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Vanessa (29): Baby-Glück nach Säure-Attacke

Endlich kann sie trotz ihrer Verletzungen wieder lachen

Vanessa Münstermann, 29, kämpfte sich ins Leben zurück und ist jetzt Mama geworden - aber die Angst vor ihrem Ex bleibt. 

Vanessa Münstermann: Von Ex-Freund mit Säure attackiert

Friedlich schlummert ihr kleines Töchterlein in Vanessa Münstermanns Arm. Die junge Frau lächelt, obwohl sie auch jetzt Schmerzen hat. Sie begleiten sie seit zwei Jahren. 2016 schüttete Ex-Freund Daniel F., 35, ihr Säure ins Gesicht und auf den Oberkörper.

Vanessa erlitt schwere Verätzungen, verlor ihr linkes Auge, aber sie kämpfte sich zurück! „Nach 30 Operationen hörte ich auf zu zählen“, berichtet sie. Sie ließ sich das Wort „Überlebende“ auf den rechten Arm tätowieren. Dennoch: Den Schock wird sie niemals ganz verarbeiten können. Er ist jetzt ein Teil von ihr.

Sie lebt in Angst vor ihrem Peiniger 

F. sitzt zwar immer noch für mindestens zehn Jahre im Gefängnis, dennoch will Vanessa sich in Zukunft nicht mehr in der Öffentlichkeit zeigen. 

Ich habe Angst um meine Familie

, sagt sie und erzählt: „Vor wenigen Tagen war ich in einem Drogeriemarkt, um Windeln zu kaufen.“ Dort verwechselte sie einen Kunden mit Daniel F. und bekam einen Nervenzusammenbruch: „Als ich ihn sah, habe ich angefangen zu schreien.“ Zum Glück geschieht so etwas nur sehr selten.

Ein großer Verdienst ihres neuen Partners, der auch der Vater ihrer Tochter ist. 

Er gibt mir meine Sicherheit zurück. Er war meine erste große Liebe. Ihm konnte ich wieder vertrauen.

Säure-Attacke: Folgen für die Zukunft 

Ihren Peiniger Daniel F. will die gelernte Kosmetikerin nie wieder in ihrem Leben sehen. Allerdings wird sie nicht mehr normal zur Arbeit gehen können: „Mich wird niemand einstellen, weil immer die Gefahr besteht, dass ich operiert werden muss oder krankheitsbedingt ausfalle“. Deshalb verklagt sie ihren Ex-Freund auf 250.000 Euro Schmerzensgeld. Aber nicht nur deshalb: „Ich will, dass es Daniel wehtut.“

Beim Zivilprozess am Landgericht Hannover wird Vanessa sich durch ihren Anwalt vertreten lassen: „Ich will nicht so lange von meinem Kind getrennt sein.“ Das ist allerdings nicht der einzige Grund: "Ich habe Angst, wenn der Täter in der Nähe ist, dass er meiner Tochter etwas antut.“ Doch sie stellt klar: 

Die dunklen Gedanken werden für immer zu meinem Leben dazugehören, aber ich bin trotzdem glücklich, so wie es jetzt ist.

 

 

#redhear

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Vor dem Säure-Angriff trug die Kosmetikerin ihre Haare gerne knallig rot. 

 

Text: Lennard Jähne

 

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