­Mode und Accessoires selber machen – ein Guide für Einsteiger

Die besten DIY-Ideen für dein Zuhause

Wer gerne ein wenig grüner leben möchte, Lust hat, sich kreativ zu betätigen und sich schon immer einmal das perfekt sitzende Kleidungsstück anfertigen lassen wollte, sollte sich einen Ruck geben und versuchen, zumindest einen Teil des zukünftigen Kleiderschrankinhaltes mit selbsthergestellter Kleidung zu füllen. Unser Guide gibt einen Überblick über die wichtigsten Dinge, die Einsteiger dazu beachten müssen.

Eigentlich komisch: In einer Zeit, in der es wieder angesagt ist, eine eigene Meinung zu haben, einen Standpunkt zu beziehen und individuell zu sein, passen sich jene, die diese Philosophie am meisten propagieren, doch wieder an und bilden eine abgegrenzte Gruppe. Was die Mode angeht, sind die Hipster und ihre Begleiterscheinungen vorne mit dabei. Wer keinen Jutebeutel trägt und wer kein Rennrad fährt oder wer sich gar auf neuen Schuhen und nicht auf ausgelatschten Sneakers fortbewegt, kann kein Individualist sein.

Längst scheint sich diese Philosophie mit ihren eigenen Mitteln selbst bekämpft zu haben. Umso dringender, dass es wieder Menschen gibt, die sich trauen, gewisse Werte zu vertreten, ohne diese wie Paradiesvögel zur Schau tragen zu müssen. Denn letztlich ist man für sich und die Umwelt nachhaltig und nicht, um auf Instagram und Facebook eine ähnlich gesinnte Community zu gewinnen, die in Form von virtuellen Komplimenten den Selbstbestätigungsmotor füttert.

Warum es sinnvoll ist, sich die eigene Kleidung selbst herzustellen

Zunächst einmal ist zu sagen, dass niemand sich seine Kleidung selbst herstellen muss. Das Ganze sollte zu keinem Zwang werden, sondern Spaß machen. Wer sich überhaupt nicht vorstellen kann, selbst Nadel und Faden in die Hand zu nehmen, kann auch einfach darauf achten, Mode zu kaufen, die unter fairen Bedingungen hergestellt wurde. Damit ist schon einmal ein Schritt in die richtige Richtung getan. Noch besser aber ist es, sich Stoff, Garn und Zubehör selbst zu kaufen und zu erfahren, wie es ist, selbst eine Hose oder ein Shirt zu nähen.

Denn dabei entsteht meist auch ein Gefühl dafür, wie zeitaufwendig und schwierig es eigentlich ist, ein Kleidungsstück herzustellen. Damit einher geht dann automatisch die Erkenntnis, dass ein extrem günstiges Hemd aus einem Laden auf Kosten anderer produziert worden sein muss. Anders kann ein sehr günstiger Preis nicht zustande kommen. Ein Großteil der Kleidungsstücke, die in Deutschland gekauft werden, stammen aus dem Ausland. Und viele davon sogar aus Billiglohnländern, in denen Arbeiterschutz und Umweltstandards sowie eine angemessene Bezahlung nicht als wichtig angesehen werden.

Mehr Individualität geht nicht

Wer seine Kleider selbst herstellt, kann außerdem genau die Materialien verwenden, hinter denen er sowohl modisch als auch ethisch steht und deren Qualität überzeugen. Mode, die in herkömmlichen Geschäften gekauft wird, hat nicht selten eine minderwertige Qualität und geht bereits nach mehrmaligem Tragen kaputt oder es beginnen sich Nähte aufzulösen. Für die selbsthergestellte Kleidung aber ist man auch selbst verantwortlich und bestimmt somit die Langlebigkeit durch die entsprechend aufwendige und genaue Verarbeitung.

Nicht nur lässt sich durch DIY-Mode genau der persönliche Geschmack bedienen und es lässt sich genau das Kleidungsstück herstellen, dass man sich vielleicht schon immer in einem Modegeschäft erhofft hat, dieses Kleidungsstück lässt sich vielmehr auch noch in der perfekten Größe anfertigen. Gerade, wer zum Beispiel sehr schlank ist, dafür aber mit extra langen Beine ausgestattet ist, hat es mit Hosengrößen nicht immer leicht und greift vielleicht auf unstylischere Alternativen zurück. Das Selbermachen bietet dann den optimalen Ausweg aus dem Mode-Dilemma.
Letztlich lässt sich auf Dauer mit selbsthergestellter Kleidung sogar auch ein wenig Geld sparen. Denn zwar sind die ersten Anschaffungen von Stoffen, Schnittmustern, Nadeln, Faden und eventuell auch einer Nähmaschine nicht immer ganz günstig, nach einiger Zeit aber rechnet sich das Ganze und zahlt sich eben auch durch die Qualität der Stücke aus, über die man selbst bestimmen kann.

