Endlich richtig Haare waschen - So geht's!

Effektiver und schonender - Die neuen Techniken

Du benutzt immer nur Shampoo und Spülung? Die neuen Techniken sind viel effektiver und schonender für dein Haar. Unsere Beauty-Redaktion hat die neuesten Haarwaschmethoden für dich gecheckt und verrät dir hier ihr Urteil.

Pre-Shampoo

SHAMPOO, CONDITIONER UND KUR – kennen wir. Doch jetzt gibt es ein viertes Mitglied im Pflege-Clan: das Pre-Shampoo. Es wird noch vor dem Shampoo verwendet und reguliert eine fettige, sensible oder trockene Kopfhaut. Dafür das Produkt auf den Ansatz geben und einmassieren, fünf bis zehn Minuten einwirken lassen, ausspülen. Dann wie gewohnt shampoonieren. Das passende Produkt gibt es für jeden Haartyp.

Getestet von Felicitas Dirscherl, Beauty-Redakteurin:

KEIN FETTIGES HAAR TROTZ ÖL „Mein Ansatz fettet schnell nach, sodass ich täglich waschen muss. Deswegen sage ich zu einem Extra-Treatment vor dem Shampoonieren nicht Nein. Doch als ich das beruhigende Öl für die Kopfhaut einmassierte, hatte ich Zweifel und hoffte, dass mein Haar anschließend nicht strähnig würde. Aber nein: Nach dem Waschen und Föhnen hatte ich für zwei Tage eine glänzende, gesunde und frisch duftende Mähne, super!“

Reverse Washing

Wirf deine Waschroutine über Bord, und fange von hinten an: erst die Spülung, dann das Shampoo. Durch den zuerst aufgetragenen Conditioner werden die Haare gepflegt und die Schuppenschicht geschlossen. Das Shampoo befreit von Rückständen. Die Methode ist für Frauen mit sehr feinem Haar geeignet, die Angst haben, dass Spülung oder Kur zu sehr beschweren.

Getestet von Rebecca Neumann, Beauty-Chefin:

ÜBERRASCHENDE ERGEBNISSE „Ich geb es zu: Ich war skeptisch, bevor ich mir das erste Mal mit Conditioner und dann mit Shampoo die Haare gewaschen habe. Schließlich will man ja, dass die Haare gut aussehen. Aber ich war überrascht. Die Vollkatastrophe ist ausgeblieben. Mein Haar ist fluffig, gut kämmbar und sieht eigentlich aus wie immer. Ich bleibe dran!“

No Poo

OHNE SHAMPOO „Iiih, ist das eklig!“, dürfte eine typische Reaktion auf den neuesten Haar-Hype aus den USA sein. „No Poo“ bedeutet kein Shampoo und steht für den Verzicht von schäumenden Produkten. Stattdessen nimmt man etwa Natron als Shampoo oder Apfelessig als Spülung und setzt auf klares Wasser. Was das bringen soll: Die natürliche Talgproduktion reguliert sich und nimmt ab, das Haar ist gesünder und fettet nicht so schnell nach. Wer nicht ganz auf Pflege aus der Tube verzichten will, greift zu Haarwaschcremes: Diese enthalten zwar keine waschaktiven Substanzen, reinigen und nähren aber trotzdem.

Getestet von Simone Kalus, Beauty-Redakteurin:

PERFEKT FÜR SENSIBLE SCHÖPFE „Ich verzichte auf häufiges Haarewaschen. Maximal zweimal in der Woche – häufiger shampooniere ich nicht. Zudem setze ich auf Haarwaschcremes, die frei von schäumungsaktivierenden Tensiden (Sulfaten) sind und Haare und Kopfhaut besonders sanft reinigen.“

Co-Washing

NUR MIT CONDITIONER Supermodels wie Behati Prinsloo und Erin Wasson schwören auf diese Methode. Gemeint ist „Conditioner Washing“, bei dem die Haare ohne Shampoo, dafür nur mit Spülung gewaschen werden. So wird strapaziertes Haar durch die Sulfate nicht noch mehr beansprucht. Doch nicht jeder Conditioner ist geeignet: auf spezielle Cleansing- Produkte ohne Silikone setzen.

Getestet von Kimberley Böse, Beauty-Mitarbeiterin

NICHTS FÜR SCHNELL FETTENDE ANSÄTZE „Ich komme gerade aus dem Urlaub. Mein von Natur aus kräftiges, welliges Haar ist ziemlich strapaziert. Deswegen dachte ich mir: nur mit Spülung waschen, warum nicht? Meine Erfahrung: Wenn man jeden Tag shampooniert, kann man das eine Zeit lang bei angegriffenem Haar machen, wer aber zu einem fettigen Ansatz neigt, sollte wenigstens dort waschen.“