Schluss mit Kalorien zählen: Die Bulletproof Diät setzt auf Sättigungseffekt

Abnehmen mit Fett?!

Was haben wir uns gequält! Haben Light-Produkte statt Lieblingsgerichte gefuttert, uns regelmäßig ins Fitnessstudio geschleppt, immer brav die Waage im Blick behalten! Meist ohne Erfolg! Dave Asprey, 42, kennt das Problem: Schon mit Mitte 20 wog der Computerspezialist aus Kalifornien ganze 140 Kilo - trotz Training und Kalorienzählen. Heute ist er rank und schlank. Wie’s dazu kam? Sein Geheimrezept nennt er „Die Bulletproof-Diät.

 „Die Inspiration dazu hatte ich auf einer Wanderung im Himalaya, wo mir eine Tibeterin eine Teemischung mit Yak-Butter anbot“, sagt Asprey im Gespräch mit „IN“. „Ich war sofort begeistert und fing an zu recherchieren, warum die Kombination aus Fetten und Koffein so guttut.“ Heraus kam ein völlig neues Ernährungskonzept. Wie es funktioniert, lest ihr hier.

1 Ein echter Kickstart in den Tag

Eine Tasse Kaffee aus hochwertigen Bohnen, dazu ein Löffel ungesalzene Weidebutter und ein Schuss Kokosöl - verquirlt man diesen Mix z.B. mit einem Milchschäumer, bis sich an der Oberfläche eine dicke Schaumschicht bildet, erhält man laut Asprey ein reichhaltig-vollmundiges Getränk, das lange sättigt und jede Menge Energie spendet. Dieser Bulletproof Coffee (zu deutsch: kugelsicherer Kaffee) ist die Grundlage der Bulletproof Diät. Es ersetzt das Frühstück - und schmeckt durch das süße Kokosöl tatsächlich annehmbar.

2 Fette - viel besser als ihr Ruf

„Durch fehlerhafte Forschungsarbeiten haben Fette ein schlechtes Image“, sagt Asprey. Und er betont: „Die richtigen Arten von Fett sind gesund und lebenswichtig. Unser Körper kann sie gut verbrennen. Sie sind nahrhaft und befriedigen die Energiequellen, die dafür sorgen, dass Körper und Gehirn mit maximaler Kapazität arbeiten.“ Asprey empfiehlt, dass etwa 50 bis 70 Prozent der Kalorien, die wir täglich aufnehmen aus gesunden Fetten stammen sollten. Enthalten sind diese zum Beispiel in Freilandeiern, Krillöl, Fett und Mark aus rotem Fleisch vom Weidevieh, Avocadoöl, Kokosöl, Sonnenblumen-Lecithin und Weidebutter.

3 Mehr Gemüse, weniger Obst

Ja, Obst ist schön süß! Und genau da liegt laut Asprey das Problem. Die Leber verwandelt Fruktose nämlich entweder in Glukose oder Triglyceride, die direkt als Körperfett abgespeichert werden. Deshalb sollte bei der Bulletproof-Diät nur 5 Prozent der täglichen Kalorienzufuhr aus Obst und Stärke zusammengenommen stammen. Eine Handvoll Beeren ist demnach besser für den Körper als eine Orange oder eine Wassermelone, weil letztere mehr Fruchtzucker enthalten. Fest steht aber: Gemüse geht immer - solange es nicht in Dosen abgepackt, gebraten oder auf andere Weise verfälscht wurde. Als wahre Vitamin- und Abnehmwunder nennt Asprey zum Beispiel Avocado, Blumenkohl, Grünkohl, Kopfsalat, Radieschen, Sommerkürbis und Zucchini gelten als bulletproof, also absolut kugelsicher und deshalb gut für Figur und Wohlbefinden.

4 Sport - nur kurz, aber effektiv

Klar: Bewegung hilft dabei, die Pfunde purzeln zu lassen. Aber was ist besonders effektiv? Marathons, Ironmans, Ultra-Ausdauersport oder lange Joggingstrecken? „Bloß nicht“, sagt Asprey. Er hält hochintensives Intervalltraining für die beste Lösung: 30 Sekunden rennen, 90 Sekunden Pause machen - und das einmal wöchentlich für 15 Minuten. Gekoppelt mit einem regelmäßigen Muskelaufbautraining sei dies der Königsweg, um den Körper auf nachhaltige und schonende Art fit und gesund zu halten. Ja, es klingt ungewöhnlich. Ist aber auf jeden Fall einen Versuch wert!