Haute Couture Paris, Tag 2: So sieht Dior ohne Raf Simons aus!

Kann das Modehaus ohne das belgische Designwunder überzeugen?

Die wohl mit am meisten Spannung erwartete Show fand am zweiten Tag der Haute Couture Paris Woche statt. Nach dem überraschenden Weggang von Raf Simons im Oktober 2015 fragte sich die Modewelt, wie Dior ohne die kreative Federführung des belgischen Designers aussehen würde.

Zwei Schweizer und ein Belgier

Serge Ruffieux, schon seit sieben Jahren für Dior tätig, und Lucie Meier, die zuvor bei Balenciaga und Louis Vuitton arbeitete, mussten in wahrlich große Fußstapfen treten, immerhin hatte Raf Simons fast vier Jahre lang die kreativen Geschicke bei Dior geleitet - und das mehr als erfolgreich, bis er völlig überraschend im letzten Jahr seinen Rücktritt verkündet hatte. Und wie war sie nun, die Kollektion, die die beiden Schweizer nun erstmals für Dior gemeinsam entworfen haben und am zweiten Tag der Haute Couture Paris Woche präsentierten?

Dior Haute Couture Spring/Summer 2017

Die Kollektion war vor allem eines: eine Reminiszenz an Raf Simons. Von Innovation war wenig zu erkennen. Viele Details aus vergangenen Kollektionen wurden wieder aufgegriffen. Die Farbpalette spielte sich in eher dunklen Tönen ab. Schwarz, Navyblau und Weiß wurden ergänzt durch Senfgelb und einige knallige Orange-Akzente.

So stilsicher sich Ruffieux und Meier stellvertretend für das gesamte Designteam auch präsentierten, die Frage bleibt: Wer wird Diors nächster Kreativdirektor?