Unisex und androgyne Mode

Eine moderne Erfolgsstory

Die Mode verändert sich stetig, ständig kommen und gehen neue Trends, häufig werden alte Kassenschlager wieder reaktiviert. In der Geschichte der modernen Mode gab es daher viele kleinere Neuerungen und große Zäsuren.

Eine der interessantesten Entwicklungen ist die Aufhebung der strikten Geschlechtertrennung in der Mode und die damit aufkommende Erscheinung der Unisex-Klamotten. Wir geben einen Überblick über die Bedeutung und die Geschichte der Kleidung, die sich nicht klar einordnen lassen möchte.

Unisex – eine Begriffserklärung

Zuerst einmal stellt sich die Frage, was Unisex überhaupt ist und was der Begriff im Detail bedeuten kann. Das "uni-" steht, wie in Universal, dafür, dass es für alles gültig ist. Und "sex" bedeutet im Englischen einfach Geschlecht. Unisex steht also für alles, was sich nicht eindeutig einem bestimmten Geschlecht zuordnen lässt oder übergreifend für alle gültig ist.

Diese Bedeutung übernimmt der Begriff in allen möglichen Aspekten des Lebens, die traditionell oder auch nur gegebenenfalls einer Geschlechtertrennung unterliegen. So sind beispielsweise Einrichtungen wie öffentliche Toiletten möglicherweise Unisex, aber auch Vornamen wie Kim können für Personen jeglichen Geschlechts eingesetzt werden.

Doch in diesem Artikel soll es ganz spezifisch um einen Aspekt gehen, der von jeher einer strikten Trennung nach Geschlechtern unterliegt: Kleidung und Mode. Besonders in den letzten Jahrhunderten gab es, insbesondere in höhergestellten Kreisen der Gesellschaft, klare Regeln wie sich Frauen und Männer zu kleiden hatten.

Auch heute noch ist die Modewelt größtenteils getrennt in Kleidungsstücke, die entweder klar maskulin oder klar feminin gestaltet sind. Die Zweiteilung, wie man sie in vielen Filialen von Modehäusern beobachten kann, stellt sicher, dass man sich beim Einkaufen auch keinesfalls auf die falsche Seite verirren kann.


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 Doch es gibt ein wichtiges Phänomen, das eine Brücke schlägt: Unisex-Mode. Im Grunde bedeutet das also nicht anderes, als Kleidung, die ohne eine klare Geschlechterzuweisung auskommt. Die gibt es in allen möglichen Ausprägungen und hören bei paradox klingenden Artikeln wie "women’s boyshorts" keineswegs auf. Grundsätzlich kann man mehrere Ausprägungen von geschlechterneutraler Kleidung unterscheiden:

  • Unisex by Design: Es handelt sich dabei um Kleidung, die bewusst so gestaltet ist, dass sie problemlos von beiden Geschlechtern und allen, die dazwischenstehen, getragen werden kann. Sie ist möglichst geschlechtsneutral gehalten und ist weder in eine noch die andere Richtung konnotiert. Andererseits kann es auch die Anpassung traditioneller Genderkleidung für das jeweils andere Geschlecht sein. Es handelt sich aber häufiger um androgyne Kleidung, die Aspekte weiblicher und männlicher Mode kombiniert.

  • Adaption: Ein geschlechtsspezifisches Kleidungsstück, das lange Jahre nur für bestimmte Träger bestimmt war, wird aus den unterschiedlichsten Gründen vom anderen Geschlecht einfach erobert. Ein gutes Beispiel dafür ist das stinknormale T-Shirt. Dieses war lange Jahre ein eindeutiges Kleidungsstück für Männer, bevor es nach und nach von mehr Frauen getragen wurde.

Androgyne Mode

Hier haben wir es wiederum mit extra zu diesem Zweck entworfener Mode zu tun: Die klassischen Kleidungsnormen von Mann und Frau sollen übertreten werden. Jedoch ist dieses Mal der Anspruch ein anderer. Androgyne Kleidung ist bewusst so gestaltet, dass sie beabsichtigt Eindrücke beider Geschlechter vermischt. Sie lässt sich nicht einordnen, sondern ist bewusst etwas Eigenständiges.