Die erste Nähmaschine

Welche Funktionen muss sie haben?
Wer zumindest semiprofessionell anfangen möchte, seine Kleidung selbst zu nähen und nicht nur ein wenig zu verzieren und zu verschönern, wird nicht darum herumkommen, sich eine eigene Nähmaschine zuzulegen. Doch keine Angst – erstens gibt es Einsteigernähmaschinen meist schon für rund 70 bis 80 Euro (gebraucht sogar noch günstiger) und zweitens ist das Nähen mit einfachen Modellen auch gar nicht so schwierig. Denn viele Einsteigermaschinen verfügen über Funktionen, die einem das Zurechtkommen am Anfang erleichtern.

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So sollte darauf geachtet werden, dass die erste Nähmaschine zum einen über mehrere Nähprogramme und Stiche verfügt. Dazu gehören:

  • Geradstich
  • Heftstich
  • Zickzackstich
  • Diverse Zierstiche

Zum anderen erleichtern eine automatische Fadenspannung und ein einfacher Nähfußwechsel oder eine Einfädelhilfe Einsteigern die ersten Nähversuche. Die meisten Nähmaschinen verfügen über diese Grundfunktionen. Allerdings sollten Anfänger eben genau darauf achten.

Woher bekommt man die richtige Nähmaschine?

Ganz egal, wo die Nähmaschine gekauft wird, wichtig ist vor allem, auf die richtige Marke zu achten. Denn damit der Helfer auch wirklich bei der Produktion möglichst vieler Kleidungsstücke dienen kann, sollte man einschlägige Hersteller mit Renommee wählen und nicht auf Billig-Modelle setzen. Denn nur mit einer hochwertigen Nähmaschine lassen sich auch hochwertige Kleider produzieren.

Außerdem gibt es auf eine Nähmaschine aus bekanntem hause oftmals sogar 10 Jahre Garantie, die es verhindert, im Schadensfall eine böse Überraschung zu erleben. Prüfsiegel an der Unterseite der Maschine oder als Beilage klären Einsteiger außerdem darüber auf, ob es sich bei dem Modell um ein zugelassenes und kontrolliertes Produkt oder um Ramsch handelt, von dem lieber die Finger gelassen werden sollte.

Vom Re- und Upcycling: Umweltbewusste und nachhaltige Mode

 1.    Alte Kleidung verändern und aufpeppen
Wem seine alten Kleider zu langweilig sind oder wer Geld sparen möchte, sich aber noch nicht in der Lage fühlt, ein komplett eigenes Design zu entwerfen und sich ein Kleidungsstück von Grund auf selbst zu nähen, der kann auch einfach alte Kleider nehmen und diese verändern und verschönern. Upcycling nennt sich die Mode, die nicht erst seit einigen Jahren wieder angesagt ist, sondern eigentlich schon seit Jahrzehnten immer wieder aufkommt. Die meisten, die das Ganze noch nie ausprobiert haben, werden sich wundern, mit was für einfachen Mitteln sich oft schon ein erstaunlicher Effekt erzeugen lässt.

Eine der einfachsten DIY-Ideen ist es, eine alte Hose, deren Länge und Schnitt einem vielleicht nicht mehr gefällt, bis zu den Knöcheln zu kürzen. Es reicht ein grober Abschnitt mit einer Schere. Nach dem ersten Waschen wird die Schnittstelle von alleine ausfransen und schon hat sich eine beliebige Jeans in eine lockere Hippie-Hose verwandelt, die besonders im Sommer zu Sandalen oder Sneakers lässig zu tragen ist.

Recht simpel ist es beispielsweise auch, bunte Reißverschlüsse an Hosen, Pullover oder auch Jeansjacken zu nähen, um Akzente zu setzen. Ob diese nun einen reinen Schmuckaspekt erfüllen oder anstatt einer Naht eingesetzt werden, um als zusätzlicher Reißverschluss beispielsweise im Schulterbereich eines Pullovers zu dienen, bleibt jedem selbst überlassen.

