
Von der Baustelle auf den Laufsteg: Der Siegeszug der Workwear
Die robuste Jeans mit den aufgenähten Taschen oder das gemütliche Barn Jacket – die heutigen Trendstücke waren einst gar nicht als solche gedacht. Stattdessen stammen sie aus der Arbeitswelt und werden dort bis heute für ihren praktischen Nutzen geschätzt. Denn Berufsbekleidung von Elis oder ähnlichen Anbietern zeichnet sich durch einen ganz besonderen Mix aus:
- Sie sitzt gut, ohne den Körper einzuengen.
- Sie ist strapazierfähig und dennoch weich.
- Sie ist vielseitig einsetzbar.
Die Dreifaltigkeit der Workwear macht diese auch für viele Trendsetter interessant. Denn ob Arbeitshose oder Holzfällerhemd – im modernen Streetstyle sind sie ein bewusster Stilbruch, der einem Look genau die richtige Würze verleiht.
Denn beim Utility-Trend stehen genau die rauen Kanten im Mittelpunkt. Robuste Materialien und praktische Schnitte aus dem Arbeitsalltag symbolisieren Stärke, Unabhängigkeit und ein gewisses Maß an Rebellion. Kurz gesagt: Sie widersetzen sich dem Clean-Girl-Chic und dem Old-Money-Style, die die Modewelt lange Zeit fest im Griff hatten.
Stars wie Hailey Bieber und Rihanna machen es vor: Mit Latzhose oder Detroit Jacket verpassen sie ihren Streetstyle-Looks eine zusätzliche Portion Coolness.
Arbeitskleidung bekommt wieder ein neues Image
Wie viele Teile aus Denim befinden sich in deinem Kleiderschrank? Zwei, drei – oder gleich ein ganzes Sammelsurium
Wusstest du, dass das heute als Jeansstoff bekannte Material seinen Ursprung nicht etwa in einem feinen Modeatelier hat? Stattdessen erschuf Levi Strauss mit der Nietenhose ein praktisches Beinkleid für Cowboys, Farmer und Goldgräber.
Dass Arbeitskleidung neu kodiert wird, ist also nichts Neues. Im Gegenteil – die inzwischen ikonischen Doc-Martens-Stiefel wurden ursprünglich für Fabrikarbeiter entworfen und die heutige Streetstyle-Marke Carhartt produzierte ihre Bekleidung zunächst für Eisenbahnarbeiter.
Inzwischen sind Jeanshosen oder Boots kaum mehr aus dem Fashionalltag wegzudenken. Der Utility-Trend geht jedoch noch etwas weiter. Bei ihm wird die einstige Workwear nicht nur in ein Outfit integriert, sondern bewusst in Szene gesetzt.
Etwa durch die Kombination der strapazierfähigen "Arbeitsstoffe" mit dünneren und feineren Materialien. So gehört das Ensemble aus kurzem Sommerkleid, Ankle Boots und Jeansjacke heute zum Go-to-Summer-Outfit zahlreicher Stilikonen.
Zurück in die 90s: Workwear als Basis für den Y2K-Look
Bella Hadid gehört sicherlich zu den Workwear-Fashion-Queens unserer Zeit. Die Kombi aus edlem Kleid oder Overall und Oversize-Arbeitsjacke zählt schließlich inzwischen zu den Statement-Looks des Supermodels.
Und nicht nur das – der schönen US-Amerikanerin gelingt auch immer wieder der Sprung vom Utility- zum Y2K-Trend.
Zugegeben, so schwer ist das gar nicht, denn bereits in den 1990er- und 2000er-Jahren waren ausgewählte Stücke aus der Arbeitskleidung ein Styling-Must-have.
Allen voran natürlich die Latzhose. Ob Britney Spears, Gwen Stefani oder Avril Lavigne – mindestens einmal waren die Popsternchen dieser Ära im Bib Overall auf dem roten Teppich anzutreffen.
Möchtest du den Y2K-Look heute rocken, ist eine Latzhose also das ideale Basic. Kombiniere sie einfach mit einem bunten Crop-Top und Sneakers, schon steht das 90er-Jahre-Statement-Outfit. Setzt du dir dazu noch eine getönte Sonnenbrille auf die Nase, gibt's gleich eine Extraportion Coolness obendrauf.
Natürlich sind auch andere Workwear-Teile ideal, um sie in deinen Y2K-Lieblingslook einzuflechten. Von der übergroßen Jeansjacke über die bequemen Cargos bis zu den knöchelhohen Boots mit dicker Gummisohle.