Streng genommen sind derartige Stücke also nicht unisex, sondern zumeist für ein Geschlecht beabsichtigt, während traditionelle Aspekte der Mode des anderen Geschlechts bewusst integriert werden, um die Konventionen zu brechen und Grenzen zu verwischen.

Eine beliebte Spätfolge dieser Bestrebungen sind beispielsweise Jeans für Frauen, die im "Boyfriend-Cut" geschnitten sind. Es handelt sich dabei also um Hosen, die zwar gezielt für weibliche Kundinnen entworfen sind, aber dennoch den Anschein erwecken sollen, als wären sie aus dem Kleiderschrank des Partners entnommen worden.

Kleidung und Geschlechterrollen

Durch die Menschheitsgeschichte hindurch spielt die jeweilige Bekleidung eine wichtige Rolle in der Bildung der gesellschaftlichen Rollen der Geschlechter. Klamotten und ihr Erscheinungsbild waren unter anderem geprägt vom Design-Grundsatz "form follows function" – also die Funktion gibt die Form vor.

Da Männer traditionell der arbeitende Teil der Gesellschaft waren, war ihre typische Bekleidung deutlich praktikabler. Mit Hosen, Taschen und viel Bewegungsfreiheit waren die Outfits für alle Lebenslagen geeignet, während Frauen zwischen starrem Petticoat und Korsett von ihren Kleidern deutlich eingeschränkt waren. Der Zweck der Kleidung bestand bei ihnen stärker darin, die Trägerin optisch gut aussehen zu lassen.

Ebenso konnten sie lange Zeit zumindest in der Öffentlichkeit nur wenig bis gar keine Haut zeigen – Rock oder Kleid mussten von Hals bis Knöchel alles bedecken – dass das beim Gehen eher hinderlich ist, kann man sich sicherlich vorstellen.

Alleine schon die Tatsache, dass es zwei klar unterschiedliche, abgegrenzte Dresscodes gibt, macht deutlich, dass Männer und Frauen in der Gesellschaft klar abgegrenzt werden. Dabei ist dies, ebenso wie viele Aspekte dieser Trennung, ein reines soziales Konstrukt.

Farben und ihre Zuordnung

Dass viele Farben beispielsweise in direkten Bezug zu einem Geschlecht gesetzt werden – die offensichtlichsten Kandidaten sind Blau für Jungen und Rosa für Mädchen – ist ein recht modernes Konzept. Auch bei Kinderspielzeug herrscht diese Trennung. Rosa beziehungsweise Pink ist zu einer sinnbildlich weiblichen Farbe geworden.

Doch das war nicht immer so. Im frühen 20. Jahrhundert war es nämlich noch nicht so oder sogar komplett umgekehrt – die kulturelle Norm kannte kaum eine Konnotation zwischen Farben und dem Geschlecht von Babys und erwartete zeitweise sogar, dass Jungen Pink tragen.

Es wird vermutet, dass die fast schon strikte Trennung das Ergebnis von Marketingmaßnahmen von Herstellern von Kinderkleidung in den USA war. Da insbesondere Babykleidung im Grunde exakt gleich ist, egal ob Mädchen oder Junge, konnte die gleichen Klamotten von allen Kindern einer Familie getragen werden.

Um jedoch die Verkäufe anzuregen, kamen die zugeteilten Farben ins Spiel: Wenn man dank einer älteren Tochter nur rosa Strampler im Haus hatte, musste man natürlich neue kaufen, wenn ein Brüderchen geboren wird – in Blau, versteht sich. Um dieses Bild anzuregen, wurden in Werbemaßnahmen die Farben so häufig wie möglich mit den Geschlechtern in Verbindung gesetzt.

Ebenso sind bestimmte Kleidungsstücke wie beispielsweise Röcke und Hosen nicht aus irgendwelchen natürlichen Gründen geschlechterspezifisch. Bis im 14. oder 15. Jahrhundert die Technologie weit genug war, dass Schneider ohne zu großen Aufwand bequeme Hosen überhaupt herstellen konnten, waren Röcke und Gewänder die allumfassende Kleidernorm. Die Sprache in älteren Büchern gibt dies bis heute wieder.

Gleichermaßen waren für Kinder – auch Jungen bis etwa sechs Jahren – selbst im 19. Jahrhundert noch Kleider die Textilien der Wahl. Hauptsächlich aus praktischen Gründen waren Hosen hier kaum relevant.