Leicht zu verwirklichen sind außerdem kleine Accessoires, die an die Kleidung angebracht werden und die dabei nicht einmal genäht werden müssen. Nieten, Pins, Buttons, Holzperlen und Bügelpatches sind hier die beliebtesten. An eine simple einfarbige Jacke angebracht werten sie diese meist schon deutlich auf. Einfach einmal ausprobieren!

 2.    Mit alten Kleidern ein neues Stück herstellen
Manche Kleider lassen sich vielleicht stilvoll ergänzen und umändern, meistens ist es aber doch so, dass einem ein älteres Kleidungsstück überhaupt nicht mehr gefällt und auch ein Bügelpatch oder einige Nieten langfristig nichts an dieser Tatsache ändern können. Dann gilt es, mutig zu sein und ein ganz neues Stück zu erschaffen. Wie das am einfachsten geht? Indem mehrere ähnliche Teile kombiniert werden und daraus ein neues Kleidungsstück entsteht.

Im Gegensatz zum reinen Verzieren der Kleidung sind hierfür natürlich einige weitere Fähigkeiten gefordert. Ohne eine Nähmaschine wird es hier schon schwierig und auch mit Schnittmustern und mit dem eigenen Körperbau sollte man sich befassen. Passend zu den individuellen Proportionen kann so das neue Kleidungsstück am vorteilhaftesten gestaltet werden. So ist es garantiert, dass etwa ein aufwendiges Kleid aus vielen verschiedenen Stoffresten die anstrengende Arbeit auch wert war und am Ende optimal am eigenen Körper sitzt. Jeder Figurtyp hat dabei seine ganz eigenen Besonderheiten, die mit dem richtigen Schnitt passend in Szene gesetzt werden können. Während ein A-Linien Kleid zum Beispiel durch seine Luftigkeit generell für alle Figurtypen geeignet ist, sind figurbetonte Kleider in erster Linie optimal für schlanke Taillen.

Der Londoner Mode-Designer Gary Harvey macht es vor: Er kreiert aus T-Shirts, alten Mänteln und Jeans extravagante Abendroben, die einerseits die alten Kleidungsstücke noch erkennen lassen, andererseits aber wie kostbare Kunstwerke wirken, die auch auf den größten Laufstegen rund um die Welt für einen echten Hingucker sorgen würden.

Wem das Kreieren eines ganz neuen Kleides noch eine Spur zu schwierig ist, der kann beispielsweise auch einfach zwei T-Shirts kombinieren, indem etwa Stoffstreifen des einen Shirts in die Seitenpartie oder an den Rücken des anderen Shirts genäht werden, um Kontraste zu setzen und das Basic-Shirt aufzuwerten. Auch eine kleine Tasche an der Brust sorgt hier mitunter schon für ein echtes Highlight. Das Praktische: Selbst Anfänger können hierbei kaum etwas falsch machen und ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

 3.    Accessoires selbst basteln
Besonders viel Spaß kann auch das Basteln und Herstellen von Accessoires machen. Oft ist hier noch mehr Freiraum in der Gestaltung möglich, da es nicht ganz so viel Mut und Überzeugung kostet, ein selbstgemachtes Armband eine ausgefallene Tasche oder einen Hut zu tragen, wie etwa ein Kleid aus diversen Jeansresten oder Mantelstücken.

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Und gerade eine selbstgemachte Tasche kann mit etwas Fingerfertigkeit und den richtigen Materialien zu einem echten Hingucker werden. Das Tolle daran ist, der ganze Spaß muss nicht einmal viel kosten. Stattdessen lässt sich eine sogenannte „Candy Wrapper Bag“ beispielsweise aus alten Zeitschriften oder Verpackungsmaterial herstellen, das dadurch recycelt wird und so eine sinnvolle neue Verwendung findet.Bereits mit drei Zeitschriften, zwei Tesabändern, einem Cutter sowie Nadel, Faden und Schere – also Materialien, die in den meisten Haushalten sowieso vorhanden sind – lässt sich eine wirklich coole und vernünftig große Wrapper Bag basteln, in die Portemonnaie, Materialien für Schule, Uni oder Arbeit sowie etwa Schminktasche und sonstige Sachen passen.

Die Möglichkeiten solche Accessoires herzustellen, dabei Geld zu sparen und aus alten Materialien neue und schöne Unikate herzustellen sind riesig. Von den wenigsten allerdings weiß man etwas, bevor man sich informiert hat. Bei Interesse lohnt es sich, das Internet einfach einmal nach DIY-Accessoires zu durchforsten und sich Inspiration auf diversen Websites und Fashion-Blogs zu holen.

