
Oliver Pocher: Er war ein Kind der Zeugen Jehovas
Humor ist für ihn mehr als sein Beruf! Oliver Pocher (47) sagt von sich, er habe "Comedy-Tourette": Der Komiker muss erbarmungslos jeden Witz raushauen, selbst oder gerade wenn alles im Chaos versinkt. Eine Überlebensstrategie, die sich der Wahl-Kölner früh aneignete. Denn seine Kindheit war leider gar nicht witzig. Nur durch ein anstrengendes Doppelleben verlor er nicht den Mut.
Ich war ein Kind der Zeugen Jehovas. Und das bedeutet: keine Feste, keine Feiern, keine Geschenke,
erklärt Pocher im "Bild"-Podcast. Stattdessen habe er schon früh einen durchgetakteten Terminkalender gehabt. "Freitag und Sonntag Versammlung, Dienstag Buchstudium. Dazu Hausbesuche mit ‚Wachturm‘ und ‚Erwachet‘", so der gebürtige Hannoveraner.
Oliver Pocher: Er spielte allen etwas vor
Doch insgeheim hatte er bereits damals ganz andere Interessen: Sein großes Idol war Komiker Otto Waalkes (77). "Ich hab seinen Humor sofort gefeiert", erinnert sich Pocher. Mutter Jutta zuliebe machte er zwar eine Ausbildung als Versicherungskaufmann, verrät der spätere Entertainer. "Aber innerlich wollte ich schon als Teenager zum Fernsehen." Anfangs lebte der TV-Star seine Wünsche nur im Geheimen aus; seine Eltern ahnten von nichts: Tagsüber ging er zu den Zeugen Jehovas, spielte allen etwas vor. Nachts feierte er in der Disco und träumte vom Showgeschäft. Mit Anfang 20 konnte Oliver Pocher nicht mehr: Er ließ alles hinter sich und folgte endlich seinem Herzen! Beim Musiksender Viva in Köln ergatterte der "junge Wilde" seinen ersten TV-Job. Der Rest ist Geschichte. Religion, ja oder nein? Seine eigenen fünf Kinder sollen selbst entscheiden, erklärt Pocher. Er findet: "Niemand sollte einem Kind etwas überstülpen."
Dieser Artikel von K.B. erschien zuerst in der Printausgabe von DIE NEUE FRAU! Weitere spannende Star-News liest du in der aktuellen DIE NEUE FRAU! – Jeden Mittwoch neu am Kiosk.





