Wer schön sein will braucht (Aktiv) Kohle

Was steckt alles hinter der Trend-Zutat in Beauty-Produkten?

Zahncreme: Die enthaltene Aktivkohle saugt Partikel auf, die für Verfärbungen sorgen. Black is White von Curaprox, ca. 25 Euro. Maske: Entzieht der Haut Giftstoffe und Schmutz. Supermud Clearing Treatment von Glamglow, ca. 50 Euro Cleanser: Reinigt das Gesicht mit schwarzem Zucker, Kohlepulver und Rhassoulerde. Dark Angels Fresh Cleanser von Lush, ca. 25 Euro Detox-Drink: Bindet dank Aktivkohle Schadstoffe und schleust sie aus dem Körper. Facial: Gegen unreine Haut. Duschgel: Klärt die Haut mit Bambus-Aktivkohle. Schwamm: Aus Pflanzenfasern und Kohlepulver. Angefeuchtet hat er einen sanften Peeling-Effekt. Maske: Feinstes Aktivkohle-Pulver zieht Schmutz aus den Poren, Hyaluron hält die Haut geschmeidig.

In L.A. macht ein Drink namens "Charcoal Lemonade" gerade auf sich aufmerksam. Ganz Hollywood ist verrückt nach diesem Getränk, was mit Aktivkohle versetzt wird. Warum? Weil es beim detoxen helfen soll! Aber nicht nur zum Verzehr mach Kohle gerade von sich reden-sondern überhaupt, als Beautyprodukt mit reinigender Wirkung. Neu ist dieser Trend nicht, trotzdem boomt die Aktivkohle und wird zum Beauty-Elixier der Stunde. Die besten Produkte seht ihr in unserer Kohle-Galerie.

Der Wirkstoff der Stunde

Stars wie Gwyneth Paltrow wissen schon um die verschönernde Wirkung von Aktivkohle. Und in Japan schätzt man sie seit Jahrhunderten als reinigendes Heilmittel. Für die Haut fungiert
sie wie ein Staubsauger, der Schmutz regelrecht herauszieht. Für die Zähne ist Kohle (trotz ihrer schwarzen Farbe) tatsächlich ein schonender Aufheller, denn sie entfernt Beläge ohne die aggressiven Schmirgelstoffe. Und auch von innen hat der neue Wunderstaub einiges zu bieten.

Detox-Hit & Kater-Killer

Der neueste Clou: Aktivkohle in Beauty- Drinks zum Entgiften. Und das macht absolut Sinn. Denn der Körper verstoffwechselt die Kohle nicht. Sie arbeitet im Grunde nur wie ein Schwamm, der alle Schadstoffe aus den Zellen filtert, und transportiert sie nach draußen. Somit hilft das Pulver auch nach feuchtfröhlichen Nächten. Es sorgt zwar nicht für den schnelleren Abbau des
Alkohols, befreit aber von Toxinen und Säuren.

Gesunde Zutat

So entsteht das schwarze Pulver: Aktivkohle wird durch „Pyrolyse“ gewonnen. Ein Verfahren, bei dem Holz unter Ausschluss von Sauerstoff stark erhitzt wird. Der Überrest besitzt einen hohen Anteil an nützlichem Kohlenstoff, der jetzt auch hierzulande in vielen Schönmachern steckt. Von Asien aus schwappte der Trend zunächst nach Amerika. In der Trend-Kolumne des „Time Magazine“ wird Aktivkohle als die neueste angesagte Zutat für Gesundheitsfanatiker angepriesen.

Wie hättet ihrs denn gern?

Ob in Duschgel, Cleanser, Peeling, in der Zahncreme oder sogar in Schwämmen: In allen Produkten übernimmt „Charcoal“, so der englische Begriff, quasi die Rolle des Meister Proper – reinigt,
bis auch der letzte Schmutz entfernt ist. In Gesichtsmasken zieht der Inhaltsstoff z. B. den Talg aus den Poren. Im Deo nimmt die Kohle doppelt so viel Schweiß auf wie andere Deos und
neutralisiert Gerüche. In Shampoos zieht sie schädliche Verschmutzungen aus den Haaren