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Leo & Lucia: Ermordet von der Killer-Nanny!

Warum mussten die Kinder von Marina & Kevin Krim sterben?

Statt sich um die beiden Geschwister Leo (†2) und Lucia (†6) zu kümmern, tötet Kindermädchen Yoselyn Ortega, 55, aus New York den Nachwuchs von Marina, 41, und Kevin Krim, 42. Jetzt hat das Gerichtsverfahren gegen die Killer-Nanny begonnen.

Marina Krim: „Ich wusste sofort, dass sie tot waren

Es sind Szenen wie in einem Horrorfilm: Als Marina Krim am 25. Oktober 2012 gegen 17:30 Uhr nach Hause kommt, erwartet sie in ihrem Apartment auf der Upper East Side in New York das pure Grauen. In der Bade­wanne befinden sich die leb­losen Körper ihrer Kinder Leo und Lucia – blutüber­strömt und übersät mit insge­samt 35 Messerstichen. Die Täterin befindet sich zu diesem Zeitpunkt eben­falls im Raum: Es ist Yoselyn Or­tega – das Kindermädchen der Familie.

Als Erstes sah ich Lucia. Ich wusste sofort, dass sie tot war. Dann sah ich Leo. Beide waren voller Blut,

erinnert sich die 41­jährige Mutter.

Ich dachte nur: ‚Ich werde nie mehr wieder mit ihnen reden können. Sie sind tot. Ich habe gerade meine Kinder tot ge­sehen.‘ Sie hat meine besten Freunde getötet. Diese Kinder waren meine besten Freunde.


(© dpa) Der kleine Leo und seine große Schwester Lucia waren glückliche, fröhliche Kinder.

Ein Ermittler offenbart: „Sie blieb am Tatort, um die Reaktion der Mutter mitzuerleben

Doch Marina muss fünf Jahre warten, bis der Gerichtspro­zess gegen die Mörderin ihrer Kinder eröffnet wird. „Sechs­tausend Seiten müssen gele­sen werden. Das braucht eine Weile“, erklärte ihre Verteidi­gerin Valerie Van Leer­-Green­berg. Eine Anspielung auf das psychologische Gutachten über die Täterin, die sich schon vor dem bestialischen Doppelmord in psychiatrischer Betreuung befand.


(© Getty Images) Im Gerichtssaal wirkt Yoselyn Ortega zurückhaltend und schüchtern. Dass sie eine Mörderin ist, fällt schwer zu glauben.

Doch was Ortega dazu bewogen hat, das Leben ihrer Schutzbefohlenen so grausam zu beenden, bleibt weiterhin rätselhaft.

Sie war ein kühler Typ. Küh­ler als andere Nannys,

ver­rät eine Nachbarin der Krims. Trotzdem traute ihr niemand eine solche Schreckenstat zu. „Sie liebte diese Kinder“, pflich­tete Ortegas Nichte ihrer Tante bei. Allerdings soll es gelegentlich Unstimmigkeiten zwischen der 55­-Jährigen und ihren Arbeitgebern gegeben haben. So auch, als Marina und ihr Mann Kevin Or­tega darum baten, doch auch das Putzen ihrer Wohnung zu übernehmen.

Während einer polizeilichen Verneh­mung nach der Tat erklärte sie, sie sei wegen dieser neuen Aufgabe sehr wütend gewesen. Außerdem blieb sie offenbar am Tatort, um die Reaktion der Mutter mitzuerleben,

heißt es aus Ermitt­lerkreisen.


(© dpa) Marina und Kevin, die Eltern der Todesopfer, sind völlig am Boden zerstört. Nichts wird je wieder sein, wie es war.

Ortegas Anwältin plädiert auf Unzurechnungsfä­higkeit. Doch wie auch immer das Urteil ausfallen wird: Kei­ne Strafe dieser Welt kann das Leid der Krims mindern ...

Text: Marc Bracht

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