Marilyn Monroe (†36): Todesursache - Wurde sie ermordet?

Marilyn Monroe (†36): Todesursache - Wurde sie ermordet?

Marilyn Monroe (†36) - wohl jedem ist dieser Name ein Begriff. In den 1950er Jahren regierte sie die Filmindustrie und zählt heute zu den größten Film-Stars des 20. Jahrhunderts. Doch wer sich ganz an die Spitze kämpft, kann auch wieder tief fallen. Psychische Probleme, die ihren Ursprung bereits in der Kindheit der Ikone hatten, gehörten für das archetypische Sexsymbol zum Alltag. Dazu kamen ihre skandalösen Affären mit hochrangigen Männern, wie beispielsweise Präsident John F. Kennedy. Es lag viel Druck auf der schönen Blondine und die Tabletten wurden ihre besten Freunde, bis sie ihr am 04. August 1962 zum Verhängnis wurden. Doch wollte Marilyn wirklich ihrem Leben selbst ein Ende bereiten? Zu ihrer Todesursache gibt es allerlei Verschwörungstheorien, auch von Mord ist die Rede. Hier liest du alle Details über den Todesfall des Hollywood-Stars. 

Marilyn Monroe: Traumatische Kindheit

Um dem mysteriösen Tod von Marilyn Monroe auf die Spur zu gehen, muss man sich in die Abgründe ihrer Kindheit begeben. Am 1. Juni 1926 erblickte die Ikone das Licht der Welt. Ihr berühmter Name Marilyn Monroe stand jedoch nicht in ihrer Geburtsurkunde, sondern ihre Mutter Gladys Pearl Mortenson, die ungewollt schwanger wurde, nannte ihr kleines Mädchen Norma Jeane. Ohne Vater wuchs diese unter schwierigen Verhältnissen auf, denn ihre Mutter, die als Filmcutterin arbeitete, war labil und nervenkrank. Die emotionale Instabilität übertrug sich sogleich auf die kleine Norma und als sie im Grundschulalter war, schickte man sie zu einer Pflegefamilie. Im Haus ihrer Pflegeeltern herrschten strenge Regeln, so durfte der spätere Hollywood-Star nicht einmal ins Kino gehen. 

Als Norma sieben Jahre alt war, hatte ihre Mutter Gladys genug Geld angespart, um sich die Miete für einen Bungalow zu leisten. So nahm sie ihre Tochter wieder zu sich, jedoch nicht für lange Zeit, denn durch den Suizid ihres Großvaters Tilford Marion Hogan erlitt sie einen Nervenzusammenbruch und wurde in ein Sanatorium eingewiesen. Schon wieder blieb das kleine Mädchen zurück. Nachdem sie eine kurze Zeit bei verschiedensten Pflegeeltern lebte, übernahm schließlich Grace McKee, die beste Freundin ihrer Mutter, die Fürsorge. Mit Grace entdeckte das kleine Mädchen auch erstmals ihre Leidenschaft für die Filmbranche, denn gemeinsam gingen sie des Öfteren ins Kino. Nach kurzer Zeit war es jedoch wieder mit Norma Jeanes fürsorglicher Kindheit Geschichte, denn als ihre Ersatzmutter 1935 den Handelsvertreter Ervin Goddard heiratete, wurde das Geld knapp und der spätere Filmstar musste aus finanziellen Gründen für 22 Monate in ein Waisenhaus von Los Angeles gehen. Was sie bei ihrem dortigen Aufenthalt erlebte, hat sie schwer traumatisiert und nie wieder losgelassen. 

1937 war die finanzielle Lage bei Grace McKee wieder stabil und so holte sie Norma Jeane wieder zu sich und übernahm die Vormundschaft. Eigentlich sollte auf das damalige Schulkind nach ihrer schweren Zeit im Waisenhaus endlich wieder ein fürsorgliches Leben warten, doch stattdessen ging ihre Leidensgeschichte weiter. So wurde sie von ihrem Pflegevater Ervin Goddard im betrunkenen Zustand sexuell bedrängt. Auf Norma wartete schließlich die nächste Station in ihrem Leben und sie wurde an entfernte Verwandte weitergereicht. Kurz vor ihrem zwölften Geburtstag folgte dann eine weitere Gräueltat, so zwang sie ihr dreizehnjähriger Cousin zu sexuellen Handlungen. Sowohl körperlich als auch emotional litt der damalige Teenager an den Geschehnissen. 1938 sollte sich dann endlich das Blatt für sie wenden und sie kam zu ihrer wohlhabenden und warmherzigen Tante Ana Lower. Wie es in einer Biografie über sie von Donald Spoto heißt, soll Norma einst gesagt haben:

Ana war der einzige Mensch, der mich wissen ließ, was Liebe bedeutet.

