König Haakon: Trotz neuer Verpflichtungen hält er Mette-Marit den Rücken frei
Es war eine Enttäuschung im letzten Moment. Eigentlich hätte Königin Mette-Marit (53) ihren Mann am 1. September ins norwegische Parlament begleiten müssen. Für Haakon VIII. (53) stand dort nämlich eine kurze und doch bedeutende Zeremonie an: Er würde vor dem Hohen Haus seinen Eid auf die Verfassung leisten. Die Norweger "krönen" seit 1908 ihre Monarchen nicht mehr, sondern zeigen symbolisch ihre vertrauensvolle Verbindung. Dass auch die Ehefrau des Königs dazugehört, steht völlig außer Frage. Doch nur wenige Stunden vor Beginn des Staatsakts sagte Mette-Marit ihre geplante Teilnahme ab. Wie der Hof bekanntgab, waren Komplikationen mit ihrer neuen Lunge aufgetreten. Den Platz an Haakons Seite nahm Kronprinzessin Ingrid Alexandra (22) ein, die ihre Mutter würdig vertrat.
Auf Kronprinzessin Ingrid Alexandra ist Verlass
Am Abend fuhr Haakon selbst seine Frau in die Klinik. Damit zeigt der König, dass er weder seine staatlichen Pflichten vernachlässigt noch seine kranke Partnerin. Der Monarch hat Mette-Marit ein Versprechen gegeben: Wenn sie an ihre Grenzen kommt, wird sie Verständnis und Fürsorge erfahren. Die Königin muss kein schlechtes Gewissen haben, wenn sie kurzfristig ausfällt: Tochter Ingrid Alexandra wird auch in Zukunft für sie einspringen, wenn es absolut erforderlich ist.
Die Familie hält zusammen. Das bewies Haakon auch, indem er es Mette-Marits umstrittenem Sohn Marius Borg Høiby (29) trotz großer Kritik erlaubte, an der Überführung des Sarges von Harald V. (†89) in die Schlosskapelle oder aber am Staatsbegräbnis am 9. September teilzunehmen. An diesem hatte trotz der Warnung vieler Gesundheitsexperten auch Mette-Marit selbst teilgenommen. Der verstorbene Monarch König Harald wäre stolz auf seinen Sohn gewesen: Haakon zeigt dieselbe Menschlichkeit, die Harald seinem Volk und seiner Familie vorlebte.
Dieser Artikel von S. B. erschien zuerst in der aktuellen Ausgabe der IN - alle zwei Wochen mittwochs neu am Kiosk!





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