Winterdepression: 3 Gute-Laune-Tipps für die dunkle Jahreszeit

Das hilft wirklich gegen miese Stimmung, Müdigkeit und Fressattacken

Im Winter leiden viele Menschen unter den Symptomen einer sogenannten Winterdepression. Wir erklären die Ursachen und verraten die besten Tipps für bessere Laune und mehr Energie …

Was ist eine Winterdepression?

Du bist ständig müde, traurig und kannst nicht aufhören zu essen? Dann könnte es sein, dass du an einer sogenannten Winterdepression leidest. Die kalte Jahreszeit wirkt sich vor allem auf deinen Hormonhaushalt und dein Immunsystem aus. Der Grund dafür ist laut einer Studie des Fachjournals "Acta Psychiatrica" das fehlende Licht im Winter und ein damit verbundener Mangel an Vitamin D.

Vitamin D ist notwendig, damit das Glückshormon Serotonin an dein Gehirn weitergeleitet wird. Da es im Winter häufig an Licht fehlt, kann es vorkommen, dass dein Körper zu wenig Serotonin produziert und das wirkt sich dann negativ auf deinen Gemütszustand aus. Auch der Tag-Nacht-Rythmus wird im Winter gestört, weil es sehr lange dunkel ist und der Körper dadurch vermehrt das menschliche Schlafhormon Melatonin ausschüttet. Daher kann es sein, dass du dich ständig müde und antriebslos fühlst.

 

 

Zum Glück gibt es einige Dinge, die du machen kannst, damit du dich auch im Winter gut fühlst. Wir haben die drei wichtigsten Tipps zusammengefasst.

 

 

1. Vitamin D

Experten gehen davon aus, dass mindestens 60 Prozent der Deutschen im Winter einen zu niedrigen Vitamin-D-Spiegel im Blut haben. Aber selbst im Sommer leiden viele ohne es zu wissen an einem Mangel. Aus diesem Grund ist es umso wichtiger, dass du regelmäßig dein Blut untersuchen lässt, um entsprechend deinen Speicher aufzufüllen.

Lass dir am besten immer die genauen Werte von deinem Arzt oder Labor mitteilen und überprüfe dann selbst, wie ausgeprägt der Vitamin-D-Mangel ist. Anschließend kannst du einen Vitamin-D-Rechner nutzen, der dir zu entsprechenden Dosierungen rät, um deinen Bedarf zu decken.

Ein Mangel an Vitamin kann übrigens weitreichende Folgen haben. Müdigkeit, Kopfschmerzen, Antriebslosigkeit und ein schwaches Immunsystem sind da noch harmlos. Denn unbehandelt leiden vor allem deine Knochen und Zähne, sogar die Entstehung von Krebs soll durch einen Vitamin-D-Mangel begünstig werden. Nahrungsergänzungsmittel sind also nicht nur im Winter ratsam.

Unsere Favoriten der Redaktion:

1. ESN "Vitamin D3+K2 Kapseln", hier für ca. 20 Euro shoppen
2. Zex+ Nutrition "VITAMIN D3 & K2 Kapseln", hier für ca. 20 Euro shoppen
3. Vihado "Vitamin D3 Tropfen", hier für ca. 18 Euro shoppen

 

2. Lichttherapie

Um das Schlafhormon Melatonin im Körper abzubauen und die Stimmung aufzuhellen, sind außerdem Tageslichtlampen hilfreich. Der Unterschied zu einer normalen Lampe ist die extreme Helligkeit von 2.500 bis zu 10.000 Lux. Die herkömmliche Beleuchtung deiner Wohnung beträgt gerade mal 300 bis 500 Lux. Durch die Lichttherapie wird der Mangel an Licht kompensiert und das Wohlbefinden gesteigert. Die Anwendung der Lampen variiert dabei von Hersteller zu Hersteller. Wir haben zwei unterschiedliche Modelle getestet.

"LT 460 Tageslichtlampe" von Medisana

  • Maße: 26 x 15 cm
  • klein, flach und leicht wie ein Tablet
  • zwei Intensitätsstufen
  • Lichtintensität bis zu 10.000 Lux
  • geringer Energieverbrauch dank LED-Leuchtmitteln

Hier kannst du die "LT 460 Tageslichtlampe" von Medisana für ca. 39 Euro statt 80 Euro shoppen.

