Xatar (†43): Todesermittlungsverfahren abgeschlossen
Es war ein Schock in der deutschen Rap-Szene: Anfang Mai 2025 wurde Xatar (†43) leblos in der Kölner Wohnung einer Geschäftspartnerin aufgefunden. Nach und nach kamen mehr Details über das plötzliche Ableben des "Rheingold"-Stars ans Licht, die genaue Todesursache blieb jedoch lange Zeit unklar. Ein Todesermittlungsverfahren wurde eingeleitet, um zu klären, ob ein Fremdverschulden vorlag.
Herzinfarkt: Witwe enthüllt Todesursache in ARD-Doku
Nach Abschluss der Ermittlungen teilte Kölner Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer auf Nachfrage der "Bild" jetzt mit: "Die Staatsanwaltschaft Köln hat die Ermittlungen zu den Todesumständen von Giwar Hajabi nach Auswertung des von ihr in Auftrag gegebenen chemisch-toxikologischen Gutachtens abgeschlossen. Es haben sich insgesamt keine Hinweise darauf ergeben, dass der Tod des Künstlers durch schuldhaftes Verhalten anderer Personen verursacht worden wäre. Das Todesermittlungsverfahren ist daher eingestellt worden." Weiter heißt es in der Mitteilung: "Vor diesem Hintergrund wird die Staatsanwaltschaft zur Wahrung von Persönlichkeitsrechten des Verstorbenen und seiner Angehörigen keine weiteren Einzelheiten zu Ermittlungsergebnissen mitteilen." Die genaue Todesursache des Rappers blieb für die Öffentlichkeit somit lange unbekannt.
Doch ein Jahr nach Xatars Tod, im Mai 2026, brachte seine Witwe Farvah Hajabi Licht ins Dunkle und offenbarte, woran der Rapper verstarb. In der ARD-Doku "Ein Leben ist nicht genug" enthüllte sie, dass der Musiker an den Folgen eines Herzinfarktes gestorben ist: "Er ist fit gewesen. Sei es mental und auch physisch. Wenn das jetzt vor zwei Jahren oder so gewesen wäre, hätte ich das definitiv darauf geschoben. Ich kann es mir nicht erklären, ich will es mir nicht erklären und ich möchte auch nicht, dass es mir irgendwer erklärt", so die emotionalen Worte der Witwe.
Xatar, bürgerlich Giwar Hajabi, galt als einer der einflussreichsten, aber auch umstrittensten Künstlern der deutschen Rap-Szene. Sein plötzlicher Tod erschütterte Fans und Kollegen gleichermaßen. Zahlreiche Rapper meldeten sich zu Wort und nahmen öffentlich Abschied von dem 43-Jährigen. "Möge deine Seele in Frieden ruhen, mein aufrichtiges Beileid an deine Familie. Du hast Deutschrap als eine der größten Rap-Legenden verlassen, ich werde dich immer gut in Erinnerung behalten", trauerte Farid Bang. Auch Haftbefehl zeigte sich schockiert vom viel zu frühen Tod des Musikers: "Mir fehlen die Worte, mein Bruderherz. Ich hoffe, du bist an einem besseren Ort jetzt. Mein aufrichtiges Beileid an die Familie. Legends Never Die."
Verwendete Quellen: Bild, Instagram
Alle Infos zu Rapper Xatar
- Bürgerlicher Name: Giwar Hajabi.
- Geburt: Er wurde am 24. Dezember 1981 in Kūh-e Qal'eh (Iran) geboren und kam als Flüchtling kurdischer Herkunft nach Deutschland.
- Musikalische Anfänge: Er gründete das Label Alles oder Nix Records und prägte den deutschen Gangsta-Rap entscheidend mit.
- Der Goldraub: Im Jahr 2009 war er an einem spektakulären Überfall auf einen Goldtransporter beteiligt. Er flüchtete in den Irak, wurde dort jedoch gefasst und an Deutschland ausgeliefert.
- Haft und Durchbruch: Während seiner Haftzeit nahm er heimlich sein Album Nr. 415 auf. Nach seiner Entlassung im Jahr 2014 wurde er zu einem der erfolgreichsten Rapper und Unternehmer Deutschlands.
- Unternehmer: Neben seinem Musiklabel baute er Marken im Bereich Gastronomie (Havoc) und Mode auf.
- Verfilmung: Seine Lebensgeschichte wurde unter dem Titel Rheingold von Star-Regisseur Fatih Akin verfilmt und kam 2022 in die Kinos.
- Rückzug: Im Jahr 2023 gab er bekannt, sich aus dem aktiven Rap-Geschäft zurückzuziehen, um sich vermehrt seiner Arbeit als Produzent und Geschäftsmann zu widmen.