Eine lange unbeschwerte Kindheit blieb der kleinen Norma jedoch verwehrt, denn schon bald traten bei ihrer Tante gesundheitliche Probleme auf. So musste sie wieder zur Familie Goddard zurück. Schnell fand sie in der gleichaltrigen Eleanor Goddard eine Freundin, mit der sie schließlich gemeinsam auf die High School ging. In dieser Zeit lernte Norma Jeane auch ihren Nachbarn James Dougherty kennen. Als Ervin Goddard schließlich aus beruflichen Gründen mit Grace und Eleanor nach West Virginia ziehen musste, stand die spätere Schauspielerin vor einer schweren Entscheidung: Entweder sie ging ins Waisenhaus zurück oder sie heiratete ihren fünf Jahre älteren Nachbarn James. Schließlich bevorzugte sie die zweite Möglichkeit und so gaben sich sie und Dougherty 1942 das Ja-Wort. Zu dieser Zeit war Norma mit ihren sechzehn Jahren noch minderjährig und gezwungen, die Schule ohne Schulabschluss zu verlassen. Somit war es schließlich vorbei mit der Kindheit des Hollywood-Stars, die eigentlich nie eine richtige war. 

Marilyn Monroe: Glanzvoller Aufstieg zur Ikone

Während ihrer Versorgerehe mit James Dougherty nahm das Leben von Norma Jeane Dougherty endlich eine Wendung. Sie wurde durch Propaganda-Fotoaufnahmen für die Armee, auf denen amerikanische Frauen, deren Männer im Krieg dienten, abgelichtete waren, entdeckt. Schnell erkannte man ihr Talent und sie arbeitete erfolgreich als Fotomodell. Für diesen Job hat sie sich ihre kastanienbraunen Haare strohblond gefärbt. Ihr Ehemann James war von ihrer neuen Tätigkeit nicht begeistert und zeigte sich stets eifersüchtig, was schließlich 1946 zur Scheidung führte. 

Für Norma ging es immer weiter nach oben und schon bald zierte sie die bekanntesten Titelblätter. Nur zwei Jahre nach ihrer ersten Scheidung ging ihr jahrelanger Traum in Erfüllung: Sie bekam bei 20th Century Fox ihren ersten Filmvertrag. Diese Filmgesellschaft war es auch, die dafür verantwortlich ist, dass aus Norma Jeane Marilyn Monroe wurde. Nachdem ihr bürgerlicher Name als nicht starfähig betitelt wurde, nahm die junge Frau den Mädchennamen ihrer Mutter, Monroe an. Als Vorname wurde Marilyn ausgewählt. 

Nachdem Marilyn zunächst in kleineren Rollen als oftmals naive Sekretärin, welche den Grundstein für ihr Blondinen-Image legten, Erfolge feierte, gelang ihr nach ersten Hauptrollen in "Ladies of the Chorus" und "Niagara" der internationale Durchbruch mit dem Film "Wie angelt man sich einen Millionär". Schnell avancierte sie zum amerikanischen Sexsymbol und zog die ganz Welt in ihren Bann. Von diesem Moment an war Marilyn Monroe nicht mehr zu stoppen und wurde schnell der größte Film-Star ihrer Zeit. 

Marilyn Monroe: Skandalöses Liebesleben und Tablettensucht

Neben ihrer großartigen Schauspielkarriere lief es in Sachen Liebe bei Marilyn Monroe nicht so berauschend. Nach ihrer ersten Ehe mit James Dougherty heiratete sie 1954 den zwölf Jahre älteren Baseballstar Joe DiMaggio. Auch für ihren zweiten Ehemann wurde der Erfolg seiner Frau zu viel und so folgte nur ein Jahr später die Scheidung. Nach dem Ehe-Aus widmete sich Monroe vollkommen ihrer Karriere, doch als sie während ihres Gesangs- und Schauspielunterrichts in New York den Autor Arthur Miller kennenlernte, war es um sie geschehen. Kurze Zeit später fand die dritte Hochzeit im Leben der Schauspielerin statt. Das Paar wünschte sich sehnlichst gemeinsame Kinder, doch Monroes Endometriose erschwerte die Realisierung. So überschatteten schließlich drei Fehlgeburten ihr Eheglück. Auch der Film "Misfits – Nicht gesellschaftsfähig", welcher Miller extra für seine Ehefrau schrieb, konnte ihre Liebe nicht mehr retten und die problematischen Dreharbeiten und Marilyns aufkeimende Tablettensucht gaben der Ehe 1960 schließlich den Todesstoß. 

