Gil Ofarim: Nach Dschungelcamp-Sieg - RTL-Chef räumt Fehler im Umgang mit Musiker ein

Das Dschungelcamp liegt mittlerweile einige Wochen zurück, doch noch immer hallen die Geschehnisse innerhalb der RTL-Show sowie der Sieg von Gil Ofarim nach. Und nun äußerte sich auch der RTL-Chef selbstkritisch zu dem Thema. 

Gil Ofarim lächelt
Im Februar 2026 wurde Gil Ofarim zum neuen Dschungelkönig gewählt. Jetzt, fast zwei Monate später, räumte der RTL-Chef Fehler ein. © Getty Images

Umgang mit Gil Ofarim im Dschungelcamp: RTL-Chef räumt Fehler ein

Überraschend kritische Worte von Seiten RTL: Vor knapp zwei Monaten ging das diesjährige Dschungelcamp zu Ende, Gil Ofarim (43) wurde trotz aller Kritik im Vorfeld zum neuen Dschungelkönig gewählt - und zwar mit einer deutlichen Mehrheit der Zuschauerstimmen. Dabei hatte nicht nur die Teilnahme des Musikers für Boykott-Aufrufe gesorgt, sondern auch einige Aussagen des 43-Jährigen im Camp selbst sorgten für massive Diskussionen und Schlagzeilen. Viele Fans hätten sich eine klare Einordnung besagter Äußerungen und hier und da auch Klarstellungen gewünscht. Nachdem sich bereits Moderator Jan Köppen (42) beim großen "Nachspiel" selbstkritisch gezeigt und Fehler im Umgang mit Gil Ofarim eingeräumt hatte, legte nun auch der RTL-Deutschland-Chef nach. 

RTL-Chef: "An der ein oder anderen Stelle wäre es richtig gewesen, die Fakten direkt klarzustellen"

Im Interview mit "dwdl.de" erklärte Stephan Schmitter: "Natürlich haben wir das intern reflektiert." Der RTL-Chef stellte klar, dass das Dschungelcamp-Team in Australien überwiegend gut mit der Thematik "Gil Ofarim" umgegangen sei. Dennoch habe es "ein, zwei Sendungen, in denen es zugespitzte Behauptungen gab" gegeben, mit denen man anders hätte umgehen sollen. Laut Schmitter habe man den Dingen wie jedes Jahr seinen Lauf gelassen, also die IBES-Kandidaten einfach erzählen lassen, sodass sich die Zuschauer ihre eigene Meinung bilden konnten. Das sei an der ein oder anderen Stelle aber nicht richtig gewesen. 

Dazu erklärte Schmitter: "Bei Social Media und in der Presse waren die Meinungen dazu sehr gespalten und wir waren gleichzeitig mit vielen unterschiedlichen Wahrnehmungen konfrontiert. Aus heutiger Sicht wäre es an der einen oder anderen Stelle besser beziehungsweise richtig gewesen, die Fakten direkt in der Livesendung klarzustellen und nicht nur in 'Der Stunde danach'." Und weiter: "Da hätten wir in Köln redaktionell reagieren müssen. Und sei es nur mit einer Bauchbinde." 

Verwendete Quellen: dwdl.de

Der Fall Gil Ofarim

2021 warf Gil Ofarim einem Mitarbeiter eines Leipziger Hotels via Instagram-Video vor, ihn wegen seiner Davidstern-Kette antisemitisch diskriminiert zu haben. Über zwei Jahre hielt der Musiker an seinen Behauptungen fest, doch letztlich ergaben Zeugenaussagen, Videoaufnahmen und Ermittlungen keine Beweise für den geschilderten Vorfall und Ofarim musste sich im November 2023 vor Gericht wegen falscher Verdächtigung und Verleumdung verantworten. Vor Gericht gab er kurzerhand zu, tatsächlich gelogen zu haben und die Vorwürfe gegen ihn zutreffen würden. Gegen eine Geldauflage wurde das Verfahren schließlich eingestellt und der Musiker tauchte zunächst überwiegend ab, bis Ende 2025 bekannt wurde, dass er 2026 ins Dschungelcamp zieht. Trotz vielfacher Kritik und Boykott-Aufrufen wurde er am Ende zum Sieger der RTL-Realityshow gewählt.