Stephen Collins: Vermeintliches Missbrauchsopfer wird nicht klagen

Die Chancen auf einen Prozess schwinden

Anfang Oktober wurde Schauspieler Stephen Collins mit einer Tonbandaufnahme, auf der er den sexuellen Missbrauch an mehreren Kindern einräumen soll, schwer belastet. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich der 67-Jährige wegen dieser Anschuldigungen vor Gericht verantworten muss, schwinden allerdings drastisch: Denn wie jetzt bekannt wurde, will das Hauptopfer in dem Missbrauchsskandal keine Klage einreichen!

Die Schuldbekenntnisse auf dem Audiotape sollen eindeutig sein: Stephen Collins soll mindestens drei Opfer mehrere Male sexuell missbraucht haben, einmal soll er die Hand einer damals Zehnjährigen auf seinen halb erigierten Penis gelegt haben. Dennoch scheint es ganz so, als würde der "Eine himmlische Familie"-Star noch einmal einem Prozess entkommen. 

Opfer nicht an finanzieller Entschädigung interessiert

Der Fall soll sich in den frühen 70er Jahren zugetragen haben, das Opfer ist heute in seinen Fünfzigern. Wie das Online-Portal "Tmz" berichtet, verzichte das Opfer auf einen Prozess, weil es nicht hinter dem Geld des Schauspielers her sei. Sie erklärt weiter, sie wolle stattdessen andere potenzielle Opfer - die unter Umständen regelmäßig von Collins missbraucht wurden - ermutigen, den Schritt in die Öffentlichkeit zu wagen. 

Schauspielkarriere am Ende?

Nach jetzigem Stand sieht es nicht so aus, als ob Collins mit einem Prozess oder mit strafrechtlicher Verfolgung rechnen müsse. Sein gesellschaftliches Ansehen und seine Karriere haben dennoch schweren Schaden genommen. Mehrer Produzenten kündigten ihm bereits die Zusammenarbeit.