
"Let's Dance": Kandidaten können mit KI verändert werden
Freudentränen, Jubelschreie – bei "Let's Dance" lassen die Kandidaten ihren Emotionen freien Lauf. Seit dem 22. Mai steht fest, dass Joel Mattli (32), Milano (27) und Anna-Carina Woitschack (33) im Finale stehen und den "Dancing Pokal" mit nach Hause nehmen möchten. Wie die "Bild"-Zeitung nun erfahren hat, gibt es einen krassen Vertrag mit RTL, der eine KI-Klausel enthält. Demnach darf alles, was bei der Produktion aufgezeichnet wird, auch für KI-Systeme genutzt werden – selbst Material, das nicht im TV ausgestrahlt werden darf, kann dafür verwendet werden. Ob Gesichter, Stimmen, Bewegungen, Emotionen, Interviews, Trainingsszenen oder sogar Streit hinter den Kulissen – alles darf archiviert und analysiert werden.
"Reality-TV wird zum großen Datenpool"
Die Produktion kann dann mithilfe des gesammelten Materials auswerten, welche Emotionen oder Konflikte beim Publikum am besten funktionieren, heißt es in der "Bild". Wenn die Stimmen täuschend echt imitiert, Gesichter digital nachgebaut und Bewegungen künstlich reproduziert werden können, wäre es durchaus denkbar, dass irgendwann virtuelle TV-Avatare oder digitale Doppelgänger von Promis existieren. Diese könnten für Trailer, Social-Media-Inhalte oder internationale Formate dienen, ohne dass die Stars dafür erneut vor der Kamera stehen müssten. Ein Informant erklärt:
Genau hier verändert sich gerade die gesamte Unterhaltungsbranche. Reality-TV wird zum großen Datenpool.
Natürlich steht auch die Frage im Raum, ob die "Let's Dance"-Kandidaten für die KI-Klausel mehr Gage kassieren. In der Regel erhalten die prominenten Tanzschüler zwischen 50.000 und 70.000 Euro Vergütung, will die "Bild" wissen. Ob diese nun angepasst wurde, steht nicht explizit im Vertrag, heißt es. Ein RTL-Sprecher reagierte auf die Anfrage des Boulevardblatts und teilte mit: "Vertragliche Details kommentieren wir nicht."
Das große Finale von "Let's Dance" läuft am 29. Mai um 20:15 Uhr bei RTL und auf RTL+.
Die KI nimmt einen immer größeren Teil unseres Alltags ein. In einigen Dinge ist sie auf jeden Fall eine Bereicherung und kann uns viele unangenehme Sachen abnehmen. Aber wenn es um die Nachahmung von Personen geht, dann finde ich, ist Vorsicht geboten. Ich würde es dann auf jeden Fall nur richtig finden, wenn die Promis vor der Veröffentlichung einen Blick auf die erstellten Inhalte werfen können und diese dann freigeben.
Verwendete Quellen: Bild







