
Patrice Aminati: Sie kritisiert das Gesundheitssystem
Das deutsche Gesundheitssystem steht immer wieder massiv in der Kritik, weshalb sich die Talksendung "Hart aber fair" diesem Thema kürzlich unter dem Titel "Teuer und nur Mittelmaß – was läuft schief bei Ärzten, Kliniken und Kassen?" widmete. Zu Gast waren unter anderem der Virologe und CDU-Politiker Hendrik Streeck (48), der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung Andreas Gassen (63) sowie Patrice Aminati (31). Letztere kennt sich mittlerweile leider unfreiwillig gut mit den Tücken des Gesundheitssystems aus, kämpft sie doch seit einigen Jahren gegen schwarzen Hautkrebs. Eine Heilung ist bei ihr zum jetzigen Zeitpunkt leider nicht mehr möglich, wie sie in der Runde klar machte:
Ich werde dank Medikamenten künstlich am Leben gehalten.
Im Talk ging es vor allem um eines: Kosten einsparen. So soll die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) im Jahr 2027 insgesamt 16,3 Milliarden Euro einsparen. Das sollte jedoch keinesfalls auf Kosten von präventiven Vorsorgemaßnahmen geschehen, machte Aminati deutlich. Sie würde sogar befürworten, eine Hautkrebs-Früherkennung bereits ab 14 Jahren anzubieten. Eine frühere Schärfung des Bewusstseins für das Thema und ein entsprechendes Angebot des Systems hätte sie vielleicht vor dieser schlimmen Krankheit bewahren können, wie sie erklärt: "Ich habe das total unterschätzt. Ich möchte nicht, dass andere den gleichen Fehler machen."
Patrice Aminati: Ihr Kampf gegen die Metastasen
Patrice Aminati musste erst vor Kurzem einen weiteren Rückschlag in ihrem ohnehin schweren Kampf verkraften. Neben der öffentlichen Schlammschlacht mit ihrem Noch-Ehemann Daniel Aminati wurden bei ihr erneut neue Metastasen festgestellt. Des Weiteren gestaltet es sich für die 31-Jährige derzeit als extrem schwierig, eine Therapie zu finden, die einerseits anschlägt und die sie andererseits körperlich verträgt. Gegenüber der "Bild" erklärte sie über ihren derzeitigen Gesundheitszustand: "Ohne Medikamente in voller Dosis geht leider nichts. Kaum haben wir ein Medikament gefunden, und es schlägt an, werden die Leberwerte so schlecht, dass wir pausieren müssen. Dann besteht die Gefahr, dass die Metastasen sich wieder ausbreiten." Es ist ein medizinischer Drahtseilakt, den Patrice Aminati jeden Tag aufs Neue meistern muss. Glücklicherweise kann sie sich in dieser Zeit aber auf ein Ärzteteam verlassen, dem sie voll und ganz vertraut. Über ihre medizinische Betreuung sagte sie dankbar: "Ich bin in so guten, liebevollen Händen. Was die Ärztinnen, Ärzte und Schwestern jeden Tag leisten, wie sie sich engagieren, ist mit nichts aufzuwiegen."
Patrice Aminati gibt dem abstrakten Begriff "Gesundheitssystem" ein Gesicht. Ihr Schicksal zeigt schmerzhaft auf, dass hinter Sparmaßnahmen echte Menschenleben stehen. Dass sie trotz ihrer eigenen schweren Situation die Kraft findet, für eine frühere Hautkrebs-Vorsorge ab 14 Jahren zu kämpfen, verdient höchsten Respekt. Es ist eine Warnung an eine Gesellschaft, die Vorsorge oft als optional betrachtet.
Verwendete Quellen: Hart aber fair; Bild