Stricken lernen

Eine Alternative zum Nähen mit der Maschine oder eventuell auch eine Ergänzung, bildet das Stricken. Einige denken vielleicht immer noch, dass das Stricken etwas für alte Omas ist, die ihren Enkeln warme Handschuhe oder einen Schal stricken, den diese nicht einmal gerne anziehen, weil er uncool ist. Doch dieses Klischee sollte eigentlich längst überholt sein – sieht man doch in den Straßen der Innenstadt inzwischen auch die am stylischsten gekleideten Menschen nicht nur mit warmen gestrickten Schals, sondern auch Pullovern aus feinstem Kaschmir oder Pullovern aus Merinowolle herumlaufen.

Vieles davon ist gestrickt, das wenigste aber vermutlich selbst. Dabei lässt sich hier – vor allem, wenn es sich um teures Kaschmir oder Alpaka handelt – eine Menge Geld sparen und zudem auch noch das individuell perfekte Stück herstellen.

Hinzu kommt der Aspekt des Strickens selbst: Das Klischee, Stricken sei etwas für alte Omas kommt nicht von ungefähr. Denn diese Handarbeit ist tatsächlich eine sehr ruhige und beruhigende Angelegenheit. Da sich aber in der heutigen hektischen Zeit auch immer mehr junge Menschen nach einer Rückzugs- und Entspannungsmöglichkeit, einem Ausgleich zum stressigen Alltag sehnen, bietet das Stricken gerade hier eine wunderbare Alternative zu Meditation, Yoga und sonstigen Tätigkeiten. Wer schon einmal die Nadeln hat klappern lassen und die ersten Maschen aneinandergereiht hat, um zu sehen, wie nach und nach das neue Lieblingsstück entsteht, der weiß, wie beglückend und entspannend das Stricken wirklich sein kann.

Das Tolle ist, dass das Stricken gar nicht so schwierig ist, wie viele vielleicht denken. Denn man braucht zum einen nicht viel Material: Die gewünschte Wolle in der Lieblingsfarbe und die richtigen Nadeln zum Stricken reichen aus. Zum anderen sollte sich Internet nach einer Schritt-für-Schritt Anleitung umgeschaut werden (hier gibt es unzählige – zu empfehlen sind vor allem Videos oder Anleitungen mit aussagekräftigen Bildern), die auch die Begriffe Abketten, Maschenanschlag, Maschenkette und Randmasche bald zu normalen Alltagsbegriffen werden lässt.

Mit ein wenig Übung und Zeit wird auch der Unbegabteste merken, dass Stricken kein Hexenwerk ist und kann anfangen, sich zunächst einfachere Dinge, wie eine Mütze oder einen Schal und später vielleicht sogar Handschuhe und einen Pullover zu stricken.

Von Batik und Bleaching

Kleider, wie die Hippies
Die Hippies sind sicherlich für vielerlei verschiedene DIY-Kleidungsstücke bekannt. Seien das ausgefranste Hosen mit Blümchenaufnähern und Bügelmotiven diverser Krautrock-Bands, Jacken mit Fransen und Kettchen oder ausgebleichte Jeans mit Schlag. Ganz vorne allerdings stehen für die Hippie-Kultur wohl die Batikshirts: Anfangs meist einfarbigen T-Shirts, die durch selbst vorgenommenes Einfärben zu psychedelisch-bunten Hinguckern werden. Das Färben funktioniert übrigens ganz einfach:

1.)    Zunächst wird ein passendes Kleidungsstück ausgewählt, am besten ein einfarbiges Shirt (weiß ist für einen schönen Farbverlauf optimal), das an einigen Stellen verknotet oder mit Schnur umwickelt oder umklebt wird. Die Stellen am Kleidungsstück die beispielsweise abgeklebt werden, bleiben nach dem Färben heller oder sogar ganz weiß.

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2.)    In einen Eimer werden nun knapp vier Liter Wasser gefüllt und Textilfarbpulver hinzugefügt. Diverse Hersteller bieten Textilfarben an, die wunderbar für das Batiken geeignet sind. Die Farbe wird im Eimer gut umgerührt und das vorbereitete Kleidungsstück anschließend hineingegeben.

