Weiße Zähne: 10 Tipps vom Experten

So wird dein Lächeln strahlend und gesund

23.04.2020 16:37 Uhr

Alle wollen sie: weiße Zähne à la Hollywood! Mit diesen Tipps von unserem Experten Dr. med. dent. Martin Jörgens polieren wir unsere Beißerchen jetzt auf Hochglanz – und halten sie dabei rundum gesund!

In 10 Schritten zum Traumlächeln

Jedes noch so perfekt sitzende Make-up oder Haarstyling wirkt nur halb so gut, wenn das Lächeln nicht stimmt. Marktforschungen zufolge achten 34 Prozent aller Deutschen bei einem ersten Kennenlernen (sei es auf Partnersuche oder im Job) auf ein gesundes Strahlen. Aber keine Sorge: Niemand hat schon von Natur aus blendend weiße Zähne. Aber wir können ein bisschen nachhelfen – mit den richtigen Reinigungsprodukten, den besten Tools und dem ein oder anderen Extra- Trick ...

1. Zahnpasta

Das übervolle Zahnpastaregal in der Drogerie unseres Vertrauens lässt uns oft ganz schön ratlos zurück. Welche Creme ist denn nun die richtige? Wichtig ist, dass wir auf den RDA-Wert achten (kann man im Netz checken). Zahnschmelzschonend und dennoch richtig sauber wird's zwischen den Werten 30 bis 70. Bei den Inhaltsstoffen hat es hier in der letzten Zeit vor allem Aktivkohle an die Trendspitze geschafft, dennoch sieht Dr. med. dent. Martin Jörgens das eher kritisch: "Ihre Wirkung ist wissenschaftlich nicht bewiesen, ich würde stattdessen eher zu Kokosöl greifen", so der Experte.


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2. Zahnfleisch

Dr. Jörgens weiß:

Gesundes hellrosafarbenes Zahnfleisch ist straff und leicht getüpfelt. Als Profis sprechen wir von der harmonischen Rot-Weiß-Ästhetik.

Damit das Zahnfleisch gesund bleibt, sollten wir nach jedem Zähneputzen zur Mundspülung greifen – die kommt auch überall dorthin, wo die Bürste aufgeben muss. Ein idealer Inhaltsstoff ist dabei Hyaluronsäure – in der Gesichtspflege DER Experte, um die Haut und so auch das Zahnfleisch mit Feuchtigkeit zu versorgen.

3. Anti-Aging

"Auch Zähne altern", weiß der Experte. "Sie spiegeln Gewohnheiten wider. Wer etwa stark knirscht, nutzt sie kontinuierlich ab, sie werden schmerzempfindlicher. Außerdem verdickt und verfärbt sich die innen liegenden Dentinschicht. Die Haupteinflüsse: schlechte Mundhygiene und zuckerhaltige oder färbende Nahrungsmittel", so Dr. Jörgens. Unser Ziel ist es jetzt, sie zu stärken. Neu sind etwa Pasten mit feinsten Silberpartikeln, die stark antibakteriell wirken oder auch CBD-Produkte – sie "betäuben" sensible Stellen.


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4. Fluorid

Kaum ein Wirkstoff wird so viel diskutiert – die einen sagen, er sei krebserregend, die anderen halten ihn für ein Muss in der Zahnhygiene. Dr. Jörgens erklärt:

Fluoride sind definitiv nicht zwingend notwendig.

Allerdings kommen sie in viel zu geringer Konzentration in Pasten vor, als dass sie uns wirklich schaden könnten. Dennoch gibt es Alternativen: "Als bester Alternativstoff gilt nHAp (Nano-hydroxyapatite), praktisch Nanoschmelz. Der kann in höherer Konzentration sogar White Spots (helle Verfärbungen am Zahn) therapiere)."

5. Zahnbürste

Elektrisch oder manuell – welche Variante reinigt eigentlich besser?

Elektrische Zahnbürsten hinterlassen generell saubere Oberflächen und erreichen auch für Ungeübte besser die Zahnhals- und Zwischenraumregionen,

weiß der Arzt.


