Rex Gildo: Sein einstiger Geliebter packt aus
Es war ein trauriger Tag für die Schlagerwelt: Im Oktober 1999 sprang Rex Gildo (63†) aus einem Fenster seiner Münchner Wohnung und starb kurz darauf an den Folgen. Bis heute gelten die Umstände als rätselhaft: War es Selbstmord? Ein tragischer Unfall aufgrund der starken Medikamente, die in seinem Blut gefunden wurden? Oder doch Mord?
"Kaum eine Sekunde. Dann war er weg"
Einer, der Antworten hat, ist Dave Klingeberg. Zehn Jahre lang war er Rex Gildos heimlicher Geliebter, auch wenn die Öffentlichkeit ihn höchstens als seinen Privatsekretär kannte. In seiner neuen Biografie "Die Wahrheit hinter der Lüge – Mein Weg" schreibt sich der Lebensgefährte nun zum ersten Mal alles von der Seele.
So erinnert sich Klingeberg, wie sich Rex Gildo nach einem Auftritt in einem Möbelhaus zu Hause im Badezimmer einschloss. Der "Fiesta Mexicana"-Interpret war emotional in einer schlechten Verfassung. Sein damals 26-jähriger Freund öffnete mit zwei Sanitätern die Tür. "Da saß er, im Fensterrahmen, der Blick war schon woanders. Ich griff mit beiden Händen nach ihm. Ich berührte ihn. Kaum eine Sekunde. Dann war er weg. Es war zu spät." Klingeberg hörte den Aufprall.
Ein Schrei. Ein Stöhnen. Ein Jammern, das nicht aufhören wollte. Die zwei Sanitäter schauten sofort aus dem Fenster und rannten nach unten. Ich brach vor der Badewanne zusammen und schrie.
Drei Tage später erlag der Schlagerstar seinen Verletzungen.
Klingeberg jedoch geriet nach dem Tod seines Partners selbst ins Visier der Polizei. "Ich musste gestehen, dass wir eine Beziehung hatten. Ich musste den ganzen Vorgang erklären. Ich stand unter Mordverdacht", so der Privatsekretär. Erst die Sanitäter konnten ihn entlasten.
"Manche schrieben mir 'Du Mörder'"
Viele Rex-Gildo-Fans gaben dem jungen Mann dennoch die Schuld. "Manche schrieben mir 'Du Mörder' oder 'Sein Blut klebt an Deinen Händen'", so Klingeberg. Er zog ins Ausland, versuchte, alles hinter sich zu lassen. Doch das genügte nicht. Durch sein Buch möchte er die Vergangenheit aufarbeiten und endlich Frieden finden.
Dieser Artikel von K. B. erschien zuerst in der aktuellen Ausgabe von Woche der Frau - jede Woche neu am Kiosk!





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