Gefängnisstrafe droht: Frankreich kämpft weiter gegen Magermodels

Unsere französischen Nachbarn machen sich stark gegen krankhafte Modelmaße

Frankreich verstärkt Gesetze gegen Magermodels. Krankhaft dünne Models sollen künftig nicht mehr laufen dürfen.
  Models müssen ein ärztliches Attest vorweisen.
  Dieses muss ihnen einen gesunden BMI attestieren.

Mit einer Größe 34 gilt man in Modelkreisen nicht selten schon als zu wohlproportioniert für den Laufsteg - so perfide und erschreckend das klingt, so wahr ist es leider. Noch immer geben hervorstehende Knochen, schwindelerregend dürre Körper und BMIs weit unter der Normalgrenze den Ton an. In Frankreich soll damit jetzt Schluss sein!

Untergewicht ist leider noch immer internationaler Standard

Knochige Körper wohin man schaut, hervortretende Hüftknochen und Schlüsselbeine und Arme und Beine, die eher an Zahnstocher denn an normal gebaute Gliedmaßen erinnern: Bei Fashion Weeks gilt es noch immer als schick, möglichst dünn zu sein - krankhaft dünn wohl leider in den meisten Fällen. Denn auch wenn Models uns immer wieder klar machen wollen, dass sie ganz normal essen, de facto ist das kaum möglich.

Frankreich verschärft Gesetze

Um dem Magerwahn bei Fashion Weeks jetzt Schritt für Schritt ein Ende zu setzen, wurde in Frankreich am vergangenen Donnerstag, 17. Dezember, ein Gesetz bestimmt, das Arbeitgeber in die Pflicht nimmt, sich um die Gesundheit der beschäftigten Models zu kümmern. Demnach sollen nur noch Mädchen über den Catwalk laufen dürfen, die ein ärztliches Attest vorweisen können. Der „Gesundheitszustand des Mannequins hinsichtlich seines Körpermaßindex (KMI)" muss  „kompatibel mit den beruflichen Anforderungen" sein - bei Nichteinhaltung drohen sechs Monate Haft und 75.000 Euro Strafe!

Ob sich Modeschöpfer, die gerade bei der Pariser Fashion Week immer wieder auf extrem schlanke Models setzen, daran halten werden, bleibt abzuwarten - ein Schritt in die richtige Richtung ist es allemal!