Prinzessin Mette-Marit: So schwer wird ihr Weg nach der Lungentransplantation

Es war ein Wettlauf gegen die Zeit, der ganz Norwegen in Atem hielt: Nur noch ein Jahr gaben die Ärzte Mette-Marit zu leben – doch dann geschah das Wunder. Kurz nachdem die Kronprinzessin auf die Warteliste gesetzt worden war, bekam sie eine neue Lunge.

Mette-Marit: Endlich Chancen auf ein normales Leben

Ein großer Tübinger Dichter schrieb einmal: "Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch." Diese Erfahrung haben jetzt Prinzessin Mette-Marit (52) und ihre Familie gemacht. Dabei hatte alles am Anfang noch so hoffnungslos gewirkt …

Am 5. Juni verkündete der norwegische Königshof, dass die Kronprinzessin auf die Warteliste für eine Lungentransplantation gesetzt worden sei. Das klang nach einem "Irgendwann" und "Vielleicht", das alles andere als Mut machte. Rund ein Jahr gaben die Ärzte Mette-Marit noch zu leben. Würde sie in dieser Zeit ein Spenderorgan finden? Die Uhr tickte. Hinzu kam das Drama um Marius, das seinem unglücklichen Ende entgegenging. Doch zwei Tage nach dem Urteil, am 17. Juni, erschien plötzlich ein Silberstreif am dunklen Horizont. Der Palast verkündete, dass Mette-Marit ihre Lungentransplantation bereits überstanden habe. Arnt Fiane, der leitende Arzt im Osloer Rikshospitalet, zeigte sich verhalten optimistisch: "Die Lungentransplantation ist bislang erfolgreich verlaufen." 

Mette-Marit steht lange Rehabilitation bevor

Die zeitliche Einschränkung bezog sich dabei wohl nicht auf den Eingriff selbst, der glücklich überstanden war, sondern auf die kritische Zeit der Genesung. Experten zufolge besteht nämlich das Risiko von Infektionen, Blutungen und Abstoßungsreaktionen. Fianes Kollege Are Holm warnte, dass seine Patientin noch mehrere Wochen in der Klinik verbringen müsse: "Dies ist gängige Routine, um die Medikation anzupassen, eventuelle Komplikationen zu behandeln und die Rehabilitation voranzutreiben." Aus dem Gröbsten ist die Prinzessin noch lange nicht heraus. Rund ein Achtel der Patienten verstirbt im ersten Jahr nach der Transplantation. Doch man darf nicht nur das Negative sehen. Mette-Marit hat jetzt die Chance, wieder ein glückliches Leben zu führen, auch, wenn medizinische Kontrollen und Medikamente zu ihrem Alltag gehören werden.

Selbst Marius eilte an ihr Krankenbett

Darauf hofft Kronprinz Haakon (52), der seine Frau mit den gemeinsamen Kindern Ingrid Alexandra (22) und Sverre Magnus (20) in der Klinik besuchte. Selbst Marius Borg Høiby durfte, streng bewacht, die Haftanstalt verlassen, um ans Krankenbett seiner Mutter zu eilen. So keimt in Norwegen die zarte Hoffnung, dass am Ende vielleicht doch noch alles gut wird. Werden wir Mette-Marit, Haakon und ihre Kinder einmal wieder vereint auf dem Palastbalkon erblicken? Man will zumindest daran glauben.

Dieser Artikel erschien zuerst in der Printausgabe von WOCHE DER FRAU. Weitere spannende Star-News liest du in der aktuellen WOCHE DER FRAU – Jede Woche neu am Kiosk.