Jürgen Brümmer - Warum musste behinderter Simon sterben?

Abschiedsbrief hinterlassen - Polizeisprecher: 'Es sieht es danach aus, als hätte er seinen Sohn umgebracht'

Brümmer war neunfacher Deutscher Meister, nahm für Deutschland an den Olympischen Sommerspielen 1988 in Seoul teil Ex-Turner Jürgen Brümmer († 49) hinterließ einen Abschiedsbrief Außerdem nahm er an zwei Weltmeisterschaften und einer Europameisterschaft teil

Nur wenige Tage nach Bekanntwerden des Selbstmords von Biathletin Julia Pieper (†19) erschüttert eine weitere Tragödie den deutschen Sport: Ex-Olympia-Turner Jürgen Brümmer (†49) hat offenbar nicht nicht nur Suizid begangen, sondern zuvor auch seinen 15-jährigen Sohn Simon erdrosselt. Die Polizei geht von der Schuld des 49-Jährigen aus.

„Es gab einen Abschiedsbrief. Die Untersuchungen laufen noch. Rein objektiv betrachtet, sieht es danach aus, als hätte Herr Brümmer seinen Sohn umgebracht“, teilte Polizeisprecher Michael Schaal "Bunte.de" mit.

Im Februar 2012 erlitt Sohn Simon bei einem Autounfall schwere Kopfverletzungen. Danach blieb der Jugendliche ein Pflegefall, war gelähmt und konnte nicht mehr sprechen. Über den Unfall seines Sohnes und die Folgen war Brümmer offenbar nie hinweggekommen.

War das Schicksal des Sohnes eine so schwere Last, dass Brümmer nicht mehr weiterleben wollte - und auch Simon weiteres Leid ersparen wollte?

Der Abschiedsbrief, zu dessen Inhalt sich die Polizei nicht weiter äußern wollte, gibt weiteren Aufschluss über die Tatmotive des Sportlers.

Brümmer war neunfacher Deutscher Meister, nahm für Deutschland an den Olympischen Sommerspielen 1988 in Seoul sowie an zwei Weltmeisterschaften und einer Europameisterschaft teil.

Für die deutsche Junioren-Nationalmannschaft der Turner arbeitete er als Physiotherapeut, ebenso für die Stuttgarter Erstligahandballer aus Scharnhausen und die Fußballer der Stuttgarter Kickers.

Brümmer hinterlässt neben seiner Ehefrau einen 16-jährigen Sohn.