Versöhnung nach 60 Jahren: Heino und Freddy Quinn begraben Kriegsbeil

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Rund 60 Jahre lang halten Heino und Freddy Quinn als Konkurrenten. Doch nun haben die beiden Schlagerlegenden ihr Kriegsbeil begraben. Zum 95. Geburtstag von Freddy schickte Heino ganz persönliche Zeile an seinen langjährigen Rivalen.

Versöhnung nach 60 Jahren: Heino und Freddy Quinn begraben Kriegsbeil
Heino versöhnt sich mit Freddy Quinn an dessen 95. Geburtstag.© imago

Heino: "Hochachtung und Respekt" für Freddy Quinn

Nach über 60 Jahren beendet Heino (87) die Rivalität mit seinem Schlagerkollegen Freddy Quinn (95)! Anlass der Versöhnung ist Freddys 95. Geburtstag, für dem Heino ein paar Zeilen verfasst hat. "Wir beide haben über viele Jahrzehnte unseren Weg in der deutschen Musikgeschichte gehen dürfen", heißt es in dem Brief, der der "Bild"-Zeitung vorliegt. "Wenn man auf so ein langes Leben und eine so außergewöhnliche Karriere zurückblicken kann wie Du, dann verdient das vor allem eines: große Hochachtung und Respekt." Heino ergänzt: "Mit den Jahren wird vieles, was einmal wichtig war oder einem so erschienen ist, kleiner und das Verbindende größer. Uns verbinden die Musik, die Bühne und die Liebe und Treue eines Publikums, das uns über Generationen begleitet hat."

"Respekt für seine Lebensleistung"

Und wie reagiert Freddy Quinn auf die überraschenden Geburtstagsgrüße von Heino? "Eine Geburtstagskarte von Heino? Wer hätte das gedacht! Ich hatte nie ein Problem mit ihm. Es wurde immer viel geschrieben. Aber von meiner Seite: Respekt für seine Lebensleistung. Ich finde das eine tolle Geste von ihm", so der Musiker. Doch was war eigentlich der Grund für die langjährige Fehde? 1966 erschien Heinos erste Single, die "13 Mann und ein Kapitän" hieß. Das Lied hatte zuvor Freddy gesungen. Heinos Version kaufte sich über 100.000 Mal – und das soll Quinn ein Dorn im Auge gewesen sein. Die Angst war groß, dass Heino ihm die Show stehlen könnte.

Freddy war nicht besonders glücklich darüber, dass ich zu Beginn meiner Karriere wie er auch Seemannslieder sang und damit Erfolg hatte,

erinnert sich Heino in der "Bild". "Freddy war am Höhepunkt seiner Karriere und dann kam plötzlich einer, der auch schön sang und ein Stück vom Kuchen haben wollte." Umso schöner, dass diese Konkurrenz nun endlich vom Tisch ist.

Verwendete Quellen: Bild

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