
Atze Schröder: Er kritisiert Thomas Gottschalk scharf
Die Zeiten ändern sich und davon ist auch der Humor unserer Gesellschaft betroffen. Worüber vor zehn Jahren noch herzhaft gelacht wurde, wird heute oft mit einem empörten Gesichtsausdruck oder Unverständnis kommentiert. Comedians müssen heutzutage mit dem Geist der Zeit gehen, sonst riskieren sie im Netz schnell einen Shitstorm der Extraklasse. Über diese Entwicklung sprach Komiker Atze Schröder (60) kürzlich im Podcast "Zwischen den Zeilen" mit Bettina Böttinger (69). Dabei beschwerte er sich offen über Männer in seinem Alter, die "sich jetzt darüber beklagen, dass sich alles verändert hat, dass ihr Witz nicht mehr verstanden wird, dass man nicht mehr alles sagen darf". Einen Namen nannte er dabei explizit: Thomas Gottschalk (75). Der Entertainer war in den vergangenen Jahren immer wieder mit fragwürdigen Äußerungen aufgefallen. Bei der "Bambi"-Verleihung 2025 sagte er beispielsweise auf der Bühne, dass Cher "die einzige Frau [ist], die ich mein Leben lang ernst genommen habe". Die Welle der Kritik war daraufhin kaum aufzuhalten. Auch Atze Schröder sieht Gottschalks Haltung kritisch: "Klar sagen einige, man dürfe nicht mehr sagen, was man denkt. Unter anderem Thomas Gottschalk – wo man dann selbst für sich denkt: Vielleicht liegt es daran, was du so denkst".
Atze Schröder: Er zeigt Einsicht statt Widerstand
Atze Schröder selbst gehört nach wie vor zu den beliebtesten Komikern des Landes. Wie er das schafft? Er nimmt gesellschaftliche Veränderungen wahr, ohne sich dabei krampfhaft dem Zeitgeist zu beugen. Er ist sich bewusst:
Wenn ich jetzt die ganzen Sprüche von früher noch kloppen würde wie vor 25, 30 Jahren, dann wäre ich der älteste weiße Komiker, den es überhaupt nur gibt.
Auch sein eigenes Werk betrachtet er heute kritisch. Ihm ist klar, dass seine einstige Kult-Sendung "Alles Atze" heute in der damaligen Form nicht mehr tragbar wäre. Er gibt offen zu: "Es gibt Szenen, da würde ich heute – auch wenn es im Drehbuch stände – sagen: Würde ich nicht machen. [Es] wäre heute ein Aufschrei – zu Recht."
Verwendete Quellen: Podcast "Zwischen den Zeilen"






