Dirndl-Trends 2018: Länge, Farbe, Bluse und Material sind entscheidend

So wirst du auf den Wiesn zum echten Trendsetter

Welche Farben und Schnitte sind beim Dirndl in diesem Jahr angesagt und welche sollte man besser meiden? Wir werfen einen Blick auf die Dirndl-Trends 2018 …

Mario Gomez und Freundin Carina wählten die Farbe Blau als verbindendes Element, als sie im vergangenen Jahr auf der Wiesn einmarschierten. Edmund Stoiber präsentiert sich in Begleitung seiner Frau in traditioneller Tracht. Schauspielerin Wolke Hegenbarth setzte auf ein knalliges Pink, das die Hauptfarbe ihres Dirndls samt Schürze darstellte. Natacha Tannous, Freundin von Ex-Fußballer Michael Ballack, sorgte im Dirndl im Metallic-Look für Aufsehen. Einmal trug sie Gold, einmal die silberne Variante. Claudia Effenberg glänzte mit einer weißen, transparenten Schürze. Bei Viktoria Lauterbach und Mandy Capristo waren eher die Oberteile aus einem Hauch von Nichts. Transparente, weiße Blusen mit Stickereien trugen die Frauen im vergangen Jahr im Käferzelt. In diesem Jahr denselben Look zu tragen wie im Vorjahr? Ein No-Go. Deswegen lohnt es sich für dich sowie für alle, die um die Gesellschaftsfähigkeit der Dirndl-Tracht wissen, einen Blick in die Dirndl-Trends 2018 zu werfen.

1. Die angesagte Dirndl-Länge

Wer praktisch veranlagt ist und möglichst viele Kombinationsmöglichkeiten des Trachtenlooks anstrebt, der braucht im Grunde nur ein Set an verschiedenen Dirndl-Kleidern im Schrank. Alle in verschiedenen Längen. Alle in einer gut zu kombinierenden Farbe. Darunter gibt’s die Bluse, die zur Saison bzw. zum Wetter passt. Darüber die passende, farbige Schürze.

Ganz egal, ob’s die kombinierbare Kombi ist oder ein Einzelstück, Dirndl gibt es traditionell in diesen unterschiedlichen Längen:

    •    Mini-Dirndl, das circa 50 Zentimeter misst und oberhalb des Knies endet.
    •    Midi-Dirndl, das circa 60 Zentimeter misst und beim Knie endet oder kurz darunter.
    •    Maxi-Dirndl, das circa 90 bis 95 Zentimeter misst und knöchellang getragen wird.

Der Trend des Jahres 2018 ist jedoch ein Zwischenmaß. Das circa 70 Zentimeter lange Dirndl ist zurück. Es reicht bis zur Mitte der Wade und lässt sich zu jedem Anlass tragen. Wer welches Modell tragen kann, entscheidet meist die Figur. Klasse Beine kommen beim Mini- und Midi-Dirndl gut zum Ausdruck. Wer klein ist, sollte kein knöchellanges Modell tragen.


Der Klassiker: Auf ein farblich schlicht gehaltenes Dirndlkleid kommt eine Schürze in knalliger Farbe. Die Mini-Länge hier im Bild ist gut tragbar bei schönen Beinen. pixabay.com © puderundpinsel (CC0 Public Domain)

2. Extravagante Dirndl-Kreationen sorgen für den Wow-Effekt

Ähnlich wie bei der Kombi-Variante schon angedeutet wurde, sind auch in 2018 die Schürzen wieder der Blickfang des Dirndl-Outfits. Erlaubt ist, was gefällt. Diese stylischen Highlights hat die Dirndl-Szene 2018 zu bieten:

    •    Schürzen mit Rüschen und abgerundeten Ecken.
    •    Schürzen, die zweiseitig ein Hit sind, sogenannten Wendeschürzen.
    •    Unterröcke, die ein wenig unter Dirndl und Schürze hervorblitzen.
    •    Petticoat-Unterröcke und Dirndl werden ein Team.