Mein Fazit:

Die Lampe ist überraschend leicht und handlich. Sie kommt mit einem Staubbeutel und lässt sich dadurch auch ideal auf Reisen mitnehmen. Die Handhabung ist auch sehr einfach. Es gibt zwei unterschiedliche Intensitätsstufen, was ich gerade am Anfang als sehr praktisch empfunden habe. Zunächst war mir die hellere Stufe zu intensiv und ich habe die ersten Male die niedrigere Helligkeitsstufe genutzt, um mich an die Behandlung zu gewöhnen. Dann habe ich mich mit der Zeit gesteigert. Je nach Helligkeit und Abstand zum Gerät muss man sich täglich für eine bis zwei Stunden 'beleuchten' lassen, um einen Effekt zu erzielen. Ich habe nach einer Woche täglicher Nutzung einen Unterschied gemerkt und mich fitter und besser gefühlt.

"TL 80 Tageslichtlampe" von Beurer

  • Maße 39 x 32 cm
  • sehr große Beleuchtungsfläche
  • stufenlose Neigungsverstellung und sicherer Standfuß
  • Lichtintensität bis zu 10.000 Lux
  • geringer Energieverbrauch dank energiesparenden Leuchtmitteln

Hier kannst du die "TL 80 Tageslichtlampe" von Beurer für ca. 97 Euro shoppen.

Mein Fazit:

Auch die Tageslichtlampe der Marke Beurer hat mich überzeugen können und ist in der Anwendung sehr ähnlich. Der einzige Unterschied besteht in der Größe der Lampe. Sie ist deutlich größer und daher ist sie weniger gut zu transportieren. Gleichzeitig ist die Lichtfläche aber auch entsprechend größer und ich hatte tatsächlich das Gefühl, dass die 'Bestrahlung' dadurch noch intensiver war. Außerdem habe ich das Licht irgendwie als angenehmer empfunden. Man muss sich aber erstmal ein bisschen mit der Größe arrangieren und einen guten Platz für die Lampe finden. Doch wenn man herausgefunden hat, wie man das Produkt für sich am besten anwenden kann, dann ist auch das kein Problem. Auch hier habe ich mich nach ca. einer Woche täglicher Anwendung deutlich besser gefühlt.

Grundsätzlich ist es ratsam die Lichttherapie direkt morgens, zum Beispiel beim Frühstück, zu machen. So wird das überschüssige Melatonin aus der Nacht direkt abgebaut. Allerdings solltest du beachten, dass das intensive Licht gerade am Anfang sehr anstrengend für deine Augen sein und auch Kopfschmerzen auslösen kann. Wenn du unter Migräne leidest, ist besondere Vorsicht geboten.

Falls du in der Vergangenheit festgestellt hast, dass eine Lichttherapie mit einer Tageslichtlampe nicht das Richtige für dich ist, dann gibt es allerdings auch noch Alternativen. Zum Beispiel eine Nachttischlampe mit Sonnenaufgangssimulation. Dadurch wirst du nicht mehr ruckartig aus dem Schlaf gerissen, sondern wachst erholter auf. Falls dir der sanfte Effekt nicht ausreicht, kannst du auch noch entspannte Töne wie Vogelzwitschern oder Wellenrauschen einstellen.

3. Sport und soziale Kontakte

Gerade im Winter ist es schwierig, sich vom Sofa aufzuraffen und zum Sport zu gehen. Doch wenn du den Verdacht hast, an einer Winterdepression zu leiden, ist Sport die beste Therapie. Denn dadurch wird nicht nur Serotonin in deinem Körper ausgeschüttet, sondern auch Dopamin und Adrenalin. Ob du ins Fitnessstudio gehst, spazieren oder joggen, bleibt dir überlassen.

Ebenso wichtig ist genügend Zeit mit deiner Familie und deinen Freunden zu verbringen. Natürlich darfst du dich auch mal faul auf's Sofa kuscheln und Netflix gucken, aber versuch dich regelmäßig zu verabreden und soziale Kontakte zu pflegen. Denn der beste Stimmungsaufheller ist unter Leute zu gehen oder ein gutes Gespräch mit der besten Freundin.

 

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