Chris Töpperwien: Das wird ihm vor Gericht wirklich vorgeworfen

Chris Töpperwien: Das wird ihm vor Gericht wirklich vorgeworfen

Wien - Chris Töpperwien steht wegen Betrug und Veruntreuung von Geldern vor Gericht. Doch was genau ist passiert? Spoiler: Ein Gartenschlauch spielt eine tragende Rolle. 

Chris Töpperwien: Das wird ihm vor Gericht vorgeworfen - Hierfür soll er Gelder veruntreut haben

Nachdem Chris Töpperwien (50) im Mai am Münchener Flughafen verhaftet worden war, muss er sich nun vor dem Landesgericht Wiener Neustadt verantworten. Vorgeworfen werden ihm Betrug und Veruntreuung von Geldern, er selbst bezeichnet die Anschuldigungen als "schockierend". In siebeneinhalb Stunden Verhandlung kam nun auch heraus, weshalb dem "Currywurstmann" genau diese Delikte vorgeworfen werden. So soll er 2021 das österreichische Handelsunternehmen Grill Heaven GmbH mehrere Tausend Euro gekostet haben, nachdem er die Firmenkarte mehrfach für private Anschaffungen missbraucht haben soll. Das zumindest glaubt der Gesellschafter des Unternehmens, der Strafanzeige gegen Töpperwien erstattet hat. 

Der Auswanderer soll zu jenem Zeitpunkt Umbauarbeiten an einem Haus im niederösterreichischen Bad Erlach vorgenommen haben, für die er sich mutmaßlich finanziell bei der Firma bedient haben soll. Die Chef:innen des Unternehmens sind überzeugt davon, dass er Umzugskartons im Wert von 172 Euro, Silikon, Fugenmasse, Lichtschalter und einen Gartenschlauch auf Firmenkosten bezahlt hat. Und auch Mitarbeiter:innen der Firma soll er zweckentfremdet haben, um Sperrmüll und Schutt zu entsorgen. Den Vorwurf, er habe eine goldene "Waschtischplatte" im Wert von 520 Euro, die in seinem Haus verbaut wurde, über die Firma bezahlt, begründete Töpperwien damit, dass er sich "versehentlich verklickt" habe. Das Geld habe er laut eigener Aussage per Paypal zurücküberwiesen.

Chris Töpperwien: Stellte er die Social-Media-Aktivitäten seiner Frau in Rechnung?

Doch nicht nur für die Umbauarbeiten soll der "Goodbye Deutschland"-Star Geld veruntreut haben. Angeblich soll er auch für Social-Media-Aktivitäten seiner Frau über seine US-Firma Rechnungen gestellt haben. So soll er Firmengeld auf ein Konto überwiesen haben, das später ihm zugeordnet werden konnte. Töpperwien behauptet, dass dies mit den Gesellschafter:innen abgesprochen war, doch der Geschäftsführer von Grill Heaven, Oliver K. (51), bestreitet dies. "Dank Herrn Töpperwien waren wir kurz vor der Insolvenz", soll dieser laut "Bild" gesagt haben. Er sprach von einem belegbaren Schaden von 9.000 Euro, äußerte aber vor Gericht die Vermutung, dass Töpperwien einen Schaden von 150.000 Euro verursacht haben könnte.

Siebeneinhalb Verhandlungsstunden später steht ein Urteil noch immer aus, jenes wurde auf den 26. August vertagt. Für Chris Töpperwien heißt es bis dahin weiterhin zittern: Im schlimmsten Fall könnten ihn bei einer Verurteilung eine Geldstrafe sowie bis zu drei Jahre Haft erwarten.

Verwendete Quellen: Bild