Til Schweiger: Promis unterschreiben Petition für Homoehe

Sie setzen sich für die Legalisierung ein

Die Diskussion um die Legalisierung der Homoehe in Deutschland geht weiter. Mit einer Petition wollen nun Promis wie Til Schweiger, 51, und Co. die Regierung dazu auffordern, auch gleichgeschlechtlichen Paaren das Recht aus einer Heirat einzuräumen. Die Petition mit der Forderung  „Lassen Sie eine freie Abstimmung zur Öffnung der Ehe im Bundestag ohne Fraktionszwang zu“ richten sie direkt an Bundeskanzlerin Angela Merkel, 60. 

Til Schweiger, Jan Josef Liefers, Nena, Lena Meyer-Landrut, Moritz Bleibtreu, Wotan Wilke Möhring, die Band 'Die Ärzte', Tom und Bill Kaulitz und Moderatoren wie Kathrin Müller-Hohenstein und Tina Mendelsohn – die Liste der prominenten Befürworter der Homoehe ist lang. 

Unterstützer aus der Politik

Doch nicht nur Promis Forderung das Recht auf Gleichberechtigung von homo- und heterosexuellen Paaren. Auch Politiker von SPD, Linke, Grünen und FDP haben die Online-Petition bereits unterschrieben und fordern: „Für immer mehr von uns, mittlerweile eine überwältigende Mehrheit unserer Gesellschaft, ist Gleichheit nur möglich, wenn die Liebe zwischen zwei Menschen nicht mit zweierlei Maß gemessen wird. Ist Freiheit nur erreicht, wenn Familie und Ehe, keine Frage des Geschlechts, sondern der gelebten Verantwortung füreinander sind. Und Gerechtigkeit nicht mehr nur heißt, Menschen ungeachtet ihrer Religion, Hautfarbe oder ihres Geschlechts gleich und respektvoll zu behandeln, sondern eben auch ungeachtet ihrer sexuellen Identität und Orientierung“, so der Wortlaut der Petition.

„Deutschland muss sich weiterentwickeln“

Gegenüber OK! fordert auch Laufsteg-Coach Jorge Gonzalez eine Gleichstellung homosexueller Paare. Er erklärt OK! seine Gründe für eine Weiterentwicklung der Gesetzgebung in Deutschland: „Wir leben in einem grundsätzlich toleranten Land. Damals war in Deutschland der erste Schritt zu weiterer Gleichberechtigung von Homosexuellen die eingetragene Lebenspartnerschaft. Inzwischen sind schon wieder gut 15 Jahre vergangen, die Gesellschaften auch um uns herum haben sich schnell weiterentwickelt, wie man selbst im sonst stark katholisch geprägten Irland gerade gesehen hat“, so der bekennend homosexuelle Laufsteg-Trainer. 

„Zeit für den nächsten Schritt“

„Es wäre traurig, wenn sich die verantwortlichen Regierungsmitglieder nicht endlich einen Ruck geben könnten, die längst in weiten Teilen der Bevölkerung anerkannten Realitäten unserer offenen Gesellschaft auch gesetzgeberisch anzuerkennen“, so Gonzalez.

„Selbst die Kirchen, denen dieses Thema sehr vertraut sein dürfte, haben es in vielen Bereichen inzwischen akzeptiert, dass es nicht nur ein Lebensmodell gibt. Zugegeben, die katholische Kirche hat da noch große Probleme, dieses öffentlich anzuerkennen. Eine gesetzliche völlige Gleichstellung der Homo-Ehe mit der Hetero-Ehe würde vielleicht sogar hier - nach einigem Protest - schneller zur Akzeptanz führen. Allein die Begrifflichkeit Homo-Ehe ist  absurd, Ehe ist Ehe, egal, welchen Geschlechts die Verheirateten sind…“, findet der gebürtige Kubaner und spricht damit vielen aus der Seele.

Hier können Sie die Petition unterschreiben 

Wenn auch Sie die Petition unterzeichnen wollen, können Sie sie online unter https://www.change.org/p/frau-merkel-freie-abstimmung-zur-öffnung-der-ehe-ohne-fraktionszwang-esistzeit-regsprecher finden.