Jens Hilbert: Wie schön müssen Männer sein?

Der Hairfree-Boss verriet OK!, was er alles für seinen Look tut

Jens Hilbert tut einiges für sein gutes Aussehen. Unter anderem werden bei einem von seiner Firma entwickelten Verfahren unliebsame Barthaare mit reinem UV-freiem Licht behandelt und fallen dadurch aus. Jens Hilbert setzt auf Bleaching für das perfekte Strahle-Lächeln. Mit einem Filler wird außerdem die Haut aufgepolstert, dadurch wird die Nasolabialfalte bekämpft. Gegen eine hohe Stirn und Geheimratsecken unterzog sich Jens einer Haartransplantation. Dafür werden einige Haare vom Hinter- auf den Vorderkopf verpflanzt. Mit einer Blutplasma-Unterspritzung wurde gegen dunkle Augenringe angegangen. Das injizierte Eigenplasma stabilisiert die dünne Haut unter den Augen, die feinen Blutgefäße scheinen weniger durch. Faltenfrei dank Botox: Das Nervengift lähmt die Gesichtsmuskulatur, dadurch verschwinden Zornesfalten und sogar tiefe Furchen auf der Stirn. Aber nicht nur im Gesicht half Hilbert der Natur auf die Sprünge: Er ließ sich an Bauch und Hüfte Fett absaugen.

Längst bekommen nicht mehr nur Frauen den Beauty-Druck zu spüren. Auch bei den Herren der Schöpfung scheinen Duschen, Deo und ein bisschen Creme im Gesicht schon lange nicht mehr auszureichen. Heute machen immer mehr Männer deutlich mehr, um gut auszusehen. Dass es dabei aber nicht immer nur um die Optik geht, sondern um ganz andere Dinge, verrät uns Jens Hilbert, Red-Carpet-erprobter Selfmade-Millionär und Chef der Haarentfernungsfirma Hairfree...

Männer sollten unperfekt sein

Auf die Frage, wie perfekt ein Mann sein muss, antwortet Selfmade-Millionär Jens Hilbert überraschenderweise:

Wenn es geht, so 'unperfekt' wie möglich. Nicht überbräunt, überglatt und überpflegt. Ich denke, da vertrete ich die Meinung vieler Frauen.

Ihm selbst sei es allerdings sehr wichtig, gut auszusehen, da er es liebe "überdurchschnittliche Ergebnisse zu erreichen -  sowohl beruflich als auch privat." Ihm sei Optik sehr wichtig, da er das Gefühl habe, dass "gesunde, vitale und sportlich aussehende Menschen erfolgreicher sind."

Schönheits-OPs gegen Minderwertigkeitskomplexe

Trotzdem er gesund ist, entschied er sich, die Risiken von vielen Schönheits-OPs in Kauf zu nehmen. Er sagt jedoch, dass die Entscheidung keine leichtfertige war:

Die Hemmung war schon groß. Ich habe dreimal den Termin zur Fettabsaugung wieder abgesagt, weil ich Angst hatte, ähnlich beim ersten Botox-Termin. Letztlich entscheidet im Leben aber immer der größere Schmerz – so wie bei mir. In meiner Vergangenheit hatte ich oft mit Erniedrigung zu kämpfen. Diese Minderwertigkeitskomplexe vollständig zu überwinden, gelang mir bis heute nicht.

Seine Motivation für die ersten Behandlungen sei deshalb wohl "die Angst vor Ablehnung" gewesen. In Zukunft wolle er aber "den langfristigen Seelenschmerz [seiner] inneren Unzulänglichkeiten noch intensiver bearbeiten, um zukünftig auf kurzfristige Schmerzen wie Schönheits-OPs verzichten zu [können]".

Auch Männer werden älter

Der Druck, perfekt sein zu wollen ist besonders in der Promiwelt ein Thema. Doch inzwischen sind davon nicht mehr nur die Frauen betroffen. Jens Hilbert findet, dass das Vorurteil, "Frauen werden älter und Männer charismatischer" nicht stimmt.

Letztlich werden Frauen auch charismatischer und Männer mit Tränensäcken und dunklen Furchen unter den Augen nicht gleich schöner.

Trotzdem gebe es Unterschiede zwischen den Geschlechtern. "Ein Sylvester Stallone hat trotz, aus meiner Sicht, misslungenem Facelift nicht weniger Kinofilme gedreht", während weibliche Stars trotz gutem Aussehen nicht mehr Angebote bekämen.