Zeig mir deine Haut - und ich sage dir, wie es dir geht

Was man für eine gesündere Haut tun kann

Gänsehaut bei Angst, rote Flecken bei Nervosität und Scham: Nicht umsonst wird die Haut als Spiegel unserer Seele bezeichnet. Unser größtes Organ verrät viel über unsere Gesundheit – körperlich wie psychisch. Allein mit Cremes und Peelings kommen wir dem Traum von einem strahlenden Teint deshalb nicht immer näher.

Wenn unsere Haut Gefühle zeigt

Bestimmt hast du das auch schon mal erlebt: Stress in der Uni – zack, Pickel im Gesicht! Etwas überaus Ekeliges gesehen – Herpesbläschen an der Lippe! Bei Ärger mit dem Freund oder Druck im Job bilden sich trockene Stellen an Armen und Beinen – typisch für Schuppenflechte. Hautkrankheiten wie Nesselsucht und Neurodermitis treten ebenfalls häufig vermehrt auf, wenn die Betroffenen seelische Probleme haben.

Bei jedem Menschen reagiert der Körper anders auf Stress, Unwohlsein und Trauer. Oftmals macht sich das auf der Haut bemerkbar. Ärzte sprechen dann von Psychosomatik: Die Gefühlswelt beeinflusst die Entstehung und den Verlauf von Krankheiten.

Seelische Entspannung beruhigt die Haut

Der Grund, warum unsere Haut Gefühle zeigt: Gehirn, Hormonhaushalt und Immunsystem sind eng miteinander verknüpft. Fühlen wir uns schlecht, belastet uns etwas, wirkt das negativ auf unsere Abwehrkräfte. Ausschläge haben dann leichtes Spiel und brechen aus. Während ein Pickel vergleichsweise einfach in den Griff zu bekommen ist, leiden Menschen mit chronischen Hautkrankheiten wie Nesselsucht schwer.

Neben einer medikamentösen Behandlung hilft deshalb häufig eine psychologische Therapie, die Hautprobleme einzudämmen. Ein Psychotherapeut kann den seelischen Ursachen der Krankheit auf die Spur kommen. Anderen Patienten ist mit den richtigen Entspannungstechniken geholfen: Wenn sie lernen, mit alltäglichem Stress besser umzugehen, kann sich auch die Haut wieder beruhigen. Die Möglichkeiten reichen dabei von Meditation über Qi Gong bis hin zu progressiver Muskelentspannung.

Auslöser von Hautproblemen nicht immer klar

Doch keine Panik! Nicht immer sind seelische Konflikte und psychische Probleme Grund für eine Hautkrankheit. In vielen Fällen kommen ganz andere Ursachen infrage. Die richtigen Medikamente wirken dann erblichen Faktoren genauso entgegen wie bestimmten Substanzen oder Keimen.

Bei manchen Hautkrankheiten lässt sich der genaue Auslöser nie identifizieren. Ein Beispiel ist die chronisch spontane Form der Nesselsucht. Auch hier verstärken oft Stress und seelische Probleme die Schübe, die für den juckenden Hautausschlag sorgen. Wenn herkömmliche Therapien mit Antihistaminika nicht anspringen, können Ärzte Medikamente mit dem Wirkstoff Omalizumab verschreiben.

Fühl dich wohl in deiner Haut!

Jede Behandlung von Hautproblemen hat zum Ziel, dass die Betroffenen sich sprichwörtlich wieder wohl in ihrer Haut fühlen. Denn darauf kommt es an! Innere Ausgeglichenheit und Zufriedenheit strahlen wir auch nach außen, zeigen es mit einer gesunden, reinen Haut. Also: Spar dir Stress, sorge für Entspannung und schenke deiner Haut mehr Aufmerksamkeit – sie wird es dir danken!