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Versagensängste im Dschungel: Rebecca Siemoneit-Barum kämpft mit den Tränen

Nach verpfuschter Prüfung wird sie von Selbstzweifeln übermannt

Rebecca Siemoneit-Barum ist schwer enttäuscht von dem mauen Ergebnis ihrer Dschungelprüfung.  Mit dem Kopf durch die Wand: Zungenspitzengefühl gehört nicht zu Rebeccas Stärken.  Mutig wagte sie sich zwischen allerlei Dschungel-Getier. Doch das Drehen klappte nicht so ganz.  Ein Stern. Ein Essen. Für acht Camp-Bewohner. 

Tag 10 im Dschungelcamp steht wieder einmal im Zeichen der großen Emotionen. Nachdem erst gestern Dschungel-Stinkstiefel Walter Freiwald vor den Camp-Bewohnern auf sein bewegtes Leben zurückblickte und dabei von seinen Gefühlen überwältigt wurde, traf es heute "Lindenstraßen"-Darstellerin Rebecca Siemoneit-Barum. Nach einer enttäuschenden Dschungelprüfung konnte die 37-Jährige ihre Tränen nicht weiter zurückhalten und fühlte sich an frühere Fehlschläge in ihrem Leben zurückerinnert. 

Voller Eifer in die Dschungelprüfung

Da ringt selbst die bisher sonst eher unauffällige Rebecca Siemoneit-Barum mit der Fassung: Hoch motiviert tritt die Schauspielerin die Dschungel-Prüfung an, zu der sie von ihren Mitkandidaten gewählt wurde. Der Rotschopf will es den anderen, aber in erster Linie sich selbst beweisen, dass sie die Prüfung meistern und den Campbewohnern ein leckeres Mal bescheren kann. "Ich hab vor gar nichts Angst", gibt sie sich kämpferisch. "Ich habe einen Ruf zu verlieren."

Rebecca hat hohe Ansprüche an sich selbst und setzt sich ein klares Ziel: „Ich will acht Sterne holen!“ Ob sie dieser verbissene Ehrgeiz letztlich den Sieg kostete? Angekommen bei Sonja Zietlow, 46, und Daniel Hartwich, 36, erklären sie ihr die Herausforderung:

Dieser Sendung wird ja oft der Bildungsanspruch abgesprochen und das wollen wir natürlich heute ändern. Deshalb laden wir dich ein zu einem kleinen Besuch im Museum – im Dschungelmuseum.

Hier ist Zungenspitzengefühl gefragt

Angekommen im Museum widmet sie sich den Porträts der vergangenen acht Dschungel-Könige. Die Aufgabe: Den Kopf durch die Bilder stecken und mit der Zunge Sterne von einem Gewinde abschrauben. Eine Minute hat Rebecca dafür jeweils Zeit. „Es ist natürlich Ehrensache, dass sich hinter jedem Bild auch jede Menge einheimisches Getier befindet“, ergänzt Sonja Zietlow.

Mutig und ohne jeglichen Anflug von Furcht wagt sich Rebecca an den ersten Stern, der von 25 Spinnen bewacht wird. Sie zögert nicht, doch leider stellt sie fest, dass sie in die falsche Richtung gedreht hat und so ist der erste Stern bereits verloren - ein böses Omen. Auch den zweiten Stern kann sie nicht in der Kürze der Zeit vom Gewinde lösen.  „Die Schlangen sind mir scheißegal. Die sind zu weit drauf geschraubt für mich“, erklärt Rebecca außer Atem. Erst bei Stern Nr. 4 gelingt das Kunststück mit der Zunge. Doch als auch der fünfte Stern verloren ist, verliert Rebecca endgültig ihren Ehrgeiz. "Ich wollte alle Sterne holen. Wie viele ich jetzt hole ist komplett pillepalle“, erklärt sie, als sie hinter dem Porträt von Brigitte Nielsen 30 Skorpione erblickt und auch den sechsten Stern kampflos aufgibt. 

Rebecca geht mit sich selbst hart ins Gericht

Rebecca verlässt die Prüfung mit einem von acht möglichen Sternen - sichtlich geknickt macht sie sich auf den Weg zurück ins Camp. "Ein Stern! Richtig peinlich ist das. Ich bin tief enttäuscht. Die ersten waren vom Mut her kein Problem, sondern eher von der Geschicklichkeit. Total dämlich und das ärgert mich so. Das wäre zu machen gewesen.“ Das Scheitern nagt an dem Selbstbewusstsein der 37-Jährigen. Schmerzlich fühlt sie sich an frühere Enttäuschungen in ihrem Leben zurückerinnert und bricht in Tränen aus. 

Es hat einfach mit Willenskraft zu tun. Das offensichtlichste Scheitern in meinem Leben war immer mein Gewicht. Da immer wieder etwas anzufangen, den Druck zu haben von außen, was im Showbusiness einfach extrem ist. Und da bin ich immer gescheitert. Da kann ich nicht jemand anderem die Schuld geben. Das war immer ich selbst. Aus mangelnder Kraft, aus Schwäche. Und Schwäche ist einfach etwas, was ich nicht respektieren kann bei mir selbst.

Es wird deutlich, dass Rebecca ihr eigener schärfster Kritiker ist. "Ein Stern geht gar nicht. Ich kann das allen Leuten verzeihen, aber nicht mir selbst. Ich finde das kacke. Ich will gar nicht in das Camp zurückgehen.“ Dschungel-Hobby-Psychologin Tanja Tischewitsch bringt es auf den Punkt: "Um so fester man etwas festhält, desto mehr verscheucht man das. Das ist genau so wie bei Typen." Bleibt zu hoffen, dass sich Rebecca mit ihrer selbstkritischen Art - wenn schon keine Sterne - wenigstens einige Sympathiepünktchen bei den Zuschauern gesichert hat.