Nach der erneuten Liebespleite gehörten permanente Gefühlsschwankungen, Müdigkeit und Gedächtnisverlust zu Marilyn Monroes Alltag. Von ihrer Analytikerin wurde sie schließlich in die Psychiatrie eingewiesen. Ihr zweiter Ehemann DiMaggio habe versucht, die Filmikone aus dem tiefen Loch wieder herauszuholen. Auch ihre Freundschaft zu Präsident John F. Kennedy, die sich angeblich zu einer Affäre entwickelte, lenkte die Schauspielerin in dieser Zeit ab. Auch mit dessen Bruder Robert F. Kennedy soll das Sexsymbol Bekanntschaft gemacht haben. Durch ihre enge Verbindung zu den Kennedy-Brüdern verfügte der Hollywood-Star jedoch auch über allerhand Informationen über die Familie des Präsidenten. Wurde ihr dieses Wissen zum Verhängnis?

Marilyn Monroe: Tod aufgefunden im Haus am Fifth Helena Drive

1962 war Marilyn Monroe dabei den Film "Somethings Got to Give" zu drehen. Schon bei den Dreharbeiten merkte man, dass die Schauspielerin nicht bei der Sache ist, so war die labile Blondine wohl kaum im Stande, ihren Text zu behalten. Die Produktion des Streifens blieb unvollendet, denn am Samstag, den 4. August 1962 starb die Schauspielerin. Sie wurde in der Nacht vom 4. auf den 5.8. von ihrer Haushälterin in Brentwood, 12305 Fifth Helena Drive bewusstlos und nackt in ihrem Bett aufgefunden und in ein Krankenhaus von Los Angeles gefahren. Für die 36-Jährige kam jedoch jede Hilfe zu spät und in den frühen Morgenstunden wurde sie letztendlich offiziell für tot erklärt. Neben ihrem Bett fand man eine leere Dose Schlaftabletten. Die Ärzte deklarierte ihr Ableben als Selbstmord durch eine Überdosis an Medikamenten. So stellte die Autopsie fest, dass eine Überdosis an Barbiturate Nembutal in Kombination mit dem Schlafmittel Chloralhydrat ihr zum Verhängnis wurden. Ein klarer Fall für viele, doch die Todesursache "wahrscheinlicher Suizid" gab viel Raum für Spekulationen. 

Wie kam es also wirklich zu dieser Tragödie? Auch wenn Marilyn Monroes Lebensgeschichte schon brisant war, so stellt ihr mysteriöser Tod alles in den Schatten. Noch heute werden über die vielen Theorien diskutiert, warum die Hollywood-Diva so früh aus dem Leben geschieden ist. 

Marilyn Monroe: War es Mord?

Zunächst erweckte alles den Anschein, als hätte sich Marilyn Monroe das Leben genommen. Auslöser für diese tragische Tat gab es viele. Wenn man auf ihre Kindheit zurückblickt, sieht man, dass die einstige Schauspielerin schon früh mit psychischen Problemen zu kämpfen hatte, die schon ihrer Mutter letztendlich das Leben kosteten. Bereits im jungen Alter musste Monroe dann ein traumatisches Ereignis nach dem nächsten verkraften. Dazu kam ihre junge Heirat aus der Not heraus, nicht wieder ins Waisenhaus zu müssen. Auch ihr kometenhafter Aufstieg in Hollywood trug seine Schattenseiten und war für eine gezeichnete Frau wie Marilyn oft überwältigend. Die Tablettensucht, die sie schließlich über die Jahre hinweg entwickelte und die ständigen Liebespleiten rissen Monroe gänzlich in den Abgrund. Hinweise auf einen Selbstmord gibt es somit zu Genüge, doch feste Beweise? Daran mangelt es bis heute. Stattdessen kamen immer mehr Details ans Licht, die an einem Freitod zweifeln lassen. 

In einer Verschwörungstheorie geraten die Ärzte der Ikone in den Mittelpunkt. So soll der Psychiater Dr. Ralph Greenson Marilyn das Schlafmittel Chloralhydrat gegeben haben, obwohl sie bereits Barbiturat von Dr. Hyman Engelberg verabreicht bekam. Die Kombination dieser Medikamente: Absolut tödlich. Des Weiteren wurden bei der Autopsie die Medikamente angeblich nur im Blut nachgewiesen und nicht im Magen. Ein Indiz dafür, dass die Blondine die Tabletten nicht selbst einnahm. Zusätzlich warfen die Blutergüsse, die sich auf ihrer Leiche befanden und die Tatsache, dass sie keinen Abschiedsbrief hinterließ, Fragen auf. War der vermeintliche Suizid vielleicht doch etwa Mord? Auch die nächste Theorie zu ihrem Tod lässt dies den Anschein erwecken. 

