Steffen Groth: Der Star aus Doctors Diary

Auch wenn er nach 13 Jahren als Schauspieler schon eine erstaun­liche Anzahl von Rollen zusammenbekommt – seinen richtig
großen Durchbruch hatte Steffen Groth, 36, erst letztes Jahr in der zweiten Staffel von „Doctor’

Guten Appetit, seit wann sind Sie denn Vegetarier?
Seit elf Jahren ernähre ich mich aus ethischen Gründen vegetarisch. Ich finde den Geschmack von Fleisch großartig. Aber irgendwann habe ich gedacht: Das ist ganz schön feige von mir, denn ich mag Tiere sehr. Trotzdem ist es so, dass ich jedes Mal, wenn ich an so einer Dönerbude vorbeigehe, denke: Ach, riecht das lecker! (grinst)

War die Umstellung damals schwierig?
Mittlerweile gibt es ganz leckeren Fleisch­ersatz. Aber vor zehn Jahren gab es ja nur dieses muffige Grünkernzeugs, das nach eingelegter Jutetasche geschmeckt hat. 

Sie haben zwei Kinder. Bekommen die auch nur vegetarisches Essen?
Ja. Mein Sohn ist zwei, meine Tochter vier. Die sind noch zu jung, um ihnen zu erklären, dass Tiere brutal geschlachtet werden. Aber die siebenjährige Tochter meines Schwagers fragte mich neulich, warum ich denn kein Fleisch essen würde. Dann erklärte ich ihr das, und sie sagte nur: Mir ist das egal. Ich esse trotzdem Tiere. (lacht)

Anderes Thema: Was hat Sie an Ihrer Rolle als Motorrad-Polizist Hauke Jessen beim „Großstadtrevier“ gereizt?
Normalerweise verkneife ich mir das Motorradfahren, weil ich zwei Kinder habe und ich es schweinegefährlich finde. Aber es macht mir so viel Spaß. Es ist zwar bescheuert, aber ich habe mir extra viele Motorradszenen in die Drehbücher schreiben lassen. Vor mir selbst und vor meiner Familie kann ich mich jetzt rechtfertigen und sagen: Okay, tut mir leid, aber ich muss  das ja machen. (lacht)

Auch bei „Doctor’s Diary“ wird es gefährlich für Sie. Was passiert, wenn Gretchen rausbekommt, dass sie gar kein Millionär sind?
Ich darf nicht so viel verraten, aber verheiratet sind wir. Ist dann nur die Frage: Wenn ich nicht der bin, der ich vorgebe zu sein, ist die Hochzeit dann überhaupt gültig? (grinst)

Noch drei persönliche Fragen: Was gefällt Ihnen an sich überhaupt nicht?
Ich hätte gern kleinere Ohren. Auf dem Schulhof wurde ich Dumbo genannt, und mir wurde gesagt: Wenn alle von der Klippe springen würde, wär ich der Einzige, der überlebt. Aber ich hatte keine schlimme Kindheit, nur weil ich mal gehänselt wurde.

Und was gefällt Ihnen ganz gut an sich?
Meine Körpergröße. Ich bin 1,86 Meter groß. Das ist nicht zu klein und nicht zu groß. Ich mag es gern, wenn Frauen etwas kleiner sind, und sooo viele Frauen, die größer als 1,86 Meter sind, gibt es nicht.

Apropos, was ist Ihnen bei einer Frau besonders wichtig?
Ich finde es toll, wenn Frauen kreativ sind,  Humor haben und ein sexy Lächeln besitzen. Wenn sie einen schönen Körper haben, ist das am Anfang zwar ganz nett, aber viel wichtiger ist, dass es auf einer emotionalen Ebene stimmt. Dann kann man über alles Körperliche hinwegsehen. Und wenn nicht, hilft auch kein super Körper. (grinst)

Thomas Kielhorn