Cathy Hummels über WM: "Ein Mann ist nur so stark wie die Frau an seiner Seite"

Cathy Hummels blickt schonungslos auf ihre Zeit als Spielerfrau zurück und gesteht, wie extrem belastend die großen Turniere auch für sie waren. Ihre Mutter habe einst gesagt: "Ein Mann ist nur so stark wie die Frau an seiner Seite." Dem stimmt die Ex-Frau von Mats Hummels voll und ganz zu.

Nach dem historischen Finalsieg 2014 in Rio de Janeiro feierten Cathy und Mats Hummels den WM-Titel gemeinsam auf dem Rasen. Doch hinter den Kulissen bedeuteten die großen Turniere für die Moderatorin auch eine enorme emotionale Belastung.© dpa

Cathy Hummels: "Ein Mann ist nur so stark wie die Frau an seiner Seite"

2007 lernte Cathy Hummels (38) ihren späteren Ehemann Mats Hummels (37) kennen. 2015 heirateten die beiden, drei Jahre später wurden sie Eltern eines gemeinsamen Sohnes. Für die Moderatorin war es eine Selbstverständlichkeit, ihren inzwischen Ex-Mann regelmäßig von der Tribüne aus zu unterstützen und ihn auch zu großen Turnieren zu begleiten. Mehrere Weltmeisterschaften erlebte sie hautnah mit, darunter auch die gewonnene WM 2014.

Wie Cathy jetzt gegenüber dem "Berliner Kurier" erzählt, kann sie sich noch gut daran erinnern, wie belastend eine WM nicht nur für die Spieler, sondern auch für deren Familien ist: "Eine WM ist nicht nur für die Spieler eine Ausnahmesituation, sondern für die ganze Familie. Die Partnerinnen tragen oft einen großen Teil dazu bei, dass sich die Spieler voll auf ihre Leistung konzentrieren können. Das ist echte Teamarbeit." Ihre Mutter habe einmal gesagt: "Ein Mann ist nur so stark wie die Frau an seiner Seite." Da sei viel Wahres dran, so Cathy. Hinter jedem erfolgreichen Sportler stünden Menschen, die ihn auffangen, unterstützen und an ihn glauben. "Am Ende gewinnt oder verliert man als Team."

Für Cathy Hummels waren große Fußball-Turniere herausfordernd

Die größte Herausforderung als Spielerfrau sei es laut Cathy, die richtige Balance zu finden. "Man möchte unterstützen, hat aber gleichzeitig sein eigenes Leben, seine Familie und oft auch seine eigene Karriere. Viele Partnerinnen stehen heute längst nicht mehr im Schatten, sondern sind selbst erfolgreiche Unternehmerinnen oder beruflich sehr engagiert."

Unterstützung von ihren Partnerinnen und Frauen erhielt auch die aktuelle Nationalmannschaft bei der WM 2026. Ein Glücksbringer waren sie jedoch nicht: Nach einem enttäuschenden Spiel im Sechzehntelfinale schoss Paraguay die DFB-Elf im Elfmeterschießen aus dem Turnier. Jetzt kommen die Spielerfrauen vermutlich besonders zum Einsatz – denn sie müssen ihre Männer nun emotional auffangen.

Verwendete Quelle: Berliner Kurier