Jennifer Rostock rappt nackt in Musikvideo

"Hengstin" kritisiert Sexismus: „Die Waffen einer Frau richten sich gegen sie selbst“

Im Musikvideo zu Jennifer Rostock will ein Zeichen gegen Sexismus setzen. Der Deutsch-Rap-Titel

Musik kann bewegen. Die Band Jennifer Rostock setzt in letzter Zeit besonders deutliche Statements mit ihrer Musik. Nachdem sie erst kürzlich mit ihrem „Wähl die AfD“-Song polarisierten, setzen sie sich mit dem neuen Titel „Hengstin“ für die Rechte von Frauen ein. Im Musikvideo dazu rappt Sängerin Jennifer Weist, 29, nackt. Passt das zu der Feminismus-Message?

„Der außergewöhnlichste Track auf dem Album hat auch ein besonderes Video verdient!“ schreibt Jennifer Rostock zu dem neu veröffentlichten Musikvideo zu „Hengstin“ auf Facebook. Ganz anders als man es von ihr gewohnt ist, gibt Jennifer Heist in dem neuen Song nämlich harten Deutsch-Rap zum Besten.

Harter Deutsch-Rap von Jennifer Rostock gegen Sexismus

„Wir leben in ‚nem Herrenwitz, der nicht zum Lachen ist, doch wenn man ihn nur gut erzählt, merkt keine Sau, wie flach er ist“, kritisiert der Text von Jennifer Rostocks neuem Song die männerdominierte Gesellschaft. „Die Waffen einer Frau richten sich gegen sie selbst“, rappt Jennifer Weist im knappen Outfit.

Jennifer Weist rappt nackt in "Hengstin"

Doch obwohl sie singt „Ich glaube nicht, dass mein Körper meine Waffe ist, ich glaube nicht, dass mein Körper deine Sache ist“, performt sie ebendiese Zeilen komplett nackt. Die Aufmerksamkeit liegt somit genau auf den Waffen der Frau, die Jennifer Weist bewusst im Video einsetzt. Dadurch wird die Botschaft der Band besonders deutlich.

Jennifer Rostock gab in einem Statement die Beweggründe für den Titel „Hengstin“ bekannt:

Eine Band macht 2016 einen Song über Feminismus. Muss das wirklich sein? Unsere Antwort lautet eindeutig: ja. Unsere Gesellschaft gibt sich auf der Fassade progressiv und fortschrittlich, aber das Furnier ist dünn. Wir sind noch weit entfernt von echter Gleichberechtigung.

Mit ihrem Song setzt Jennifer Rostock ein Zeichen. Denn die Zeilen des Songs in Verbindung mit den zum Teil befremdlichen Bildern lassen den Zuschauer oder -hörer nicht kalt. Und es zeigt, abgesehen von anderen Bereichen, in denen Frauen noch immer schlechter gestellt sind als Männer, wie selten es politische, deutschsprachige Musik, insbesondere von Frauen, gibt.

Seht euch das Musikvideo hier an: