränderungen statt. War es lange verpönt für die Royals, öffentlich allzu starke Emotionen zu zeigen, scheint sich das nun zu ändern. Ein Zeichen dafür, dass Charles tatsächlich ernst macht und große Veränderungen in der Monarchie anstoßen will? Es scheint so. Denn schon seit Wochen wird außerdem gemunkelt, dass auch Charles Krönung wesentlich kleiner ausfallen könnte als die seiner Vorgänger.

Der Grund: In Zeiten von Inflation und großen finanziellen Sorgen bei seinem Volk erscheint Charles eine pompöse Krönungszeremonie wohl nicht als angemessen. All das spricht dafür, dass der neue König die Zeichen der Zeit eindeutig erkannt hat und bereit ist, entsprechend zu handeln - auch wenn das hin und wieder bedeutet, der Öffentlichkeit Einblicke in das eigene Seelenleben zu geben, die man früher wohl eher vermieden hätte. 

Verwendete Quelle: The Mirror

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