Heutzutage wiederum werden Röcke und Kleider ohne es zu hinterfragen eindeutig mit Weiblichkeit in Verbindung gesetzt. Regionale und Traditionelle Ausnahmen wie das Schottische Kilt sind deswegen schon fast zu Kuriositäten degradiert.

Wie man sieht, sind die Geschlechtertrennung und konventionelle Mode eng miteinander verbunden. Eine bedingt die andere und bekräftigt diese wiederum. Gerade daher spielt Unisex-Fashion eine sehr wichtige Rolle in unserer modernen Gesellschaft. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts wäre sie kaum denkbar gewesen, doch neue Entwicklungen und Umbrüche machten sie möglich, ja fast notwendig.

Die Geschichte von Unisex-Kleidung in der Moderne

Heutzutage ist Unisex aus der Modewelt nicht mehr wegzudenken. Über mehrere Jahre und Jahrzehnte hinweg hat sich dieser Aspekt langsam weiterentwickelt und dabei immer wieder Normen gebrochen und zeitweise Diskussionen oder gar Skandale ausgelöst.

Zeitgenössische Mode und Haute Couture muss man dabei losgelöst von Konventionen sehen, die die Jahrhunderte davor bestimmt haben. Mode hat sich von einer exklusiven Erscheinung in höheren Gesellschaftskreisen zu einem Massenphänomen entwickelt. Dabei hat sich verändert, wie sie entsteht, bestimmt wird und sich entwickelt.

Im Zuge der Industrialisierung und der dabei einhergehenden Entwicklung des Wohlstandes waren Sport- und Freizeitklamotten die ersten Fälle von Kleidungsstücken, bei denen die traditionelle Geschlechtertrennung etwas gelockert wurde. Frauen wurden vermehrt aktiver, wodurch die alte, unpraktische Kleidung auf mehr Widerstand stieß.

Mode für mehr Bewegungsfreiheit

In den USA wurden in den 1850er Jahren die ersten Hosen für Frauen verbreitet – "Bloomers" hießen die weiten, großzügig geschnittenen und an den Knöcheln oder Knien eng gebundenen Beinkleider, welche die konventionellen, bodenlangen Kleider mit Korsett ablösen sollten.

Aus heutiger Sicht kann man natürlich bestreiten, dass es sich dabei um tatsächliche Unisex-Klamotten handelte – schließlich waren sie deutlich weiter als die Hosen der Männer und wurden nur von Frauen, noch dazu häufig mit einem Überrock, getragen.

Dennoch sind sie zumindest ein äußerst wichtiger Schritt in die richtige Richtung gewesen. Schließlich war es bis dato praktisch ungehört, dass Frauen in der Öffentlichkeit von den gewohnten Normen abweichen und gegen konservative Kleidungskonventionen verstoßen.

Sowohl religiöse Stimmen als auch andere – zumeist männliche – Kritiker sahen einen Ausdruck der Rebellion darin, was sie gewissermaßen auch waren. Sie waren eng mit frühen Frauenrechtsbewegungen verbunden, bezogen ihren Namen sogar von der damaligen Aktivistin Amelia Bloomer.

Wegweisende Entwürfe berühmter Designerinnen

Etwas später setzten sich diese Entwicklungen langsam fort. Das französische Modehaus Chanel – damals noch kein Konzern, sondern eine Personalunion der Gründerin Coco Chanel – entwarf ab den 1920er Jahren praktischere Frauenkleidung, die zwar klar feminin war, aber viele androgyne Charakterzüge vorwies.

Das war kein Zufall, denn sie vereinfachte die Entwürfe deutlich. Um mehr Praxistauglichkeit zu erreichen, waren viele Aspekte von der üblichen Männermode inspiriert. Wiederum einige Jahre danach kam es dann zu ersten Fällen waschechter Unisex-Kleidung.

Als in Europa, Nordafrika und im Pazifik der zweite Weltkrieg ausgetragen wurde, war ein großer Teil der männlichen amerikanischen Bevölkerung außer Landes. Damit sowohl die nationale Wirtschaft als auch die Kriegsmaschinerie nicht stillstand, mussten viele Frauen trotz ihrer konventionellen Rolle als Hausfrau in die Arbeitswelt eintreten.