Marilyn Monroe: Verschwörungstheorie bringt die Kennedys ins Spiel

Wenn man über den Tod von Marilyn Monroe spricht, fällt auch immer der Name Kennedy. Grund dafür ist eine These um die Verschwörungstheorie der Kennedys, welche erstmals 1986 in einer BBC-Dokumentation publik wurde. Was schon zu ihrer Lebzeiten bekannt war: Die schöne Blondine hatte sowohl mit dem damaligen amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy als auch mit seinem Bruder, Justizminister Robert "Bobby" F. Kennedy ein Verhältnis. Nachdem die Affären mit den "Kennedy Boys" ein Ende fanden, drohte Monroe angeblich mit all den kleinen schmutzigen Geheimnissen, die sie über die Kennedy-Familie wusste, an die Öffentlichkeit zu gehen. In einem kleinen roten Tagebuch soll sie all die Details ausführlich dokumentiert haben. Der Präsidentenfamilie drohte also eine Welle von skandalösen Enthüllungen. Wie es in der Verschwörungstheorie, die in der BBC-Doku aufgestellt wurde, heißt, wollten die Kennedys dies verhindern. 

Robert F. Kennedy und sein Schwager Peter Lawford sollten Marilyn wohl in der Nacht ihres Todes besucht haben. Dies bestätigte auch Norman Jeffries, der Schwiegersohn von Monroes Haushälterin Eunice, einige Jahre später dann auch Eunice selbst. In dem Buch "Bombshell: The Night Bobby Kennedy Killed Marilyn Monroe" beschäftigte sich ein ehemaliger Polizeibeamter namens Mike Rothmiller aus Los Angeles mit diesem brisanten Vorfall. Dieser soll wohl Einblicke in streng vertrauliche Akten bekommen haben und so heißt es, dass Peter Lawford dem Polizisten gestand, gesehen zu haben, wie "Bobby" Kennedy der Ikone einen giftigen Drink verabreichte. Zusätzlich soll er dem Beamten von einer handgreiflichen Auseinandersetzung zwischen Marilyn und dem Bruder des ehemaligen Präsidenten erzählt haben, die dadurch entstand, dass Kennedy die Schauspielerin dazu aufforderte, ihm das skandalöse Tagebuch auszuhändigen. Danach will Lawford mitbekommen haben, wie "Bobby" Monroe zwang ein Getränk mit einem angeblichen Beruhigungsmittel zu leeren. Die Folge: Marilyn wirkte schnell benommen, die Farbe wich aus ihrem Gesicht und schließlich regte sie sich nicht mehr. Sie war tot. 

Der Kennedy-Bruder leugnete sein Leben lang, in besagter Nacht überhaupt in der Stadt gewesen zu sein. Auch Rothmiller drang nie mit Lawfords Geständnis an die Öffentlichkeit. Erstrecht nachdem er wenige Wochen nach Peters Geständnis zum Ziel eines Attentats wurde, welches er nur knapp überlebte, entschied er sich aus Angst, weiterhin über dieses Thema zu schweigen. 

Eine weitere Theorie in Verbindung mit der Kennedy-Familie besagt, dass angeblich die Mafia für den Tod der Schauspielerin verantwortlich gewesen sein soll. So wird vermutet, dass Marilyn Monroe umgebracht und gezielt Spuren in Richtung der Kennedy-Brüder gelegt wurden, um dessen Vorgehen gegen das organisierte Verbrechen zu blockieren. 

Ob Selbstmord, die fragwürdige Verabreichung von Medikamenten durch ihre Ärzte, ein Mordkomplott der Familie Kennedy oder ein Auftrag der Mafia - der Tod von Marilyn Monroe wird auch nach 60 Jahren ein ungelöstes Rätsel bleiben, welches sicher auch noch in Zukunft die Menschheit beschäftigen wird. 

 

Du bist fasziniert von Marilyn Monroes Leben und möchtest mehr Details über ihren mysteriösen Tod erfahren? Seit April 2022 ist auf Netflix die neue Doku "Mysterium Marilyn Monroe: Die ungehörten Bänder" abrufbar, in welcher Facetten der Hollywood-Legende beleuchtet werden, die zuvor nie an die Öffentlichkeit gelangten. Ein kleiner Vorgeschmack:

Verwendete Quellen: Marilyn Monroe - Die Biographie (Donald Spoto); Netflix-Doku: Mysterium Marilyn Monroe: Die ungehörten Bänder; Arte-Doku: Tod einer Ikone - Marilyn Monroe; Bombshell: The Night Bobby Kennedy Killed Marilyn Monroe (Mike Rothmiller)

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