Wolfgang Petry: "Grausam, ein Star zu sein"
Mit Hits wie "Wahnsinn" oder "Verlieben, verloren, vergessen, verzeih'n" hat Wolfgang Petry (75) tausende Fans begeistert. Doch vor 27 Jahren stand er das letzte Mal auf der Bühne. Vor 20 Jahren hat er seine Karriere sogar offiziell beendet. Er empfinde es als "grausam, ein Star zu sein", begründete er seinen radikalen Entschluss damals. Die zunehmende Bekanntheit habe ihn "nachdenklich und verschlossen" werden lassen. Im Interview mit "t-online.de" hat der Schlagerstar nun ganz offen über sein neues Leben gesprochen. "Mit 75 Jahren erlebe ich die Zeit noch sehr bewusst und bemühe mich, diese auch noch ein bisschen zu dehnen", so Wolfgang Petry auf die Frage nach seinem Alter. "Ich treibe viel Sport und ernähre mich gesund." Angst vor dem Tod habe er nicht. "Ich weiß, dass das Leben endlich ist und gebe der Angst kaum Möglichkeiten, in mich einzudringen! Bis jetzt ist mir das gut gelungen."
"Ich denke als Ältester sollte man für einen guten Zusammenhalt stehen"
Obwohl Wolfgang Petry nicht mehr selbst auf der Bühne steht, hat er weiterhin Alben veröffentlicht. Das fünfte Album nach seinem Karriere-Aus erschien erst am 25. September. Dort hat er mit seinem Sohn Achim Petry (52) und seinen Enkeln Giorgio und Giuliano einen Song aufgenommen. "Ich bin ein stolzer Opa", schwärmt Petry. "Meine beiden Enkel Giorgio und Giuliano stehen mit einer guten Einstellung mitten im Leben." Er möchte seinen Enkeln ein gutes Vorbild sein.
Ich denke als Ältester sollte man für einen guten Zusammenhalt stehen und ich versuche das vorzuleben,
so Wolfgang Petry. Dennoch würde er in der Gesellschaft bestimmte Werte vermissen. "Das sind die kleinen Dinge im Alltag, manchmal etwas mehr Freundlichkeit oder auch ein bisschen mehr Fleiß", so Petry. Fleißig ist der Musiker auch nach seiner aktiven Bühnenkarriere. "Da ich jeden Tag Lieder schreibe, kommt da keine Langeweile auf. Ich werde kein neues Album mehr machen, aber Lieder schreibe ich weiter, Tag für Tag und das ist ein ganz großes Privileg", freut er sich.
Verwendete Quellen: t-online.de





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