Achtung Signalwirkung: Wer seinen Unterrock zeigt, der sagt damit auch: „Ich bin zu mehr bereit.“ Wer hingegen das Dirndl-Modell aus dem Vorjahr einfach nur umstylen möchte, kann zum Petticoat-Unterrock greifen und die Schürze tauschen. Fertig ist der neue Look.

3. Die Materialwahl ist abhängig vom Anlass


Hochwertige Dirndl haben ihren Preis. Dafür stimmt auch die Materialqualität. Tipp: Für Kinder-Dirndl empfiehlt es sich, auf Baumwolle zu setzen. Diese sind deutlich pflegeleichter. pixabay.com © xxx (CC0 Public Domain)

Hochwertige Materialien werden in der neuen Dirndl-Mode verarbeitet: Spitze, Taft, Brokat und Seide sind häufig zu sehen. Pailletten und Stickereien sorgen für das berühmte i-Tüpfelchen. Besonderheiten gibt es herstellerabhängig: Handgewobene und bestickte Dirndl aus Sari-Stoff sind vergleichsweise exotisch. Die Klassiker sind nach wie vor aus Baumwolle. In der Kombination aus Jeansstoff und Dirndl-Look könnte das Trachtenoutfit noch einen Tick alltagstauglicher werden. Einen Einblick in die möglichkeiten der Dirndl-Mode bietet beispielweise die Alpenwelt.

Diese Materialien sollten zu den folgenden Anlässen gewählt werden:

  • Das Seidendirndl ist die Edelvariante aus Brokat, Samt oder Seide. Diese sehr feinen Dirndl werden abends getragen, zu großen   Feierlichkeiten wie Geburtstagen oder Hochzeiten.
  •  Das Leinendirndl ist Fluch und Segen gleichermaßen. Im Sommer sorgt es für Kühlung. Dafür aber gibt es das ganze Jahr über Knitterfalten auf dem Dirndl.
  • Das Waschdirndl wird als Anfängermodell bezeichnet, denn es ist die pflegeleichte Variante aus Baumwolle. Wer über ein Modell wie dieses verfügt, muss nicht zur Wäscherei, sondern kann das Dirndl einfach in die Waschmaschine geben.
  •  Im Festzelt ist das leichte Sommerdirndl eine gute Wahl. Durch Schunkeln, Tanzen und nicht zuletzt das zünftige Zuprosten wird es in wärmeren Stoffen regelmäßig zu heiß.

4. Jede Dirndlbluse ist halblang

Eine richtige Dirndlbluse endet unter der Brust, mit einem sogenannten Unterbrust-Gummiband. Während die Farbe der Schürze für Aufsehen sorgt oder in gedeckten Farben gewählt wird, zeigt ein Blick auf die Bluse die Details: Die sommerliche Variante, die anzeigt, dass die Trägerin Lust auf einen Flirt hat, ist besonders offenherzig geschnitten und zusätzlich mit einer Stickerei besetzt. Die hochgeschlossene Variante hingegen zeigt an, dass das Dirndl aus traditionellen Gründen getragen wird, ohne zu viel des Dekolletees zeigen zu wollen. Tipp: Schlichte Blusen sind ein Allrounder. Sie können im Privaten häufiger getragen werden. Auffällige Varianten aus meist durchsichtigem Organza oder mit vielen Rüschen sind für Feiern und Feste geeignete.

Neu in 2018 sind farbige Dirndlblusen. Schwarz, Weiß und Creme waren die Farben bis dato. Rot, Grün und Türkis sind ab sofort verfügbar. Styling-Tipp: Wer eine Blusenfarbe wählt, die Ton in Ton die Farbe der Schürze aufgreift, beweist Modebewusstsein. Auch sollte bei der farbigen Bluse eine hochwertige Qualität gewählt werden. Sonst wirkt das farbige Dirndl nicht wie eine Tracht sondern wie eine billige Verkleidung aus dem Kostümverleih. Wer auf klein-karierte Trachtenblusen setzt, kann diese auch außerhalb Bayerns häufig tragen. Sie gelten als die alltagstauglichste Blusenvariante.