Trauzeugin?

So findest du das perfekte Kleid für die Hochzeit.

Wenn Geschwister oder Freunde heiraten, ist die Wahl zur Trauzeugin eine ganz besondere Ehre. Da darf das perfekte Outfit für die Hochzeit natürlich nicht fehlen.

Der Sommer hat auch dieses Jahr wieder das Hochzeitsfieber geweckt, nicht nur bei Justin Bieber und Hailey Baldwin. Manche Frauen sind wie Katherine Heigl in „27 Dresses“ scheinbar zur ewigen Brautjungfer auserkoren. Andere haben vielleicht selbst schon geheiratet und werden plötzlich von der Schwester oder einer guten Freundin gefragt, ob sie nicht als Trauzeugin fungieren möchte. Eine Frage, die du als ganz besondere Ehre begreifen kannst, denn die Trauzeugin steht der Braut in der Regel besonders nah und soll dementsprechend auch eine einzigartige Rolle an deren großen Tag spielen. Im Gegensatz zu den Brautjungfern, bei welchen es sich klassischerweise um unverheiratete Frauen handelt, kann die Trauzeugin frei gewählt werden – unabhängig von Familienstand, Verwandtschaftsgrad & Co. Dementsprechend schwierig ist die Entscheidung häufig für die Braut. 

Trauzeugen – keine Pflicht, aber Tradition

Wie der Name bereits sagt, fungieren Trauzeugen in erster Linie als Zeugen bei der Hochzeit. Sie sollen des Eheversprechen hören, bezeugen und das Paar gegebenenfalls in schwierigen Zeiten wieder daran erinnern. Es gibt dementsprechend zumeist zwei Trauzeugen beziehungsweise Trauzeuginnen: Einer wird vom Bräutigam bestimmt und eine von der Braut. Was viele Menschen allerdings nicht wissen ist, dass die Pflicht zur Benennung von Trauzeugen bei einer standesamtlichen Trauung bereits im Jahr 1998 abgeschafft wurde.  Das Brautpaar braucht für die Eheschließung also genau genommen keine Trauzeugen mehr – anders bei einer kirchlichen Trauung. Wieso also gibt es trotzdem bei fast jeder (standesamtlichen) Hochzeit immer noch Trauzeugen? Ganz einfach: Es ist Tradition und diese Tradition ist vielen Brautpaaren wichtig. Schließlich kommen den Trauzeugen einige wichtige Aufgaben zu und wer keine Trauzeugen hat, steht schlichtweg vor der Frage: Wer übernimmt diese Aufgaben stattdessen? 

Deine Pflichten als Trauzeugin

Wurdest du als Trauzeugin auserkoren, kannst du natürlich „Nein“ sagen – jedoch empfinden die meisten Frauen diese Wahl als Ehre und nehmen diese besondere Rolle daher auch gerne ein. Als Trauzeugin organisierst du den Junggesellinnenabschied, hilfst bei der Auswahl des Brautkleides, unterstützt das Brautpaar bei der Hochzeitsplanung und überreichst die Trauringe, um nur einige klassische Aufgaben der Trauzeugin zu nennen. Fakt ist also: Auch am Tag der Tage nimmst du eine besondere Rolle ein und erlangst somit mehr Aufmerksamkeit als die anderen Gäste. Du stehst neben dem Brautpaar im Mittelpunkt und möchtest daher gewiss auch modisch einen perfekten Auftritt hinlegen. Wie also sieht das perfekte Outfit als Trauzeugin aus?

Die Qual der Wahl: Outfit für die Hochzeit finden

Auch für die Trauzeugin gilt bei der Hochzeit natürlich: Die Farbe Weiß ist absolut tabu, denn diese gehört einzig und allein der Braut. Dennoch bleiben dir zahlreiche Möglichkeiten, wie du dein Outfit am Tag der Tage gestalten kannst. Bestenfalls besprichst du deine Wahl vorab mit der Braut und lässt diese von ihr absegnen, damit es hinterher keine Streitigkeiten gibt oder sie den eventuellen Blumenstrauß, den einige Trauzeuginnen erhalten, farblich auf dein Outfit abstimmen kann. Obwohl selbstverständlich die Braut im Mittelpunkt stehen sollte, darf dein Look als Trauzeugin durchaus etwas extravaganter und festlicher sein, als du dich vielleicht normalerweise auf eine Hochzeit anziehst.

