Horst Lichter: So kämpfte er sich aus dem Tief

Horst Lichter ist dem Publikum als Frohnatur bekannt: immer freundlich, immer einen fröhlichen Spruch auf den Lippen. Doch es gab Zeiten in seinem Leben, die waren so dunkel, dass der "Bares für Rares"-Moderator sogar darüber nachdachte, sich das Leben zu nehmen. Im Gespräch mit dem "Zeit-Magazin" blickt Horst Lichter auf diese schwierige Phase zurück und erzählt, wie er sich aus dem Tief kämpfte.

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"Ich mag den, der ich heute bin. Der wäre ich nicht, wäre früher irgendetwas anders gelaufen", so Horst Lichter© Getty Images

Horst Lichter: Mehrere Schicksalsschläge 

Bereits in jungen Jahren hatte der beliebte TV-Koch Horst Lichter (64) schwere Schicksalsschläge zu verkraften: Als Zwölfjähriger musste er nach einem Trampolinunfall wiederbelebt werden, lag monatelang im Krankenhaus. Als der Rheinländer 20 Jahre alt war, starb seine erste Tochter an plötzlichem Kindstod. Fünf Jahre später erlitt er seinen ersten Schlaganfall. Ein Jahr darauf starb sein Vater. Nochmal zwei Jahre später folgte der zweite Schlaganfall inklusive Herzinfarkt. Als nur kurz darauf sein eigenes Restaurant pleite ging, verlor Lichter seinen Lebensmut.

"Du musst leiden, damit der Schmerz weggeht"

Die Situation schien ausweglos. Ich hatte Angst, dass alle über mich lachen würden, 

erinnert sich Horst Lichter. Weil er sich sein Scheitern nicht eingestehen wollte, raste er damals mit seinem Motorrad durch die Eifel und dachte kurzzeitig daran, alles hinter sich zu lassen. Doch während einer Zigarettenpause fasste er einen neuen Entschluss: Er wollte kämpfen – und es allen beweisen! Gemeinsam mit seiner heutigen Frau Nada begann er noch einmal von vorn, verkaufte vieles, trennte sich von Mitarbeitern und arbeitete unermüdlich im Restaurant. Rückblickend sagt er: "Du musst leiden, damit der Schmerz weggeht."

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Verwendete Quellen: Die neue Frau