Neue Anwälte für Marius Borg Høiby: Hat er einen Geheimplan?
Die Neuauflage seines Prozesses startet erst im nächsten Februar. Noch lange hin, könnte man denken. Doch für Spannung sorgt Marius Borg Høiby (29) jetzt schon. Denn statt jetzt erstmal ein wenig Ruhe einkehren zu lassen, wirbelt der Angeklagte im Hintergrund jetzt schon wieder alles auf ...
Ganz überraschend hat sich Marius nämlich von seinen bisherigen Anwälten getrennt. Ellen Holager Andenaes und Petar Sekulic werden ihn nicht mehr vertreten! Dabei waren die ja gar nicht unerfolgreich. Immerhin hatte die Staatsanwaltschaft wegen mehrfacher Vergewaltigung über sieben Jahre Haft für Marius gefordert. Das Urteil lautete aber "nur" vier Jahre Haft. Also doch eine gute Arbeit der Juristen – das reicht Marius aber scheinbar nicht!
Noch weniger als vier Jahre Haft?
Seine neuen Anwälte heißen Alexander Greaker und Daniel Storrvik – und die sind voller Tatendrang. "Wir werden die Sache mit neuen Augen betrachten und frischen Elan reinbringen", so Storrvik. Und sein Kollege fügt hinzu: "Wir haben die Möglichkeit, eine neue Strategie zu entwickeln." Unter anderem: Es wird keine Aussetzung der Untersuchungshaft mehr beantragt. Wenn Marius dann bis Februar weiter mit Fußfesseln Skaugum nicht verlassen darf, wird ihm diese Zeit auf eine mögliche Haftstrafe angerechnet, so verkürzt sich seine Zeit dann im Ila-Gefängnis. Würden die vier Jahre Haft aus dem ersten Urteil bestätigt, müsste Maris dann nur noch drei Jahre hinter Gitter.
Erreichen die neuen Anwälte ein noch milderes Urteil, sind es dann fast nur noch wenige Monate in Haft, wenn bei guter Führung der Rest zur Bewährung ausgesetzt wird.
Schon wieder geht es nur um ihn
Die neuen Anwälte – vielleicht das letzte Ass von Marius in diesem Prozess. Eines zeigt es aber schon wieder: Es geht ihm nur um ihn, nicht um die Opfer. Reue bleibt Marius weiterhin ein Fremdwort ...
Dieser Artikel von Joerg Turcer erschien zuerst in der aktuellen Ausgabe von "7 Tage" - jede Woche neu am Kiosk!




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