Klassisch oder modern?

Kleid? Nein, danke! Wenn du so denkst, kannst du natürlich auch stattdessen zu einem schicken Hosenanzug oder einer Kombination aus einer schwarzen Stoffhose und einer schicken Bluse greifen. Niemand ist verpflichtet, an einer Hochzeit ein Kleid zu tragen – nicht einmal die Trauzeugin. Schlussendlich musst du dich mit deiner Wahl natürlich wohlfühlen. Dennoch ist vielen Bräuten die klassische Wahl eines Kleides bei ihrer Trauzeugin lieber und ein solches wirkt oftmals festlicher als eine Kombination mit Hose oder Rock. Wer also gerne Kleider anzieht, darf sich für den Auftritt als Trauzeugin ein besonders schönes Exemplar zulegen. Aber welches?

Auf die Feier kommt es an

Im Gegensatz zu den anderen Gästen hast du im Vorhinein viel mehr Einblicke, wie die Feier ablaufen wird. Du kannst also auch problemlos einschätzen, ob es ein luxuriöses Fest in einem Schloss mit elegantem Ambiente wird oder eher ein Barbecue im Garten des Brautpaares. Zudem kennst du vermutlich das ausgewählte Brautkleid und kannst dich auch daran orientieren. Dein Outfit muss nämlich zum Look der Hochzeit passen, sprich bei einer schlichten Feier ist auch eher ein schlichtes Kleid geeignet. Taucht die Braut hingegen als Prinzessin auf und heiratet im Schloss, darf auch dein Outfit gerne bodenlang, funkelnd oder in einer strahlenden Farbe gestaltet sein. Wie bereits erwähnt, darfst du strahlen, nicht aber die Braut überstrahlen.

Zu viel Haut zeigen ist ein Tabu

Als absolutes No-Go gelten zudem Kleider, welche zu viel Haut zeigen. Ein tiefer Ausschnitt, ein freier Rücken sowie der hohe Schlitz am Bein sind in Kombination auf jeden Fall zu viel des Guten. Gerne kann dein Kleid sexy geschnitten sein, keine Frage. Doch es sollte niemals „billig“ wirken oder die Blicke weg von der Braut und hinüber in deinen Ausschnitt lenken, wenn du bei der Trauung neben ihr stehst. Stilvolle Zurückhaltung, so lautet also das Motto. Tauchst du hingegen zu schlicht auf, erweckst du vielleicht den Eindruck, die Hochzeit sei kein besonderer Anlass für dich. Klingt kompliziert? Nun, niemand hat behauptet, die Trauzeugin hätte es mit der Kleiderwahl einfach. Ein gut sitzendes, elegantes Kleid wie ein Etuikleid von FOUR FLAVOR Berlin, eine ordentliche (Hochsteck-) Frisur und etwas Makeup, um nicht ganz so müde auszusehen, gelten als Minimum für den gelungenen Auftritt als Trauzeugin.

Wenn Ratlosigkeit herrscht…

…kannst du einfach die Braut fragen. Wie bereits erwähnt, solltest du deine Kleiderwahl ohnehin mit ihr abstimmen. Zumindest, wenn es auch noch Brautjungfern gibt, möchten viele Bräute die Kleider dieser „besonderen“ Personen an ihrem großen Tag nämlich farblich sowie stilistisch aufeinander abstimmen. Manchmal geben sie sogar exakt vor, was du tragen sollst – dennoch hast du natürlich ein Mitsprache- beziehungsweise Veto-Recht. Am besten, ihr geht einfach gemeinsam Kleider shoppen und so findet ihr gewiss ein Outfit, welches euch beiden gefällt!