Notwendigkeit für praktische Frauenkleidung

Es wird geschätzt, dass bis zu fünf Millionen Frauen in dieser Zeit dem Ruf folgten – viele davon in Positionen, die aufgrund der harten körperlichen Arbeit eigentlich klare Männerdomänen waren. Die tägliche Arbeit in Rüstungs- und Automobilindustrie verlangt viel körperliche Leistung.

Daher waren auch praktische Kleider mit Bewegungsfreiheit gefragt – und um diese Lücke in ihrem Kleiderschrank zu füllen, griffen die Damen einfach zu den Jeans, Blaumännern und Hemden ihrer Ehegatten. Ähnlich sah die Situation in Großbritannien aus.

Zu einer ähnlichen Zeit machte in Europa Marlene Dietrich den Hosenanzug für Frauen populär und brach so mit den herrschenden Konventionen. In den auf den Krieg folgenden Jahren hatten diese neuen Möglichkeiten zwar noch keine allzu große Bedeutung – die Mode kehrte für einige Zeit zu konservativeren Werten zurück – jedoch war der Bann gebrochen, was sich in Entwicklungen der nächsten Dekade niederschlagen sollte.

Die 1960er Jahre und ihre Bedeutung für die Mode von heute

Einen ganz besonderen Platz in der Geschichte der Unisex-Kleidung spielen die 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Das ist nicht besonders überraschend – mit Hippie- und Frauenrechtsbewegungen, sexueller Revolution und wachsender Emanzipation wurden in diesen Jahren althergebrachte Werte in der westlichen Gesellschaft wiederholt angefochten.

Die Swinging Sixties können als eine Periode bezeichnet werden, in denen sich Unisex-Aspekte (nicht nur) in der Mode weit verbreiteten. Bürger- und Frauenrechtsbewegungen sowie die zweite Welle des Feminismus hatten das Ziel, Frauen aus der systematischen Unterdrückung zu befreien und ihre vollkommene Selbstbestimmung zu ermöglichen.

Dies hatte dann zum einen den Effekt, dass die Allgemeinheit in der ganzen westlichen Welt weniger empfindlich gegenüber neuen Kleidungstrends reagierte, die Geschlechternormen übertraten. Zum anderen kam es dazu, dass erste Modedesigner Kollektionen mit großem Fokus auf Unisex-Aspekte entwarfen.

Die Influencerinnen der damaligen Zeit

Auch Medien hatten einen gewissen Einfluss – so trug die beliebte Schauspielerin Audrey Hepburn in der berühmten „Moon River“ Szene im Kassenschlager Frühstück bei Tiffany blaue, eng geschnittene Capri-Hosen. Für das Jahr 1961 war dies noch recht ungewöhnlich und sollte viele Frauen animieren, es ihr gleich zu tun.

Im Jahr 1966 entwarf der auch heute noch weltbekannte Modezar Yves Saint Laurent eine Kombination, die er "Le Smoking" nannte. Dieser war jedoch, anders als alle anderen Varianten des Smoking, für Frauen entworfen. Dieser nahm die Basis der bekannten Herrenbekleidung und vermischte sie mit weiblich konnotierten Aspekten wie einem figurbetonteren Schnitt.

Dieser androgyne Anzug war zwar nicht der erste seiner Art – Hosenanzüge für Frauen gab es in Einzelfällen auch schon davor, wie wir bereits wissen – sollte dennoch auf große Kritik stoßen. Da er in der Optik dem Abendanzug, der einfluss- und erfolgreichen Herren sehr nahekam, wurde eine wichtige Linie überschritten.

Auch das Tragen von Jeans und T-Shirts wurde in diesen Jahren besonders unter jungen Frauen immer populärer. Diese Kleidungsstücke wurden somit nach und nach von reinen Männerklamotten zu Stücken, die durchaus Unisex-Qualitäten hatten.


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Schwere Akzeptanz genderübergreifender Mode

Ein interessanter Vorfall im US-Amerikanischen Senat zeigt jedoch, dass es mit der Akzeptanz nicht immer ganz einfach war. Dort trat die frisch ernannte Senatorin Carol Moseley-Braun zu einem Vortrag in einem schicken Hosenanzug an.

