Interview

Hendrik Duryn im Interview: So tickt er privat wirklich

Als Pädagoge Stefan Vollmer ist Hendrik Duryn (58) in "Der Lehrer" für seine oft unkonventionellen Methoden bekannt. Doch wie tickt der Schauspieler eigentlich privat? Im Interview mit "Viel Spaß" verriet der Zuschauerliebling, wie er selbst in der Schule war – und was ihm als Vater wichtig ist.

Hendrik Duryn lacht auf dem Red Carpet eines Events
© Imago

Hendrik Duryn über seine Kinder, Schule & Co.

Hendrik, was ist heute dein größtes Lebenselixier?

Hendrik Duryn: "Ganz klar meine Familie. Das war schon Mitte zwanzig mein großer Wunsch. Heute habe ich drei Töchter – und mit meiner Stieftochter sogar vier Mädchen in meinem Leben."

Du bist spät Vater geworden ...

Hendrik Duryn: "Ja. Und rückblickend glaube ich sogar, dass das genau richtig war. Früher wäre ich wahrscheinlich eine Katastrophe als Vater gewesen."

"Vater zu sein fühlt sich nach Erfüllung an"

Warum?

Hendrik Duryn: "Weil ich damals noch nicht so weit war. Heute weiß ich viel genauer, worauf es wirklich ankommt. Vater zu sein fühlt sich für mich wie Erfüllung an."

Was für ein Vater bist du? 

Hendrik Duryn: "Kein einfacher. Meine Töchter wissen aber, dass ich immer für sie da bin. Egal, was passiert."

Welche Regeln gelten bei euch zu Hause?

Hendrik Duryn: "Die wichtigste Regel ist Ehrlichkeit. Wenn Kinder anfangen zu lügen, beginnen sie irgendwann, sich zu verstellen. Dann verlieren sie den Zugang zu sich selbst. Deshalb dürfen meine Töchter mit allem zu uns kommen. Lieber eine unangenehme Wahrheit als eine schöne Lüge.

Du bist selbst als Lehrerkind aufgewachsen. Warst du ein guter Schüler?

Hendrik Duryn: "Ich war kein schlechter Schüler. Aber ich war unfassbar unkonzentriert. Wenn mich etwas in teressiert hat, konnte ich sehr gut sein. Wenn nicht, wurde es schwierig."

Mochtest du Schule?

Hendrik Duryn: "Ich habe immer gern gelernt. Aber ich habe unter dem System gelitten. Ab der zehnten Klasse hatte ich massive Magenschmerzen. Später wurden mehrere Magengeschwüre diagnostiziert. Die waren psychosomatisch."

Heute engagierst du dich stark im Bildungsbereich.

Hendrik Duryn: "Ja. Unter anderem arbeite ich mit dem Klett-Verlag an Bildungsprojekten. Ich glaube, wir alle tragen Verantwortung da- für, wie die nächste Generation aufwächst. Nicht nur die Politik. Auch wir als Gesellschaft."

Dieses Interview erschien zuerst in der aktuellen Ausgabe von "Viel Spaß" - jede Woche neu am Kiosk!