OK! sprach mit Joko Winterscheidt

Über die Geburt seiner Tochter

Sein Leben wird im Moment ganz schön durcheinandergewirbelt. Am 30. Juli hat Mila-Marie das Licht der Welt erblickt und das Herz von Joko ­Winterscheidt, 31, im Sturm erobert. Im Gespräch mit OK! plaudert der frischgebackene Papa übe

Herzlichen Glückwunsch! Waren Sie bei der Geburt dabei?
Ja, und schon auf dem Weg ins Krankenhaus war jegliche Theorie verflogen. Das ist eine ganz andere Welt, in die man da eintaucht. Um die Geburt zu beschreiben, fehlen mir die Worte. Ich habe die ganze Nacht Rotz und Wasser geheult. Mein Vater hat angerufen, um zu hören, ob alles gut gegangen ist, und ich habe eine Minute lang keine Worte gefunden, weil ich einfach so geweint habe.

Wie hat das Baby Ihr Leben verändert?
Nur zum Positiven. Da war sofort diese bedingungslose Liebe in mir. Der einzige Nachteil ist, dass man wenig Schlaf bekommt. Ansonsten ist es einfach nur großartig, und das Leben ist viel schöner mit der Kleinen. Sobald ich sie sehe, ist der ganze Stress, den ich den ganzen Tag über habe, wie weggewischt. Das hat den gleichen Effekt wie nach dem Joggen.

Wie ist die Arbeitseinteilung bei Ihnen?

Meine Freundin gibt die Brust, und ich wechsel die Windeln. Nachts brauche ich immer so zehn Minuten, bis ich es schaffe, aus dem Schlafzimmer zu trotten und dem Kind die Windeln zu wechseln. Und was den Beruf angeht: Im Moment arbeite ich einfach nur das Nötigste. Ich muss auch sagen: Ich habe großartige Kollegen, die mir den Rücken freihalten, wo es nur geht.

War die Kleine ein Wunschkind?
Wir haben uns nie Gedanken gemacht, wann wir ein Kind wollen. Aber es gibt nichts Besseres, als junge Eltern zu sein. Ich habe auch drei Freunde, die im letzten Jahr Eltern geworden sind. Dazu zählt Matthias Schweighöfer. Plötzlich hat man das Gefühl, erwachsen geworden zu sein, weil man mit seinen Kumpels über ganz andere Dinge redet. Da geht es dann nicht mehr ums Amüsieren und um die Wochenendplanung, sondern nur noch um die Kids.

Und jetzt wird schnell geheiratet?

Komischerweise ist das kein Thema. Wir brauchen keinen Ring, der unsere Liebe besiegelt. Wir wissen auch so, dass wir uns lieben. Aber wer weiß, vielleicht sind wir in einem halben Jahr verheiratet.

War’s denn von Anfang an klar, dass ihre Freundin Lisa „die eine“ ist?

Für mich ja, aber sie musste ich erst von mir überzeugen. Wir haben uns vor etwa fünf Jahren auf einem Event in Berlin kennengelernt. Sie hatte da noch einen Freund und hat in Würzburg gewohnt. Aber nach etwa drei Monaten ist sie dann meinem Charme erlegen. (lacht)

Womit beschäftigen Sie sich momentan am meisten?

Ich träume davon, morgens aufzustehen, die Jogginghose anzuziehen und den ganzen Tag nur mit der Kleinen rumzuhängen. Manchmal würde ich gern mit ihr tauschen. Einfach die Augen zumachen, ein bisschen rumknatschen und ab und zu was zu essen kriegen. Zum Glück habe ich Ende des Monats zwei Wochen frei …

Und dann kaufen Sie Baby-Kleidung ein?
Oh ja! Das liebe ich! Schon vor drei Jahren bin ich mit Lisa durch die Kinderabteilung von H&M gelaufen und habe ein Rocker-Outfit mit Mini-Sneakers und einer Lederjacke à la Tom Cruise in „Top Gun“ zusammengestellt. Ich dachte nämlich immer, ich bekomme mal einen Jungen. Jetzt herrscht natürlich die Farbe Rosa vor.

Jennifer Hartfeld