Das führte zu einem klaren Protest der alteingesessenen Senatoren, denn es war Frauen offiziell immer noch nicht gestattet, in Hosen das Kapitol zu betreten. Dass ihr diese Regel nicht bekannt war und sie ganz selbstverständlich in Hosen zur Arbeit ging, ist nicht überraschend – denn der ganze Vorfall spielte sich im Jahr 1993 ab.

Vielleicht fällt es den ein oder anderen an dieser Stelle auf: Sehr häufig handelt es sich bei diesen Beispielen um Mode, die einst exklusiv für Männer gedacht waren. Nur selten passiert es umgekehrt und auch heute noch fallen Männer, die bewusst feminin-betonte androgyne Kleidung tragen, durchaus auf.

Wenn etwa Jared Leto oder Jaden Smith in klar feminin inspirierten Designs über den Roten Teppich und den Laufsteg gehen, so wird das zwar häufig positiv aufgenommen, ist aber dennoch einen Artikel wert und sorgt für Gesprächsthemen. Wenn wiederum Cara DeLevingne oder andere Prominente Damen im Anzug auftreten, ist das außerhalb von Mode-Reports kaum ein Thema. So richtig gleichgestellt fühlt sich das also bis heute noch nicht an.

Die beliebtesten Unisex-Trends

Es gibt einige Kleidungsstücke und Accessoires, die man zumindest heutzutage nicht mehr eindeutig einem Geschlecht zuschreiben kann. Diese sind wahrhaftig Unisex, auch, wenn sie es ursprünglich vielleicht nicht waren. Wir haben die bekanntesten Vertreter der Unisex-Mode zusammengestellt:

  • Sneaker und Schuhe: Der Turnschuh ist, sowohl als "Sportgerät" als auch als Freizeitschuh, bei Frauen und Männern gleichermaßen beliebt. Bestimmte Modelle wie etwa die Chucks von Converse lassen sich unmöglich einer Seite des Spektrums zuteilen, sondern sind gänzlich neutral. Auch einzelne Trendvarianten wie etwa die Doc Martens Stiefel erfreuen sich übergreifender Beliebtheit.
  • Uhren: Armbanduhren generell galten lange Zeit eher als Accessoire für Männer, jedoch ist dies längst nicht mehr der Fall. Auch einstmalige Männerdomänen wie Chronometer sind, mit ihrer Geschichte als Zeitmesser für Seefahrer, heutzutage nicht mehr geschlechterspezifisch. Uhrenmarken wie der Schweizer Hersteller Certina stellen diese auch in Frauengrößen her.


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  • Flanell: Die klassischen karierten Baumwollhemden finden universell eine große Fangemeinde. Egal, ob Junge oder Mädchen: Unter anderem während der Grunge-Welle zu Beginn der 90er Jahre konnte man diese zeitlosen Oberteile vielerorts beobachten. Derzeit erleben sie zudem ein erneutes Revival.
  • Mützen: Die Beanie oder die Bommelmütze, die zuletzt in der Hipster-Bewegung wieder Anklang fanden, sind ebenfalls perfekte Beispiele für Unisex-Accessoires. Genauso findet die Baseballmütze überall Anhänger und ziert häufig die Köpfe beider Geschlechter.
  • Sport- und Funktionsbekleidung: Da hier die Praxistauglichkeit im Vordergrund steht sind viele Funktionskleider wie Regenjacken praktisch austauschbar. Auch der absolut klassische Trenchcoat kann von Frauen und Männern gleich stilecht getragen werden.
  • Das T-Shirt: In seiner Reinform vielleicht das am weitesten verbreitete und weltweit akzeptierteste Unisex-Kleidungsstück ist heute das "plain white Tee", also das einfache weiße T-Shirt. Zwar gibt es auch viele so genannte Girlie-Shirts, die etwas femininer geschnitten sind, aber besonders die Standardformen stehen bei allen Menschen hoch im Kurs.
  • Die Röhrenjeans: Hier haben wir ein seltenes Beispiel für Fälle, in denen Frauenkleidung wie selbstverständlich auch von Männern getragen wird. Insbesondere in Zeiten oder gesellschaftlichen Kreisen, in denen knallenge Röhrenjeans im Trend liegen, shoppen Männer durchaus öfter in der Damenabteilung.