Gut (aus)sehen mit Kontaktlinsen

Worauf du als Linsenträgerin beim Schminken achten solltest

Es wird langsam wieder kälter. Der Winter steht kurz bevor und die Brille beschlägt dir beim Betreten beheizter Innenräume wieder öfter auf der Nase. Das muss nicht sein. Um in der kalten Jahreszeit den Durchblick zu bewahren, kannst du auf Kontaktlinsen umsteigen. Beim täglichen Schminken solltest du als Linsenträgerin allerdings einige Dinge beachten

Schminktipps für Kontaktlinsenträgerinnen: Darauf kommt es an

Ob unsichtbare oder farbige Modelle: Kontaktlinsen haben im Vergleich zur Brille einige Vorteile. Beim Sport stören sie nicht und im Alltag kann man sie kaum verlieren. Mit ihrer vielfältigen Modellpalette werden sie heutzutage jedem Anspruch gerecht und passen sich optimal an die Augen an. Wenn es an das tägliche Styling geht, haben es Kontaktlinsenträgerinnen im Vergleich zu Brillenträgern grundsätzlich leichter. Die neuesten Make-up-Trends musst du beispielsweise nicht extra auf die Brille abstimmen, damit dein Erscheinungsbild harmonisch bleibt.

Aber Vorsicht: Ganz frei bist du beim Styling und der Auswahl des Make-ups trotzdem nicht. Beim Schminken mit Kontaktlinsen verwendest du idealerweise hochqualitative Produkte. Jene lösen seltener Irritationen aus, falls sie ins Auge gelangen. Bei Produkten mit schlechterer Qualität steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es bröckelt und sich winzige Teile davon lösen. Wenn diese Kleinstpartikel ins Auge gelangen und sich auf den Kontaktlinsen absetzen, entsteht dort ein optimaler Nährboden für Keime. Entzündungen können die Folge sein. Auch die Inhaltsstoffe des Make-ups spielen eine Rolle für mögliche Irritationen. Vermeiden kannst du unerwünschte Reaktionen, indem du beim Schminken folgendermaßen vorgehst:

1. Das richtige Make-up wählen

Bei der Auswahl deines Make-ups vermeidest du am besten sämtliche Produkte mit Inhaltsstoffen wie Parfüm, Alkohol, Stärke und Protein. Auch Konservierungsstoffe sind idealerweise nicht in Lidschatten und Co enthalten. Stattdessen wählst du rein pflanzliches Make-up mit pH-Neutralität. Außerdem kann Wasserlöslichkeit ein Auswahlkriterium sein. Wischfeste Produkte mit dieser Eigenschaft hinterlassen keinen Fettfilm auf den Linsen, falls sie damit in Kontakt geraten. Ebenfalls geeignet ist ultramikronisierte Augen-Kosmetik, die aus mikroskopischen Partikeln besteht. Jene verursachen auch dann keine Reizungen, wenn sie doch in die Augen geraten. Sind die gewählten Artikel außerdem ophthalmologisch – also augenheilkundlich – getestet, bist du auf der sicheren Seite.

Zusatz-Tipp: Je neuer, desto besser. Mascara, Eyeliner und Co verändern mit der Zeit ihre Konsistenz. Ältere Produkte bröseln leichter und geraten so eher in die Augen. Um das zu vermeiden, erneuerst du Mascara am besten einmal pro Monat, Eyeliner alle drei Monate und Lidschatten halbjährlich.

2. Die Reihenfolge beachten

Fast jeder folgt beim Schminken einer bestimmten Reihenfolge. Kontaktlinsenträgerinnen setzen im ersten Schritt die Linsen ein. Andernfalls könnten Rückstände von Mascara oder Puder an die Linsen geraten. Außerdem erzielst du schlechtere Ergebnisse, wenn du dich ohne Sehhilfe schminkst. Beim tatsächlichen Schminken solltest du.

  • das Augen-Make-up mit dem Lidschatten beginnen und am besten Creme- oder Puder-Lidschatten verwenden.
  • anschließend Eyeliner oder Kajalstift auftragen und dabei den Innenrand der Augenlider meiden.
  • Mascara zum Abschluss verwenden.

Falls du für das weitere Styling Haarspray benutzt, hältst du die Augen beim Sprühen lieber geschlossen. Auch beim Föhnen und Lackieren der Nägel schützt du am besten deine Augen. Lackdämpfe und heiße Luft könnten sie ansonsten irritieren.

Unbedingt Abschminken

Wir haben es alle schon getan: auf das Abschminken verzichtet. Wer Kontaktlinsen trägt, könnte diese Nachlässigkeit bereuen. Während du schläfst, könnten Kleinstpartikel deines Make-ups in die Augen geraten. Zum Beispiel, wenn du das Gesicht in die Kissen drückst oder in der Nacht die Augen reibst. Neben Augenreizungen können Entzündungen die Folge sein. Um das zu vermeiden, also immer abschminken! Auch dann, wenn du erst kurz vor Sonnenaufgang nach Hause kommst und nur noch ins Bett willst.

Bevor du dich ans Abschminken machst, wäschst du gründlich die Hände und entfernst die Kontaktlinsen. Anschließend greifst du zu fettfreiem Make-up-Entferner, hypoallergenen Reinigungsemulsionen oder ölfreien Lotions. Falls du Wochen- oder Monatslinsen verwendest, gehst du abschließend zur Reinigung der Sehhilfen über. Je länger du dich um jene drückst, desto wahrscheinlicher werden Ablagerungen. Beim nächsten Tragen könnte das deinen Augen schaden. Deshalb lieber so schnell wie möglich die jeweils empfohlenen Reinigungsmittel darauf geben. Sind jene bei spontanen Übernachtungen in fremden Wohnungen nicht zur Hand, reinigst du die Linsen besser nicht mit normalem Wasser. Neben Chlor können darin Mikroorganismen enthalten sein. Kochsalzlösungen oder abgekochtes Wasser sind im Notfall eine bessere Option.

Abschluss-Tipp zur Linsenart: Wenn du nicht regelmäßig Linsen trägst, sind Tageslinsen am sinnvollsten. Jene werden nur einmal benutzt, sodass dir der Reinigungsaufwand nach dem Abschminken erspart bleibt.