Wegen Tierschutz: Jane Birkin fordert Umbenennung der Birkin Bag

Sängerin ist schockiert über die Herstellung der Kulttasche

Sängerin und Schauspielerin Jane Birkin möchte mit der nach ihr benannten Kulttasche nichts mehr zu tun haben. Die „abgespeckte Version Ikone der 70er: Jane Birkin bei einem Auftritt 1974

Die Birkin Bag ist mittlerweile Kult. Kaum eine Frau träumt nicht von ihr - die wenigsten können sie sich tatsächlich leisten. Die berühmte Handtasche aus dem Hause Hermès wird nämlich nur auf Bestellung angefertigt und ihre Herstellung dauert bis zu sechs Jahre. Nun fordert ihre Namensgeberin Jane Birkin, 68, jedoch eine Umbenennung.

Seit nunmehr 30 Jahren gilt die Birkin Bag, die in der Grundausstattung für 8.000 Euro zu erstehen ist, als das Statussymbol für wohlhabenden Frauen. Ein Exemplar aus Krokodilleder kostet rund 33.000 Euro. Kein Wunder, immerhin sollen für die Herstellung zwei bis drei Krokodile ihr Leben lassen.

Namensgeberin verlangt Umbenennung

Dies soll auch der Grund dafür sein, dass Jane Birkin nun eine Namensänderung verlangt. Die Schauspielerin und Sängerin, die in den 70er Jahren unter anderem mit durch den Song „Je t’aime“ mit Serge Gainsbourg berühmt wurde, wurde 1984 mit der nach ihr benannten Tasche des Pariser Unternehmens geehrt.

Häutung bei lebendigem Leibe

Ein Film der Tierschutzorganisation „Peta“, der zeigt, wie den Tieren bei lebendigem Leibe die Haut abgezogen wird, ließ die 68-Jährige nun jedoch ihren Namen für das Accessoire zurückziehen.

„Ich bin alarmiert über die Grausamkeiten, die Krokodile für die Produktion von Taschen, die meinen Namen tragen, erleiden müssen“, teilte sie nun mit.

Ich habe Hermès gebeten, die Birkin umzubenennen, bis für die Produktion dieser Tasche bessere Methoden nach internationalen Normen umgesetzt werden.

Das französische Modehaus, das damit eines seiner Aushängeschilder verlieren würde, zeigte sich jedoch verständnisvoll. „Hermès respektiert und teilt ihre Emotionen und war ebenso schockiert von den jüngsten Bildern“, so das Unternehmen.

Ihre Äußerungen haben keinen Einfluss auf unsere Freundschaft und das gegenseitige Vertrauen, das wir seit so vielen Jahren teilen.

Entwurf auf einer Serviette

Entstanden ist das berühmte Accessoire tatsächlich aus einer Begegnung zwischen dem damaligen Hermès-Chef Jean-Louis Dumas und der Britin. Auf einem Flug von Paris nach London beklagte sich sich bei Dumas nachdem der Inhalt ihrer Tasche aus dem Gepäckfach gefallen war, dass sie seit Jahren auf der Suche nach einer passenden Ledertasche fürs Wochenende sei. Noch während des Fluges malten die Beiden Entwürfe auf eine Serviette und nur zwei Jahre später erschien die erste Birkin Bag-Kollektion.