Das 1x1 des richtigen Düngens

Pflanzenpower von der Wurzel bis zur Blüte: Das 1x1 des richtigen Düngens

Ob Blüh- oder Grünpflanze, jede hat so ihre ganz eigenen Bedürfnisse. Damit sie wachsen und gedeihen, gibt’s hier die besten Tipps und Tricks!

Frau Pflanzen düngen© iStock
Für Balkonpflanzen sind Düngerkegel, die ihre Nährstoffe auf Vorrat abgeben, besonders gut geeignet.

So wird der Garten zum Blütenmeer

Hobbygärtner wissen: Pflanzen brauchen zum Leben nicht nur Wasser und Luft, sondern auch Nährstoffe. Für eine üppige Blütenpracht ist es deshalb wichtig, die Pflanzen ausreichend zu versorgen. 

Universaldünger

Die hergestellten mineralischen Volldünger, Blaukorn zum Beispiel, enthalten von allen Nährstoffen etwas: Stickstoff fürs Blattwachstum, Phosphor für Blüten und Früchte, Kalium für die Gesundheit und Festigkeit der Pflanzenzellen. Das hat den Vorteil, dass die Pflanzen sich ihrem Bedarf gemäß selbst versorgen können. Nachteil: die nicht verwerteten Komponenten reichern sich in der Gartenerde an und belasten den Boden so auf Dauer.

Organische Dünger

Sie liefern zwar auch alle benötigten Substanzen, aber in kleineren Mengen. Die Gefahr einer Überdüngung ist also nicht so groß wie bei mineralischen Produkten. Ihre Basis sind natürliche Pflanzen- und Tierreste wie Kompost, Stallmist, Hornspäne oder Vogelmist.

Bester Zeitpunkt

Hier gilt: Nur während der Wachstums- und Blütephase düngen, gern an einem windstillen, bedeckten, aber regenfreien Tag und auf keinen Fall bei praller Sonne! Die beste Zeit dafür ist der frühe Vormittag oder Abend. Dünger in Pelletform wird in den Boden eingearbeitet und muss gut gewässert werden. Flüssige Produkte werden einfach dem Gießwasser beigemischt.

Wie oft düngen? 

Kübelpflanzen brauchen wegen des geringen Wurzelraums regelmäßig Nährstoffe – Oleander, Engelstrompete oder Enzianstrauch sogar wöchentlich. Wichtig: Den Dünger immer nah an der Wurzel verteilen und nie auf die Blätter geben. Flüssigdünger eignet sich ideal, um schnell mal im Laufe der Saison etwas nachzudüngen.

Dünger selbstgemacht – mit Unkraut aus dem eigenen Garten

Für eine Jauche ein Kilo frische Brennnesseln oder Beinwell zerkleinern und mit zehn Litern Wasser in ein großes Gefäß geben. Abdecken, für 14 Tage stehen lassen und öfters umrühren. Gegen den Geruch etwas Steinmehl einrühren. Den konzentrierten Sud noch mit Wasser verdünnen (1:5).

Dünger-Tipps für Rosen und Co.

  • Rhododendron gehört zu den Moorbeetpflanzen und sollte im Frühjahr mit Hornmehl, im Herbst mit Hornspänen gedüngt werden.
  • Rosen werden mit Hornspänen gedüngt, sobald sie austreiben und zum zweiten Mal im Juni. Dann sollte der Dünger mehr Kalium und Phosphor enthalten.

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Verwendete Quellen: IN