3.)    Manche Kleider sind zu leicht und bleiben nicht unter Wasser, weshalb es von Vorteil sein kann, einige Steine oder andere Dinge zur Hand zu haben, mit denen sich die Sachen im Eimer beschweren lassen. Anschließend ist ein wenig Geduld gefragt. Je nach Packungsangaben müssen die Kleider dann rund eine Stunde lang baden. Je länger der Stoff im Wasser bleibt, desto intensiver fällt letztlich natürlich auch das Ergebnis aus.

4.)    Noch einmal muss das gebatikte Stück baden, diesmal allerdings in einem Fixierbad, das genau wie die Farbe einfach in einen Eimer gegeben wird. Knapp 15 Minuten im Fixierbad reichen in der Regel aus.

5.)    Abschließend sollte das Kleidungsstück von Klebeband, Schnur oder Sonstigem befreit und noch einmal gut ausgewaschen werden, bis das Wasser schön klar ist und sich keine Farbe mehr löst. Nun nur noch trocknen lassen und schon ist das neue Lieblings-Hippieteil anziehfertig.

So lassen sich Jeans & Co. richtig bleichen

Wer dagegen einfach nur seine Jeanshose oder -jacke ein wenig verändern möchte, kann dies durch das Bleachen – das Ausbleichen bestimmter Stellen – recht einfach erreichen. Dunkelblaue Hosen lassen sich damit im Handumdrehen aufhellen und mitunter in eine hellblaue Jeans oder eben in eine stylisch ausgewaschene Jeans verwandeln.
Am besten funktioniert das Ganze mit Jeansstoff, Baumwolle, Viskose, Leinen und Polyester. Wichtig ist, dass das entsprechende Kleidungsstück keine Risse oder Löcher hat, da die Bleiche die Ränder anfressen und die Löcher sich dadurch schnell vergrößern könnten. Anschließend gilt es, sich zu entscheiden, ob das ganze Kleidungsstück oder nur Teile gebleicht werden sollen.

Ähnlich wie beim Batiken werden im zweiten Fall Teile des Kleidungsstückes abgebunden, damit diese Stellen sich nach dem Bleichen von den anderen unterscheiden. Auch der restliche Prozess läuft ganz ähnlich wie beim Batiken ab, außer dass beispielsweise die dunkle Jeans mehrere Stunden in der Wanne oder im Eimer gelassen werden muss, um eine gewünschte Bleichwirkung zu erzielen.

Neben dem Tränken in der Bleiche besteht auch die Möglichkeit, Kleidungsstücke durch das Aufsprühen des Bleichmittels an ganz bestimmten Stellen aufzuhellen. Und auch ein Bleichen in der Waschmaschine ist möglich. DIY-Anleitungen hierfür gibt es ebenfalls zahlreich im Netz oder in diversen Bastelbüchern.

Weitere Tipps für DIY-Kleidung

  • Den Einstieg in die DIY-Mode finden die meisten Menschen vor allem über T-Shirts und Pullover. Wer sich noch nicht sicher ist, ob ihm das ganze Thema überhaupt liegt und ob sich etwa die Anschaffung einer Nähmaschine lohnen könnte, der sollte einfach einmal versuchen, ein paar Perlen oder Patches an einem älteren Oberteil anzubringen. Wer merkt, dass er ein Auge für das Gestalten hat und wem das Ganze Spaß macht, der kann nach und nach sein Repertoire aufstocken.

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  • Oft sind eine bestimmte Zeit lang und zu einer bestimmten Jahreszeit ganz bestimmte Kleidungsstücke, Farben oder Schnitte besonders angesagt. Wer seine Freunde oder Freundinnen beeindrucken möchte, sollte sich auf Blogs oder einfach in der Fußgängerzone nach solchen aufkommenden Trends umschauen und kann anschließend versuchen ein eigenes Kleidungsstück, passend zu diesem Trend, zu entwerfen. Wer schon etwas Übung hat, dem gelingt mitunter ein Teil auf das alle anderen mehr als neidisch sein werden.
  • Schon mit Nagellack lassen sich Kleidungsstücke verändern und individualisieren – Brillen zum Beispiel: Einfach eine fancy Nagellackfarbe auswählen und damit kleine lustige Symbole, wie Herzchen oder Sterne an den Rand der Gläser selbst oder auf das Gestell malen und den Lack anschließend trocknen lassen. Wer sich von den Dingen, die zu Hause so herumliegen, inspirieren lässt, dem fallen schnell noch mehr solcher einfacher Möglichkeiten auf. Einfach loslegen und kreativ werden!