Emma Stone: "Ich hatte das Gefühl, nicht mehr atmen zu können"

Die Schauspielerin berichtet offen über ihre Angstzustände

Emma Stone berichtet von Angstzuständen, die sie seit ihrer Kindheit verfolgen. Mit ihrem Schauspiel-Kollege Andrew Garfield war von 2011 bis 2015 der Mann an Emma Stones Seite.

Bei Emma Stone, 28, läuft es: Sie hat Dank ihrer Rolle im Musical-Film La La Land gute Chancen auf den Oscar. Privat ging es ihr jedoch nicht immer so gut. Im Rolling Stone-Magazin hat sie über die Angstzustände gesprochen, die sie seit ihrer Kindheit verfolgen. Die Schauspielerei hilft ihr dabei, mit "dem Monster" ihrer Angst zurecht zu kommen.

Auf dem Cover des Rolling Stone sieht man Emma in einem hautfarbenen Negligee - eigentlich mag es die Schauspielerin aber eher weniger offenherzig. Auch ihr Privatleben hält sie so gut es geht unter Verschluss. Die Trennung von Spiderman-Darsteller Andrew Garfield, 33, und Gerüchte über eine Liebes-Reunion der beiden sind trotzdem immer wieder Stoff für Spekulationen und Schlagzeilen. In dem Interview zeigt sie sich jedoch ganz offen und spricht davon, ein ängstliches Kind gewesen zu sein.

 

 

Emma Stone: Angstzustände und Einbildungen

Die schöne Rothaarige erinnert sich an traumatische Einbildungen, die sie in ihrer Kindheit in Arizona hatte:

Mit sieben Jahren war ich überzeugt, das Haus würde brennen. Ich konnte es sehen.

Sie erklärt, dass dies keine Halluzination gewesen sei, sondern ein Gefühl "als ob die Welt unterginge". Sie habe sich immer das "Worst-Case-Szenario" ausgemalt und deswegen schlimme Angstzustände gehabt. Doch diese Beklemmung war keine Momentaufnahme, im Gegenteil. Sie sagt, ihre Angst sei konstant geblieben, und nur teilweise stärker geworden.

Emma Stones "kleines grünes Monster"

Um sich aus diesen schlimmen imaginären Szenarios zu befreien, schrieb sie damals ein Buch, das sie "Ich bin größer als meine Angst" nannte. Darin malte sie sich selbst, mit einem grünen Monster auf der Schulter. Dieses Monster soll ihre Angst darstellen. Es sage ihr, dass die Dinge um sie herum nicht real seien. Sie erklärt:

Jedes Mal, wenn ich zuhöre, wird es größer.

Doch auch es zu ignorieren bringe nichts. Sie erklärt weiter: "Wenn ich nicht zuhöre, greift es mich an". Die einzige Möglichkeit, gegen das Monster auf ihrer Schulter anzugehen, sei, es mit sich sprechen zu lassen, ihm aber keine Aufmerksamkeit zu geben. Dadurch würde es kleiner und unscharfer werden.

Schauspielern als Kontrolle

Die Schauspielerei habe ihr dabei geholfen, ihre Angst zu bezwingen, ihr Monster zu verkleinern und zu kontrollieren. Durch das Schlüpfen in andere Rollen schaffte sie es, über ihren Schatten zu springen. Sie sagt:

Ich habe an diesem Jugendtheater mit der Schauspielerei angefangen. Improvisations- und Sketch-Comedy gemacht. Beim Improvisieren muss man präsent sein und das ist das Gegenteil von Angst.

Emma schauspielert seit sie sechs Jahre alt ist. Sie brillierte vor allem in Komödien wie Einfach zu haben oder Superbad. Doch auch ernstere Filme wie den Oscar-Hit Birdman bereicherte sie mit ihrer lockeren Darstellung. In La La Land, an der Seite von Ryan Gosling ist sie ab dem 12. Januar in Deutschland zu sehen.