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Allerdings kann man mit ein wenig Übung auch manuell gut putzen. "Wichtig bei der Bürste sind eine hochwertige Qualität mit abgerundeten Borsten, ein gerades Borstenfeld sowie ein regelmäßiger Wechsel, also alle sechs Wochen", empfiehlt Dr. Jörgens. Und: nie kürzer als zwei Minuten putzen!

 

 

6. Reinigungs-Extras

Interdentalbürstchen, Zungenreiniger & Co. – für die Mundhygiene gibt es ganz schön viele Tools. Ab und an macht es richtig Spaß, sie einzusetzen, es fühlt sich schließlich alles so schön sauber an. Aber Hand aufs Herz – wer hat schon nach jedem Zähneputzen Lust darauf? Der Experte empfiehlt zumindest aber jeden Abend die Profi-Reinigung.

So trägt man immens zur Gesunderhaltung der Mundhöhle bei. Gerade nachts ist die Gefahr höher, dass die Strukturen durch Bakterien geschädigt werden.


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7. Mundziehöl

Seit einiger Zeit sind die kleinen Fläschchen nicht mehr aus dem Drogerieregal wegzudenken – Mundziehöle kommen ursprünglich aus dem Ayurveda und gelten aktuell als DER Trend in Sachen Mundpflege. Dr. med dent. Jörgens erklärt:

Mundziehöl ist ein sehr gutes Mittel – insbesondere mit Kokosöl, alternativ eignet sich aber auch Olivenöl. Sogenanntes Ölziehen wirkt nicht nur antibakteriell, sondern auch gegen Viren und Pilze.

Wichtig ist aber, dass wir das Öl für 20 Minuten im Mund behalten – nur so kann es ideal in die Zahnfleischtaschen einsickern. Und bitte NICHT runterschlucken!

8. Natur pur

Dass wir das Wasser beim Zähneputzen nicht laufen lassen, ist Standard. Dennoch können wir beim täglichen Putzprozess noch etwas mehr für die Umwelt tun. Von zahlreichen Labels gibt es Tools, die aus nachwachenden Rohstoffen hergestellt werden. Und auch Zahnpasten können was – nicht nur innerlich mit veganen und biozertifiziertem Inhalt. Viele Marken stellen ihre Verpackungen aus plastikfreien Alternativen her.

9. Die besten Treatments

Selbst die teuerste Whitening-Paste will nicht helfen? Bitte jetzt nicht übermütig zu Zitronensäure und/oder Backpulver greifen, um die Beißerchen zum Funkeln zu bringen. Der Doktor warnt: "Ja, Backpulver zur Zahnaufhellung funktioniert zwar. Aber wie auch bei der Verwendung von Zitronensaft stellt dies einen Angriff auf die Zahnoberfläche dar. Ich empfehle hier lieber schonendere Alternativen."

  • Schonendes Bio-Bleaching mit künstlichem Zahnschmelz (nHAp): Eine geringe Konzentration Wasserstoffperoxid (H2O2) und hochkonzentriertes nHAp werden auf die Zähne gebracht und diese so schonend aufgehellt (Kosten ab ca. 300 Euro)
  • Zahnfleischtherapie mit Hyaluron: Der Booster verleiht dem Zahnfleisch mehr Volumen, Zahnzwischenräume werden aufgefüllt. Nach nur einer Behandlung gibt's eine sichtbare Verbesserung (um 100 Euro)

Infos unter dentalspecialists.de

10. Reinigung beim Profi

Ich empfehle mehrere professionelle Zahnreinigungen pro Jahr, um die Zähne weiß und gesund zu halten,

erklärt Dr. Jörgens. Denn egal wie gut wir putzen und pflegen, eine natürliche Verfärbung der Oberfläche sowie die (leichte) Bildung von Zahnstein können wir nicht komplett vermeiden. Gerade Lebensmittel und Farbstoffträger wie Rotwein, Kurkuma, Curry, Rote Bete oder auch Beeren verdunkeln laut dem Experten die Zähne.

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