"Die Verräter": Darum wagt sich Urs Meier ins Reality-TV
Eigentlich kennt man Urs Meier (67) als knallharten Schiedsrichter bei diversen Fußballspielen, darunter sogar das WM-Halbfinale zwischen Deutschland und Südkorea in 2002. Doch nun schnuppert er erstmals Reality-TV-Luft und versucht "Die Verräter" zu entlarven. Das Spiel voller Täuschung, Misstrauen und Verrat hat den Ex-Schiri schon immer gereizt. "Es gibt nur zwei Shows im deutschen Fernsehen, die für mich infrage kamen. Das sind 'Die Verräter' und 'Let's Dance'", verrät Urs im Interview mit der "Bild"-Zeitung. "An den Verrätern hat mich vor allem gereizt, dass ich da vielen Menschen aus ganz anderen Bereichen begegnet bin, die ich sonst nie kennengelernt hätte." Und weiter: "Ich mag die Show und habe die früheren Staffeln gerne geschaut. Deshalb habe ich gesagt: Wenn der Preis halbwegs stimmt, bin ich sofort dabei. Was mich aber überrascht hat, war der psychische Stress."
"Das war bei den 'Verrätern' sogar noch heftiger als früher im Fußball"
Schon auf dem Fußballplatz musste Urs Meier immer entscheiden, wem er trauen kann und wem nicht – diese Fähigkeit hat ihm auch bei "Die Verräter" in mancher Hinsicht geholfen. "Ich hatte das Gefühl, einiges vom Fußballplatz mitnehmen zu können. Ich musste früher auf dem Platz ja auch schnell einschätzen können, wer es gut und wer es nicht so gut mit mir meint. Das war jetzt auch gefragt", so der Ex-Schiedsrichter. Allerdings kam es in der Show einen Haken.
Das Schwierige bei den 'Verrätern' war aber, dass professionelle Schauspieler das wissen und auch mit Gestik und Mimik spielen können. Fußballer haben darin keine Ausbildung,
erklärt Urs Meier. Trotz langjähriger Erfahrung auf den großen Fußballbühnen der Welt, ist Urs bei "Die Verräter" auch an seine Grenzen gestoßen. "Sowohl auf dem Platz als auch bei so einem langen Dreh in einem Schloss bist du einem enormen psychischen Stress ausgesetzt. Man ist bei beidem in einem ganz speziellen Mikrokosmos drin, dessen Automatismen man sich schwer entziehen kann. Das war bei den 'Verrätern' sogar noch heftiger als früher im Fußball", gesteht er. "Du bist da so abgeschirmt, hast kaum mal Zeit zum Luftholen oder Nachdenken. Und das über Tage, statt nur 90 Minuten."
Vor allem zum Ende der Dreharbeiten sei die Belastung enorm gewesen. "In den letzten Tagen konnte ich kaum mehr schlafen. Die Verräter haben mich also um den Schlaf gebracht. Meine Gedanken haben sich nur noch darum gedreht. Davon musste ich mich danach erst mal erholen", erklärt Urs Meier weiter. In der 7. Folge wird ihm eine ganz besondere Macht zuteil …
"Die Verräter – Vertraue niemandem" läuft jeden Montag und Mittwoch auf RTL+, Sky & WOW und ab dem 17. August bei RTL.
Verwendete Quellen: RTL+, Instagram




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